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Stadt lädt Bürger zum Tag der offenen Tür ein

Mit der Kehrmaschine zur Pool-Party - 09.10.2009

2007 kamen 100 000 Besucher zum Tag der offenen Tür der Stadt. Wie viele es in diesem Jahr sein werden, wussten bei der Programmvorstellung von «Die Stadt live» gestern weder OB Ulrich Maly (l.) noch Peter Pluschke noch Hund Zorro.

06.02.2011 © Gerullis


Am 16., 17. und 18. Oktober können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen von städtischen Dienststellen, privaten Organisationen, Institutionen, Verbänden und Vereinen werfen. Bereits zum 43. Mal öffnen sie ihre Türen; 150 meist kostenlose Angebote wird es geben.

Die zentrale Veranstaltung, die am Sonntag, 18. Oktober, von 10 bis 17 Uhr auf dem Hauptmarkt stattfindet, steht unter dem Motto «Umwelt erleben». 50 Gruppen präsentieren sich dort, wie Umweltreferent Peter Pluschke erklärte. Schwerpunkte bilden die Bereiche Pflanzen und Tiere in der Stadt. Ein weiterer Punkt wird ökologische Landwirtschaft sein. Sie ist auch das Thema einer Gesprächsrunde um 15.30 Uhr. An dieser werden unter anderem OB Maly, Peter Pluschke sowie Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu, teilnehmen. Hundert Prozent Bio sind auch die kulinarischen Angebote auf dem Platz vor dem neuen Rathaus.

Eine Mischung aus Unterhaltung und Information wird es auf zwei Bühnen geben, darunter Musik und Tanz sowie alltagstaugliche Anregungen für den Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Für die Kleinen gibt es Gewinnspiele, Bastelaktionen, ein Mitmachlabor, ein Wassermobil, einen Kletterturm und mehr. Elektromobile können getestet werden. Wer erfahren will, wie der Service Öffentlicher Raum (SÖR) die Stadt sauber zu halten versucht, kann zu dessen Stand kommen. Dort können Kinder mit Kleinkehrmaschinen vor der Tür des OB reinemachen. Eine Ausstellung der Wasserwirtschaft zeigt das Katastrophenhochwasser vor genau 100 Jahren. Besucher können bei Lightcycle Retourlogistik ihre alte Energiesparbirne gegen eine essbare Birne eintauschen. Hund Zorro ist auch auf dem Hauptmarkt. Er gehört mit seinen vierbeinigen Kollegen zu einer Initiative von Hundehaltern, die Schulen besuchen und Kindern den Umgang mit Hunden erklären.

Für OB Maly ist der Tag der offenen Tür «eine Leistungsschau der kommunalen Daseinsvorsorge». Denn schließlich begleiteten städtische Einrichtungen die Bürger von der Geburt (im Klinikum) bis zum Grab (Krematorium). «Wir wollen auch zeigen, was wir mit den Steuergeldern machen», sagt das Stadtoberhaupt. «Deswegen ist mir dieser Tag sehr wichtig.» An allen drei Tagen öffnen zahlreiche Einrichtungen ihre Türen. Hier eine (kleine) Auswahl: Was sich auf dem Gelände der AEG an der Muggenhofer Straße verändert hat, ist bei einer Führung am Freitag um 16 Uhr zu entdecken. «Rathaus Live» heißt es am Sonntag. Unter anderem stehen OB Maly, Bürgermeister Horst Förther und Wolfgang Köhler, Referent für Allgemeine Verwaltung, Rede und Antwort; alle Fraktionen öffnen ihre Büros.

Wer es künstlerisch mag, geht am Freitag zur Vernissage von Goho, den 7. Gostenhofer Atelier- und Werkstatttagen. Goho bietet am Sonntag auch Werkstattbesuche bei Künstlerinnen und Künstlern sowie Führungen an. In den Wald geht es bei einem geführten Spaziergang am Samstag mit dem Forstbetrieb.

Im Südstadtforum wird indes Vergessenes versteigert. Am Samstag und Sonntag ermöglichen die Altstadtfreunde einen Blick in das sanierte Dr.-Erich-Mulzer-Haus in der Weißgerbergasse 10. Auch neue Einrichtungen wie der Südpunkt können (am Samstag) erkundet werden. Für Sportliche ist der Postsportverein im Sportpark Ebensee der richtige Platz. Dort gibt es ein 24-Stunden-Schwimmen von Samstag 9 Uhr bis Sonntag 9 Uhr – inklusive Pool-Party.

Wo der Müll landet, erfahren Besucher am Sonntag in der Müllverbrennungsanlage, wohin sie vom Hauptmarkt mit Bussen chauffiert werden. Wer mag, darf in einem Müllauto oder in der Werkseisenbahn mitfahren.

Das Programm ließe sich endlos fortsetzen. Alles – von «Altenhilfe» bis «Zugang zu den USA» finden Sie im Internet unter www.nuernberg.de oder in dem Heftchen mit dem Titel «Die Stadt live», das in den Infomaterial-Ständern der Rathäuser und in den VAG-Verkaufsstellen ausliegt.

Claudia Urbasek

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