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Spanischer Espresso im "La Ola" in Goho

Das Tagescafé in der Hochstraße trumpft mit kleinen Köstlichkeiten auf - 02.12.2010 17:28 Uhr

Entspanntes Arbeiten wie an einer Strandbar: Nikoleta Mitka (re.) unterstützt Pascal Zorn im Tagescafé „La Ola“ in der Hochstraße. Ihre Mutter steuert täglich selbstgebackene Kuchen bei.

02.12.2010 © Harald Sippel


Es empfiehlt sich der Genuss eines „Cortado condensada“, also die spanische Version des Espresso mit süßer Kondensmilch (1,70 Euro), der den Puls wohltuend beschleunigt und gleichzeitig die Magennerven einstimmt – etwa für ein Stückchen selbst gebackenen Kuchen für 2,20 Euro. Neben dem über die Grenzen Gostenhofs hinaus bekannten Schokokuchen besticht die vollständig ohne Mehl gebackene „Tarta de Santiago“, ein traditioneller Nusskuchen aus Galizien, mit intensivem Geschmack. „Und das Beste daran ist: Sämtliche Sünden werden einem mit dem Genuss dieses Pilgerkuchens vergeben“, lacht Inhaber Pascal Zorn.

Pascal ist selbst ein passionierter Pilger und Weltenbummler, der in Berlin und Paraguay aufwuchs, auf den Kanaren Wellen reitet oder in der Fränkischen klettern geht. Mit dem La Ola (zu deutsch: Die Welle) hat sich der 37-Jährige, der lange Jahre in der Nürnberger Szenegastronomie tätig war, sein ganz eigenes Refugium geschaffen. „Ich wollte einen Laden, den man gut alleine schmeißen kann“, sagt er. Seine Freundin Nikoleta Mitka unterstützte das Projekt von Anfang an und hilft immer wieder gerne aus. Auch das Konzept Tagescafé stand von Anfang an fest: „Ich hatte keine Lust mehr hatte auf die langen Nächte der Bargastronomie.“

Mitte Juni war es schließlich so weit. Nach drei Monaten engagierter Renovierungsarbeiten eröffnete das „La Ola“ in den Räumlichkeiten der ehemaligen Metzgerei Hagen – an die noch eine wundervolle Glasdecke erinnert. Sonst ist alles anders geworden: Die weißen Wände zieren Bordüren in verschiedenen Blautönen, der Nebenraum trumpft mit Liegestühlen und einem Arrangement von echten Surfbrettern auf. In einer Ecke befinden sich einige Klettergriffe.

Obwohl das „La Ola“ natürlich thematisch nah am Wasser angesiedelt ist, fühlt sich bei Pascal vor allem die lokale Kletterszene pudelwohl. Doch auch Passanten und Szenevolk aus Gostenhof haben die Karte des La Ola längst verinnerlicht: Neben Cortado und Kuchen gibt es selbstverständlich alle gängige Kaffeespezialitäten, köstlichen Kakao aus Biobohnen oder erlesene Tees. Dieses Angebot wird gelegentlich um Tapas erweitert: Dann stehen Bocadillos mit heißem Manchego-Käse oder Serrano-Schinken auf der Tageskarte.

„Ich biete bewusst nur Sachen an, mit denen ich mich auskenne“, sagt Pascal. Spezialisierte Lieferanten gehören ebenso zum Konzept wie die täglich frischen Kuchen und herzhaften Gebäckstücke. Die faire Preisgestaltung sucht dabei ihresgleichen. In der Weihnachtszeit werden selbst gemachte Lebkuchen und Glühwein angeboten – vor allem anlässlich der Jazz-Jam-Runde, die unregelmäßig Samstags stattfindet.

Mehr Informationen zum La Ola in unserer Rubrik Essen und Trinken!

Sebastian Linstädt E-Mail

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