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Flugroute auf den Spuren des Archäopteryx

Die vier Fossilienmuseen der Region laden zu Erkundungstour - 30.07.2020 14:57 Uhr

Die vier Fossilienmuseen der Region laden zu Erkundungstour und Mitmach-Aktionen


In diesem Jahr wird er mehr denn je zu einer Ikone für die Region, denn vor Kurzem wurde das weltberühmte Exemplar, das im Eichstätter Juramuseum ausgestellt ist, von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2020 gekürt. Die vier Fossilienmuseen der Region feiern diese Auszeichnung mit einem gemeinsamen Projekt: dem Archöopteryx-Sommer im Altmühltal.

Auf einer Flugroute durch das Altmühltal können neugierige Forscher in diesem Sommer von Solnhofen bis Denkendorf Stempel sammeln und insgesamt sieben Urvogel-Exemplare in den vier Einrichtungen erleben. Idealerweise beginnt die Tour in Solnhofen, denn im dortigen Steinbruch sind gleich drei Archäopteryxe gelandet.

Das Bürgermeister-Müller-Museum zeigt zum aktuellen 50-jährigen Jubiläum eine Vielzahl der Sammlungen aus den Archiven, Exponate von Kooperationspartnern und einige Schenkungen wissenschaftlicher Originale. Nach einem ausführlichen Besuch von Museum und Steinbruch kann es noch am selben Tag zum Eichstätter Juramuseum und anschließend zum Museum Bergér mit eigenem Steinbruch weitergehen.

Den Dinopark Denkendorf erreicht man – idealerweise an einem zweiten Ausflugstag – von Eichstätt aus in 40 Autominuten. Auf einem angenehm schattigen Erlebnispfad wandelt man dort auf den Spuren des Archäopteryx und seiner Artgenossen aus der Urzeit. Im Dinopark Denkendorf gibt es seit 2016 den jüngsten Fund zu sehen. Es ist der insgesamt zwölfte seiner Art – und der erdgeschichtlich älteste.

Besucher, die alle vier Stempel gesammelt haben, erhalten ein Forscher-Diplom. Flankiert wird der Archäopteryx-Sommer außerdem von einem groß angelegten Wettbewerb, der bis zum 30. September läuft. Jeder Teilnehmer kann in seiner eigenen Kunstform den Archäopteryx wiederauferstehen lassen: sei es gemalt, gemeißelt oder in einer musikalischen Komposition vorgetragen.

Eine Auswahl der Werke wird anschließend im Informationszentrum Naturpark Altmühltal ausgestellt. Die Gewinner jeder Altersklasse haben dann ein ganzes Jahr freien Eintritt in allen vier Museen – mitsamt ihrer Familie.     

 

LIDIA PIECHULEK Carpe diem

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