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Globaler Klimastreik: Das ist heute in der Region geplant!

Unter #allefürsklima ruft die FFF-Bewegung alle Generationen zur Demo auf - 20.09.2019 07:50 Uhr

Weltweit gehen am Freitag Klima-Aktivisten auf die Straße - auch in Nürnberg, Erlangen und Fürth sind Demos geplant. © Günter Distler


Die Ferien sind vorbei, und die Umwelt-AGs an den Schulen nehmen wieder ihre Arbeit auf. Auch außerschulisch stehen bei den "Fridays for Future" (FFF)-Aktivisten wieder Streiks und Aktionen an. Doch blicken wir erst mal zurück auf die vergangenen sechs Wochen, in denen die jungen Umweltschützer nicht auf der faulen Haut lagen – wie von einigen Kritikern vermutet.

Kommentar: Warum Greta Thunberg so wichtig ist!

An diesen Orten sind derzeit Klimastreiks für den Freitag geplant:

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Beim ersten mehrtägigen Sommerkongress in Dortmund etwa waren 25 Teilnehmer aus Nürnberg und Erlangen dabei, um Workshops zu besuchen und sich in Umweltthemen weiterzubilden. Dann fanden zum Beispiel in Erlangen einige Sommeraktionen statt wie Workshops zu "rechtlichen und familiären Problemen wegen FFF" und "Upcycling", ein Vortrag zu "Fast Fashion" oder gemeinsames Müllaufsammeln. Zuletzt organisierte die Ortsgruppe eine 24-stündige Mahnwache mit symbolischem Sterben sowie Fahnen- und Plakatemalen. In Nürnberg konnte man in den Ferien an einigen Veranstaltungen teilnehmen: "Films for Future" im Casablanca-Kino, Baumgieß-Aktion, Plenumstreffen, Kreide-Aktion und Unterstützung der radelnden Critical Mass oder der Christopher-Street-Day-Parade.

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Klimastreik während der Arbeit: So denken Arbeitnehmer

Für Freitag, den 20. September, ruft "Fridays For Future" zum globalen Klimastreik auf. Auch Arbeitnehmer sind dazu aufgerufen, für mehr Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Streiken während der Arbeitszeit? Was Bürger davon halten und ob der Arbeitgeber das erlaubt, haben wir in unserer Umfrage in der Nürnberger Innenstadt gefragt.


"So viele Leute wie nie zuvor"

Nun steht der nächste weltweite Streik bevor: Am kommenden Freitag, den 20. September, sind unter dem Motto #allefürsklima generationsübergreifend alle zum Klimastreik aufgerufen. In Nürnberg geht es um 12.05 Uhr an der Lorenzkirche los. "Denn es ist fünf nach zwölf, sich um das Klima zu kümmern", sagen die Veranstalter, die hoffen, dass viele Arbeitnehmer in der Mittagspause mitdemonstrieren.

Greta Thunberg mit Amnesty-Menschenrechtspreis ausgezeichnet

In Erlangen sollen um 11 Uhr "so viele Leute wie nie zuvor" auf dem Schlossplatz mobilisiert werden. In Fürth startet die Demo um 16 Uhr am Dreiherrenbrunnen in der Fußgängerzone. Der Demonstrationszug bewegt sich am Rathaus vorbei zum Grünen Markt. Solidarisch zeigen sich das evangelische Dekanat in Fürth und das Welthaus, die den Aufruf zur Demo unterstützen. Dekan Jörg Sichelstiel lädt um 12 Uhr zusätzlich zur Andacht in die Kirche St. Michael, das Welthaus schließt während der Andacht (von 12 bis 13 Uhr) sowie zur Demo ab 16 Uhr. In Stein trifft man sich am Forum Stein in der Hauptstraße 26 ab 15 Uhr zum Klima-Streik.

In Gunzenhausen starten die Klima-Aktivisten um 14.30 Uhr am Oettinger Parkplatz zu einer Fahrraddemo. Zum Schluss gibt's am Marktplatz eine Kundgebung.

In Neustadt beginnt um 13.15 Uhr am Schulzentrum der Zug durch die Stadt bis zum Marktplatz, wo wiederum eine freie Kundgebung veranstaltet wird. Bereits um 11.55 Uhr findet auch auf dem Marktplatz in Bad Windsheim einer der globalen Klimastreiks statt. Zu einer weiteren Demo wird um 19 Uhr vor das Rathaus in Emskirchen eingeladen.

Um 13 Uhr starten Demos jeweils am TSV-Parkplatz Dinkelsbühl, in Ansbach am Martin-Luther-Platz und am Rothenburger Marktplatz. In Forchheim starten die Aktivisten dagegen schon um 12 Uhr auf dem Le Perreux Park, und in Pegnitz am Rathausplatz um 13.15 Uhr. Zusätzlich wird in Schwabach um 16 Uhr auf dem Schulhof der Wirtschaftsschule, in Amberg um 14 Uhr im Maltesergarten und in Neumarkt in der Oberpfalz am Rathausplatz um 15.30 Uhr zu Kundgebungen eingeladen. In Feuchtwangen trifft man sich um 13.15 Uhr am Schulzentrum im Dr.-Hans-Gütlein-Weg.

Quiz zu Fridays for Future: Wie gut kennen Sie die Umwelt-Bewegung?

© HANNA FRANZEN/AFP

Die Fridays-for-Future-Bewegung ist in aller Munde. Aber wofür kämpft sie? Wer ist Initiator? Das und viel mehr möchten wir in unserem Quiz von Ihnen wissen!

© Susan Walsh, dpa

© Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Frage 1/10:

Woher kommt Fridays-for-Future-Gründerin Greta Thunberg?

Zum Einstieg eine zugegeben einfache Frage - Greta Thunberg wurde am 3. Januar 2003 im schwedischen Stockholm geboren.

© Ralf Maro, epd

© Christian Ditsch, epd

Frage 2/10:

Wann fand der erste weltweit organisierte Klimastreik statt?

Ein wenig hat es zwar gedauert, bis die Fridays-for-Future-Bewegung auch international große Wellen schlug - am 15. März 2019 war es dann aber soweit. Fast 1,8 Millionen Menschen nahmen weltweit an den Demonstrationen teil.

© Kirsty Wigglesworth

© NICHOLAS KAMM, AFP

Frage 3/10:

Wie lange dauerte Thunbergs Atlantik-Überquerung mit dem Segelschiff?

Thunberg verzichtet auf Flugreisen, weil auf diesen besonders viele klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen werden. Deshalb entschied sie sich dazu, den Weg über den Atlantik per Hochsee-Segeljacht auf sich zu nehmen. Die Überfahrt dauerte zwei Wochen.

© Christoph Schmidt/dpa

© dpa

Frage 4/10:

FFF wurde gegründet, um das Ziel aus dem Pariser Übereinkommen sicherzustellen. Wie lautet ein Ziel?

Ursprünglich hatten sich die Länder auf zwei Grad geeinigt, es später aber auf Drängen einiger Staaten sogar verschärft.

© ANDREW CABALLERO-REYNOLDS, AFP

© Susan Walsh, dpa

Frage 5/10:

Wann verweigerte Greta Thunberg den Unterrichtsbesuch zum ersten Mal, um zu streiken?

Obwohl die Bewegung durch ihre Freitags-Streiks bekannt geworden war, fand Thunbergs erster Streik tatsächlich an einem Montag statt. Der Grund dafür ist simpel: Es war der erste Schultag nach den Ferien.

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© Christian Mangvia www.imago-images.de, imago images / Christian Mang

Frage 6/10:

Fridays for Future versteht sich als "Graswurzelbewegung". Was bedeutet das?

Der Begriff kommt aus dem angloamerikanischen Sprachraum ("grassroots movement").

© via www.imago-images.de, imago images / Joko

© Daniel Naupold, dpa

Frage 7/10:

Gestreikt wird immer Freitags. Aber wieviele Freitage hat das Jahr 2019 überhaupt?

Das Jahr 2019 hat 52 Freitage. Fun fact: 2019 gab es jeden Wochentag nur 52-mal, außer den Dienstag - den gab es 53-mal. 53 Freitage hatte zuletzt übrigens das Jahr 2016.

© NICHOLAS KAMM, AFP

© Kay Nietfeld, dpa

Frage 8/10:

Welcher deutsche Politiker bezeichnete Klimapolitik als "Sache für Profis"?

"Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen.", so Lindner, der dafür mächtig Kritik erntete.

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© Die PARTEI

Frage 9/10:

Die PARTEI warb auf einem Wahlplakat mit "Fridays for Futur 2". Welcher Satz wäre dann korrekt?

Futur 2 ist die vollendete Zukunft, dementsprechend wäre "Die Welt wird untergegangen sein" korrekt.

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© Uncredited/Vatican Media/AP/dpa

Frage 10/10:

Was stand auf dem Zettel, den Greta Thunberg bei ihrer Audienz beim Papst hochhielt?

© HANNA FRANZEN/AFP

Lust auf ein weiteres Quiz?

Dann hier entlang!

Zudem soll an den dritten globalen Streik eine "Week4Climate" anschließen mit täglichen Aktionen und Demos, abwechselnd in Nürnberg, Fürth und Erlangen.

Anlass dafür ist, wie die Fürther FFF-Aktivisten erklären, zum einen der UN-Klimagipfel, der vom 21. bis 23. September in New York über die Bühne geht und auf dem grundlegende Entscheidungen für die kommenden Jahre getroffen werden. Zum anderen will man auf den Maßnahmenkatalog reagieren, den die Bundesregierung am 20. September präsentiert. Er soll zeigen, wie Deutschland die Klimaziele bis 2030 einhalten kann.

Am 27. September folgt als Abschluss eine Demo zum Thema "Earth". Diese startet mit einem Sternenmarsch jeweils um 11.15 Uhr an der Adam-Kraft Realschule, am Hans-Sachs Gymnasium und Dürer Gymnasium. Am Kornmarkt treffen sich die Gruppen und ziehen dann weiter durch die Stadt.

Bilderstrecke zum Thema

Fridays for Future: Schüler demonstrieren am Jakobsplatz

Es geht um eine bessere Fahrradpolitik, für die sich die Demonstranten der "Friday for Future"-Bewegung auf dem Nürnberger Jakobsplatz einsetzen. Rund 150 Schüler waren am Freitag, 5. Juli, vor Ort, um sich öffentlich für einen Wandel der Klimapolitik einzusetzen.


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