19°

Freitag, 24.05.2019

|

40 Tage ohne Laster: Wichtiges zum Thema Fasten

Von Aschermittwoch bis Karsamstag verzichten viele auf Alkohol & Co. - 06.03.2019 12:00 Uhr

Viele Menschen wollen in der Fastenzeit auf etwas verzichten - Alkohol steht dabei ganz oben auf der Liste. © Klaus-Dietmar Gabbert


Fasten ist eines der ältesten Naturheilverfahren. Der befristete Verzicht auf feste Nahrung soll Körper und Seele reinigen und einen Zustand innerer Ruhe herbeiführen – die "Gnade des Einfachen", nannte es der Philosoph Martin Heidegger.

Woher kommt das Fasten? Fasten ist fester Bestandteil aller Weltreligionen, der Verzicht soll Raum für Gebet und Meditation schaffen. Mohammed zum Beispiel fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde. Moses fastete, bevor er Gottes Wort empfing. Jesus zog sich zum Fasten für 40 Tage in die Wüste zurück, um sein öffentliches Wirken vorzubereiten. Christen sahen darin lange ein probates Mittel, um den Himmel milde zu stimmen. Für Muslime ist Fasten eine im Koran verankerte Pflicht.

Bilderstrecke zum Thema

So sieht die Fastenzeit bei den Nürnbergern aus

Fasten oder Verzicht auf Fleisch, Zigaretten und Alkohol? Viele Nürnberger sind zurückhaltend, wenn es ab Aschermittwoch heißt, den Konsum von Ungesundem bis zum Ostersonntag zu vermeiden.


Warum beginnt die Fastenzeit für Christen am Aschermittwoch? Die Fastenzeit gilt als Vorbereitung auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Die Evangelische Kirche ruft jedes Jahr zur Aktion "7 Wochen ohne" auf. Von Aschermittwoch bis Karsamstag sollen Gläubige etwa Fleisch, Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten entsagen. Die katholische Kirche fordert, sich gerade in der Fastenzeit gegen Not und Ungerechtigkeit einzusetzen. Die Regeln werden längst nicht mehr so streng ausgelegt wie früher.

Bilderstrecke zum Thema

Zum Start der Fastenzeit: Auf diese Dinge können Sie verzichten

Verzicht üben in Zeiten des endlosen Konsums: Für viele Menschen liegt Fasten im Trend, auch ohne religiösen Hintergrund. Und: Fasten ist vielfältig. Wer sich von Schokolade und Schweinebraten einfach nicht trennen kann, der kann ja auch andere Dinge außen vor lassen...


Warum soll gerade 40 Tage lang verzichtet werden? Das Konzil von Nicäa legte den Oster-Termin im Jahr 325 auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fest und schrieb ein vorangehendes 40-tägiges Fasten vor – die Zeit, die Jesus in der Wüste verbrachte. Eigentlich vergehen von Aschermittwoch bis Ostern mehr als 40 Tage – doch werden Sonntage nicht mitgerechnet. Die Zahl 40 kommt in der Bibel häufiger vor.

Welche Rolle spielt das Fasten heute? Auch bei nicht-religiösen Menschen ist die Tradition längst zum Trend geworden: In Klöstern oder beim Fastenwandern können sich gestresste Großstädter eine Auszeit nehmen. Heilfasten in speziellen Kliniken und unter ärztlicher Aufsicht soll Krankheiten vorbeugen, statt fester Nahrung stehen Tee, Saft oder Gemüsebrühe auf dem Speiseplan. Viele begreifen das Fasten als Start in ein bewussteres Leben.

Wie ist die Bereitschaft der Nürnberger zum Thema Fasten? Bei einer Umfrage im vergangen Jahr, berichteten Nürnberger was sie von der Fastenzeit halten - Ob sinnlose Zeitverschwendung oder Möglichkeit sich etwas Gutes zu tun. 

dpa/mif

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Schlagzeilen