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Ein Blick ins alte Ägypten

Zirndorfer Realschüler drehen einen Film für den Pharao-Wettbewerb - 16.12.2013 10:00 Uhr

Eine Szene des Pharaofilms zeigt eine Mumifizierung.

16.12.2013 © Berny Meyer


Im Keller der Realschule Zirndorf herrscht reges Treiben. Hier wird ein Lidstrich nachgezogen oder das gelb glänzende Gewand zurechtgezogen, dort werden Teelichter angezündet und ein Tisch mit feinen Stoffen dekoriert. Auf diesem liegt er: der Leichnam eines Pharaos mit täuschend echter Goldmaske aus Karton. Wir befinden uns in Ägypten zur Zeit von Tutanchamun viele Jahre vor Christi Geburt.

Die Achtklässler sind gerade dabei, eine von sechs Szenen ihres Filmes zu drehen, die Mumifizierung. Was das soll? Ganz einfach: Eine Schülerin hat vor einigen Wochen vom Pharao-Wettbewerb unserer Zeitung und den Veranstaltern der Tutanchamun-Ausstellung gelesen – und hat ihre Geschichtslehrerin davon überzeugt, daran teilzunehmen. Die Schüler waren so motiviert, da spielte es keine Rolle, dass Ägypten Schulstoff in der 6. Klasse ist und nicht in der achten, findet Lehrerin Annette Köhler. Zudem gibt es tolle Preise wie eine Fahrt nach Berlin, einen Ausflug ins Legoland oder einen Tag in Geiselwind zu gewinnen.

Ab in die Zukunft

Die Klasse hatte zwei Ideen für den Wettbewerb: einen Film und eine ägyptische Bravo. „Es geht darum, dass ein Ägypter in die Zukunft reist und bei uns Schülern in der heutigen Zeit auftaucht“, erklärt Laura (13) das Drehbuch. Die Jugendlichen berichten dem Mann aus der Vergangenheit, wie das Hier und Jetzt funktioniert. Und er nimmt die Schüler mit ins alte Ägypten – zum Beispiel zu einer Mumifizierung. „Damals wurde der Leichnam gewaschen, das Gehirn und weitere Organe entnommen und in Tonkrüge gelegt“, beschreibt Laura, wie eine Filmszene abläuft.

Dieser Vorgang wird von hinten gefilmt, die Plastik-Organe hat ihr Mitschüler und Kameramann Fabian während Halloween besorgt. Die Kulisse haben die Schüler nach Bildern, die sie aus Büchern kennen, nachgebaut. In der Tutanchamun-Ausstellung haben sie sich außerdem über Werkzeuge und Kleidung zur damaligen Zeit informiert, damit alles auch ägyptisch wirkt.

So soll auch der zweite Wettbewerbsbeitrag der 8f aussehen: die Zeitschrift „Ägypto“, die an die Bravo anlehnt. „Wir haben mehrere Bravos durchgeschaut und uns überlegt, welche Themen man auf Ägypten übertragen kann“, erzählt Daria (15), die das Titelbild – den Gott Anubis – auf Papyrus gemalt hat. So findet man in dem Heft ein Star-Interview mit dem Pharao, Autogrammkarten von Aton, Nofretete sowie Isis und verschiedene Rätsel rund um das Thema Ägypten.

In der Mache ist gerade noch die Foto-Lovestory über Nofretete und einige Götter sowie die Fragen an Dr. Harachte. „Das ist der Sonnengott, er ist unser Dr. Sommer und beantwortet Fragen von Jugendlichen, die sich zum Beispiel in einen Gott verliebt haben und nicht wissen, was sie nun tun sollen“, verrät Daria.

Bis 13. Januar haben die angemeldeten Klassen Zeit, ihre Werke an uns zu schicken. Am 17. Januar kürt die Jury drei Siegerklassen im Foyer der Tutanchamun-Ausstellung.

STEFANIE GOEBEL

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