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Handy in der Schule: Kippt Bayern das Verbot?

Bald kann jede Einrichtung die Regeln womöglich selbst festlegen - 14.05.2018 16:24 Uhr

Handys gehören heute zum Alltag. Bald könnte ihre Nutzung auch in bayerischen Schulen erlaubt sein. © Jens Kalaene/dpa


Schulen in Bayern sollen künftig möglicherweise selber entscheiden dürfen, ob sie die private Handynutzung in den Pausen oder über Mittag zulassen wollen oder nicht. Das jedenfalls hat sich bei einem runden Tisch mit Lehrern, Eltern und Schülern am Montag im Kultusministerium als klarer Trend herauskristallisiert, wie Minister Bernd Sibler (CSU) berichtete.

Es sei zwar nicht einstimmig, aber klare Mehrheitsmeinung gewesen, den Schulen hier in Zukunft mehr eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. Jede Schule könnte dann je nach örtlichen Gegebenheiten oder Besonderheiten entscheiden, ob, wann und wo sie die private Handynutzung freigibt. Ob dazu eine Gesetzesänderung nötig ist, ist allerdings noch offen. Derzeit ist die Handynutzung an bayerischen Schulen grundsätzlich verboten – wenn nicht in Ausnahmefällen ein Lehrer ausdrücklich zustimmt: "Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände sind Mobilfunktelefone [...], die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, auszuschalten", heißt es im bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz.

Ist die Gesetzeslage veraltet?

SPD, Freie Wähler und Grüne bezeichneten das Handyverbot in dieser Form als überholt und nicht mehr zeitgemäß. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich für einen gelasseneren Umgang mit den digitalen Medien in der Schule aus. 

Was denken Sie über die Handynutzung an Schulen? 

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dpa/Martin Regner

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