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Donnerstag, 03.12.2020

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Ein buntes Mosaik macht den Brunnen zur Oase

Trinkwasserspender im NGN - 10.12.2010 23:06 Uhr

Hoher Besuch bei der Einweihung des Brunnens im Neuen Gymnasium: Staatsminister Markus Söder nahm den ersten Schluck.

10.12.2010 © Roland Fengler


gerade Kinder und Jugendliche greifen lieber zu süßen Getränken als zu Wasser. Dabei ist das klare Getränk nicht nur für die Zähne gesünder, sondern sorgt auch im Schulalltag für Vorteile. Schüler, die während des Unterrichts die Wasserflasche aus der Büchertasche holen, können sich nachweislich besser konzentrieren. Um Schüler zu animieren, mehr Wasser zu trinken und die Schulranzen von den schweren Flaschen zu befreien, wurde am Neuen Gymnasium Nürnberg ein Trinkbrunnen in die Aula gestellt.

Der neue Wasserspender soll die Schüler dazu bewegen, mehr Wasser zu trinken und die Schulranzen von den schweren Flaschen zu befreien. Das Projekt hat der Elternbeirat des Neuen Gymnasiums mit Unterstützung des Schulleiters, Oberstudiendirektor Karl-Heinz Bruckner, ins Leben gerufen. Während die Eltern sich um die Realisierung und Finanzierung kümmerten, übernahm Manuela Dilly, freischaffende Künstlerin und als Kunsterzieherin am NGN tätig, die gestalterische Leitung.

Ein buntes Mosaik ziert nun die Wand um den Trinkbrunnen, es schützt die Ziegelsteine vor Wasserspritzern und setzt einen auffälligen Farbakzent in der Aula. Die Einbeziehung der Schülerschaft war für die Künstlerin ein wichtiges Anliegen: „Wenn die Kinder sich an dem Ort wohlfühlen, dann pflegen sie solch einen Brunnen auch“. Vandalismus kommt so gar nicht erst auf, der Trinkbrunnen soll vielmehr zu einer „Event-Oase“ werden, erklärt Dilly.

Die Einweihung des Wasserspenders war dann gleich eine Veranstaltung: Markus Söder kam, um vor Hunderten von Schülern das erste Glas Wasser zu kosten. In seiner Rede betonte der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit besonders die Nachhaltigkeit und den umweltschützenden Aspekt des Trinkwasserbrunnens: Plastikflaschen werden durch das Auffüllen der Trinkflaschen nicht mehr gebraucht. Außerdem wird dadurch die Idee unterstützt, Lebensmittel aus der Region zu fördern. Schließlich stammt das Nürnberger Trinkwasser aus der Fränkischen Schweiz und ist, wie Söder eigens mehrmals betonte, von hervorragender Qualität.

Das NGN wird aber nicht die einzige Schule mit einem neuen Wasserspender bleiben. Geplant sind neun weitere Brunnen an verschiedenen Nürnberger Schulen. Wahrscheinlich werden sich die Schüler dort genauso um den Trinkbrunnen drängen wie am Ende der Feier im Neuen Gymnasium: Alle stürmten los, um als eine der Ersten ein Glas zu ergattern.

Pia Ratzesberger

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