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Flaute beim ÖPNV: Ist Nürnberg viel zu autofreundlich?

Kein Anreiz für Umstieg: Professor kritisiert steigende Preise des Nahverkehrs - 28.06.2018 05:48 Uhr

Breite Straßen und viele Parkplätze: Ist Nürnberg vielleicht sogar zu autofreundlich? © Horst Linke


 "Das Parken ist in Nürnberg erst vor kurzem teurer geworden, und das auch nur innerhalb der Altstadt. Zuvor wurden in den 1990er Jahren erst mal die Parkgebühren gesenkt und blieben dann über etwa 20 Jahre unverändert. Allein innerhalb des Rings gibt es rund 50.000 kostenlose Parkplätze am Straßenrand in Nürnberg. Auch die Anwohner können so gut wie kostenlos parken", sagte Kipke, Leiter des Studiengangs "Urbane Mobilität" an der Technischen Hochschule Nürnberg, im Interview mit den Nürnberger Nachrichten.

Außerdem zahlten Anwohner nur eine Art Bearbeitungsgebühr und erhielten dafür das Recht, öffentlichen Raum für private Zwecke zu nutzen. "Und das für 30 Euro pro Jahr. Das ist doch ein Witz", fuhr der Professor für Verkehrs- und Stadtplanung fort. Kipke glaubt zudem, dass viele Menschen erst dann auf den ÖPNV umsteigen, wenn die Ticketpreise nicht ständig steigen. Man könne doch nicht sagen, "Fahrt mit den Öffentlichen" und dann gleichzeitig ständig die Fahrpreise erhöhen, sagte er. "Das funktioniert einfach nicht. Die Menschen müssten sich derzeit irrational verhalten, um sich für Bus und Bahn zu entscheiden."

Was meinen Sie: Ist Nürnberg immer noch zu autofreundlich? Ist Parken in der Innenstadt oder für Anwohner zu billig? 

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roe/sto

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