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Futter als Energielieferant

Im 6. Teil der Energie-Serie geht es um Biogas - 19.03.2012

Feld mit Ackerpflanzen: Tierfutter oder Energielieferant? © le Claire


Biogas enthält 60 Prozent Methan, das zur Energie-Erzeugung verbrannt werden kann. Es wird zum Beispiel in kleinen Blockheizkraftwerken für die Strom- und und Wärmeerzeugung genutzt. Auf Erdgasqualität angereichert, das heißt mit mindestens 90 Prozent Methan, kann es sogar direkt ins Erdgasnetz eingespeist werden.

Aber wie wird Biogas erzeugt? Das Gas entsteht in Biogasanlagen, deren charakteristische halbrunde Kuppeln ihr ab und zu in der Landschaft sehen könnt. Dort wird sogenannte Biomasse vergoren. Das sind entweder pflanzliche Abfälle oder speziell dafür angebaute Ackerpflanzen wie Mais.

In mehreren Stufen zersetzen Mikroorganismen wie Bakterien die pflanzlichen Stoffe bis zum Erdgas. Doch ist nicht alles gut, was bio ist: Ein kritischer Aspekt ist die Nutzung reiner Energiepflanzen auf Kosten von Ackerflächen zur Lebens- und Futtermittelproduktion. Zudem ist Methan ein hochwirksames Treibhausgas.

In Biogasanlagen können mit Ausnahme holzartiger Rohstoffe nahezu alle organischen Substanzen (Biomasse) unter Luftabschluss zu Biogas vergoren werden.

Umwandlung in Methan

In den Faulbehältern (Fermenter), die für Biogasanlagen charakteristisch sind, wandeln dann anaerobe Bakterien in einem mehrstufigen Vergärungsprozess die Substanzen in Methan und Kohlenstoffdioxid um.

Während des Gärens wird ständig umgerührt, die Temperatur beträgt dabei zwischen 35 und 40 Grad. Die vergorenen Reste sind ein guter Dünger für Äcker und Felder.

  

OTTMAR KÖGEL

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