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Maria-Ward-Schwestern stellen sich Gesprächen

Fragen Sie die Nonnen - 17.05.2010

Mit Nonnen ins Gespräch kommen: Die Nürnberger Maria-Ward-Schwestern feiern das 400-jährige Bestehen ihres Ordens Congregatio Jesu ab morgen rund um die Klarakirche...


»City-Treffpunkt Kirchenbank« nennen die katholischen Schwestern ihr Angebot an die Bürger. Morgen, am Mittwoch und am Donnerstag wollen sie vor und in der Kirche St. Klara an der Königstraße mit Passanten ins Gespräch kommen und Gelegenheit zur Meditation anbieten. »Wir wollen uns zeigen und zeigen, dass wir ansprechbar sind«, sagt Schwester Sabine Adam. Persönliche Probleme, Kritik an der Kirche, Fragen zum Ordensleben – es gebe »nichts, worüber man nicht plaudern könnte«. Auch ein Blasorchester und eine Sambagruppe aus Maria-Ward-Schülerinnen treten auf.

Im Nürnberger Kloster der »Congregatio Jesu« neben der Maria-Ward-Schule am Keßlerplatz leben aktuell zwölf Schwestern und vier Novizinnen in der Ausbildung. Die Nürnberger Gemeinschaft gibt es seit 1854. Die Fürther Schwester Auguste Zankel begründete sie mit einem »Filialinstitut der Englischen Fräulein« an der Klaragasse; heute steht hier das Caritas-Pirckheimer-Haus. Die Schwestern und die Mädchenschule zogen zur Tafelhofstraße um, nach der Zerstörung 1945 an die Bärenschanzstraße. 1961 ließen sie sich auf dem heutigen Gelände am Prinzregentenufer nieder. 2007 siedelte der Orden auch seine Ausbildungsgemeinschaft für den deutschsprachigen Raum in Nürnberg an.

Die auf vier Kontinenten vertretene Congregatio Jesu feiert ihre 400-jährige Geschichte an keinem festen Datum, sondern mit einem Aktionsprogramm zwischen den Jahren 2009 und 2011. Die Engländerin Mary Ward (1585–1645) soll einst von mehreren spirituellen Erlebnissen bewogen worden sein, im französischen St. Omer eine Frauengemeinschaft nach dem Vorbild des Jesuitenordens zu gründen. Ihr Ziel war die Mädchenbildung.

Die heute weltweit mehr als 1900 Ordensfrauen arbeiten vor allem in der Bildung und Seelsorge. In Deutschland gibt es 35 Maria-Ward-Schulen.

Treffpunkt Kirchenbank in St. Klara, Königstraße 64, jeweils 14–17.30 Uhr. Gebetsimpulse zur halben und vollen Stunde. Abschluss mit musikalischer Lesung 20. Mai, 19 Uhr.

Buchtipp: »Frauen und keine Fräulein – Maria Ward und die Congregatio Jesu« (Hg. Cosima Kiesner u. a., Topos Plus, 175 Seiten, 8,90 Euro) enthält auch einen Nürnberger Beitrag.

isa

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