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Mietvertrag für Energiecampus wurde unterzeichnet

"Forschungszentrum von internationaler Bedeutung" - 21.03.2012 07:50 Uhr

Wirtschaftsminister Martin Zeil (l.), Finanzminister Markus Söder sowie Michael Braun, Präsident der Ohm-Hochschule, FAU-Präsident Karl-Dieter Grüske und Wirtschaftsreferent Michael Fraas (v.l.) bei der Unterzeichnung. © Roland Fengler


Knapp drei Wochen nachdem die Entscheidung gefallen ist, das Energieforschungszentrum auf dem ehemaligen AEG-Gelände anzusiedeln, wurde gestern der zunächst auf fünf Jahre angesetzte Mietvertrag zwischen dem Grundstückseigentümer und dem Freistaat unterzeichnet, der den Energiecampus in den kommenden fünf Jahren mit 50 Millionen Euro unterstützt (die NZ berichtete).

„Der Aufbau des Energiecampus steht für den Wandel Nürnbergs zu einem hochmodernen Hightech-Standort von europäischem Rang“, lobte Zeil das Forschungsprojekt. Markus Söder hofft, dass sich Nürnberg und die Metropolregion zu einem „Forschungszentrum von internationaler Bedeutung“ entwickeln wird.

Bereits in einem Jahr sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein. Zehn Projektgruppen, die zu Themen wie Energiewandlung, -speicherung und -übertragung forschen, werden dann in die Fürther Straße 250 einziehen.

Im Erdgeschoss wird eine 18 Meter lange Druckmaschine für Solarzellen vom Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE) aufgestellt, verrät Jens Hauch, der Geschäftsführer des Energiecampus. Zudem wird eine Anlage installiert, an der die effiziente Speicherung von Wasserstoff erforscht werden kann.

Während im ersten Stockwerk Hochleistungsmaterialien wie Keramikwerkstoffe und Solarpanels getestet werden, wird eine Etage darüber die Prozessentwicklung von Photovoltaikanlagen optimiert. Aber auch Forschungsprojekte zur effizienten Speicherung und den Transport von Energie sowie die künftige „schlaue“ Kommunikation der Stromnetze untereinander („Smart Grids“) bekommen auf dem Campus ihren Platz.

Erste Lehrstühle sind bereits in die Nebengebäude eingezogen. So der Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Bisher ist das Versuchslabor von Christoph Baumhakl und Dominik Müller nur spärlich eingerichtet. Doch bereits jetzt wird hier intensiv an Brennstoffen der Zukunft und an einer CO2-freien Stromerzeugung mit nachwachsenden Rohstoffen geforscht.

Weitere Infos zum Energiecampus Nürnberg unter www.encn.de
 

Katrin Wiersch

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