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Neptun-Verein soll gegründet werden

Für Brunnen-Standort am Hauptmarkt: Zweiter Versuch am Donnerstag - 05.10.2010 09:10 Uhr

Über den Neptunbrunnen und den besten Standort für das barocke Meisterwerk ist ein heftiger Streit entbrannt. © Roland Fengler


Ein für den vergangenen Samstag geplantes Treffen musste kurzfristig abgesagt werden, weil zu viele Interessenten wegen anderer terminlicher Zwänge keine Zeit hatten (die NZ berichtete). Nun aber soll die Vereinsgründung ab 17 Uhr im Bratwursthäusle (Rathausplatz 1) über die Bühne gehen. Vereinsname und Satzung werden dann zur Diskussion gestellt.

Für den Streit um den geeigneten Standort des Brunnens hat sich kürzlich auch der Bayerische Rundfunk (BR) interessiert, der sich in seiner Kultursendung „Capriccio“ sehr deutlich auf die Seite der Befürworter des Brunnen-Umzugs stellte. „Ganz nüchtern betrachtet: Wenn ihn die Nazis nicht entfernt hätten, stünde der Neptunbrunnen wohl heute noch auf dem Hauptmarkt und würde vermutlich keinen Politiker stören, denn er wäre Wahrzeichen, Touristenattraktion, Treffpunkt der Einheimischen“, so BR-Autor Henning Biedermann in seinem Fazit.

Biedermann betonte in dem Beitrag die kunsthistorische Bedeutung des Brunnens als barockes Meisterwerk; der Hauptmarkt, der zumeist in seinem Erscheinungsbild an ein „Zeltlager in Nachkriegsarchitektur“ erinnere, könnte durch den Meeresgott aufgewertet werden. Mit dem Gegenargument der angeblichen Unvereinbarkeit des Neptunbrunnens mit dem Christkindlesmarkt geht Biedermann salopp um: „Vier Glühweinbuden weniger, dafür ganzjährig ein großartiges Kunstwerk.“

Freud hat ohnehin ausgerechnet, dass der Hauptmarkt über die Umgestaltung 1400 Quadratmeter an Nutzungsfläche dazugewinne; da seien 120 davon für den Brunnen zu verschmerzen. Ebenfalls für die Verlegung ist Stadtheimatpflegerin Claudia Maué, die morgen um 19 Uhr im Germanischen Nationalmuseum (Kartäusergasse 1) über den Barockbildhauer Georg Schweigger spricht, der den Brunnen erschaffen hat. Zudem berichtet der BR bereits heute (ab 18Uhr) erneut über das Thema. 

Marco Puschner Lokales E-Mail

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