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Was macht die Provinz?!

Verein will sich bei Entwicklung einmischen - 16.04.2019 09:56 Uhr

Peter Leuschner © Juri-Johannes Leuschner


Und man hat den Eindruck, dass es da in manchem Stadt- und Gemeinderat durchaus Nachholbedarf gäbe. Zumal so einiges zukommt auf die Provinz. Die Stadt hat ihren Zauber langsam verloren. Schon klar, da gibt es hippe Bars, schöne Museen, tolle Programmkinos … Im Zentrum. Aber da gibt es eben auch miese Luft, verstopfte Straßen, keine Wohnungen und charakterlose Schlafsiedlungen in der Peripherie.

Und schon ist die Provinz auf einmal wieder interessant. Kann sie die Großräume mittelfristig entlasten, fragt sich die Politik und kommt darauf, dass es gar nicht so gut ist, wenn das Land sich in die Städte flüchtet. Im Moment gibt es aber eine seltsame Ungleichzeitigkeit. Während man auf dem Land vielerorts eher mit Einwohnerschwund und verschwindenden Infrastruktureinrichtungen wie Läden, Schulen und Krankenhäusern leben muss, hört man auf der anderen Seite, dass das Land vielleicht irgendwann die neue Stadt sein könnte.

Kein schlechter Moment jedenfalls, um sich mit einer Vortragsreihe in die Debatte zu mischen. „Wie könnte es uns gelingen, Leben und Wohnen in der bisher so gern verrufenen Provinz attraktiv zu gestalten, ohne deren Vorteile zu gefährden?“, fragt der Kunst- und Kulturverein und will Antworten von seinen Referenten.

Den Anfang macht Peter Leuschner. Der ehemalige BR-Journalist und Filmemacher kennt Bayerns Zentren und die Peripherie. Zudem ist kaum jemand in der bayerischen Denkmalpflege so gut vernetzt wie er. Selbst lebt er in Hofstetten bei Eichstätt in einem sanierten Schloss. Die Veränderungen und Entwicklungen im ländlichen Raum beobachtet und begleitet er seit Jahrzehnten und hat dementsprechend einiges zu sagen.

Die Vortragsreihe versteht sich übrigens nicht als Selbstzweck. Es geht dem Verein ganz konkret darum, aus diesen Anregungen Ideen für die Zukunft der Stadt zusammen mit der Bevölkerung zu entwickeln. Ganz konkret soll es immer wieder um Projekte und Möglichkeiten in und um Pappenheim gehen. Wie gesagt, ein spannender Ansatz.

Freitag, 26. April, 19 Uhr, K14, Pappenheim 

Jan Stephan Carpe diem

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