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Herr Piazolo, reden Sie klarer!

Der Begriff „Distanzlernen“ stiftet Verwirrung - 17.12.2020 14:18 Uhr

Kultusminister Michael Piazolo sorgte mit der Einführung des Wortes "Distanzlernen" bei Lehrkräften und Eltern für Aufregung. 

18.09.2020 © Sven Hoppe, dpa


Der Gewinner im Kampf um den Aufreger der Woche lautet: „Distanzlernen“. Das Wort, ins Leben gerufen vom Kultusministerium, war draußen – und das Geschrei ging los. Weil sich alle Betroffenen fragten: „Was bitte soll das schon wieder sein?“.

Deshalb mein dringender Appell an Herrn Piazolo: Formulieren Sie klarer! Ihr Vorhaben war ja gut gemeint. Sie wollten Schulen von einer Pflicht zum Distanzunterricht befreien, weil die technischen Voraussetzungen vielerorts fehlen (ja, das ist eine Kritik). Wenn Sie aber mehr Verwirrung stiften, als Druck nehmen, liegt der Fehler eindeutig in einer mangelhaften Kommunikation (hier die Reaktion des Ministerpräsidenten Markus Söder).

Wir sind emotional, sozial und viele auch finanziell überfordert, unsere Nerven sind in permanentem Alarmzustand. Unterschätzen Sie die Psyche der Menschen nicht. Jede Verunsicherung sorgt für Überreaktionen, dabei sollten wir vor allem eines: Ruhe bewahren. Bei der Diskussion um das Wort Distanzlernen geht es um drei (!) Tage. Wir alle sollen und dürfen die Politik kritisch bewerten. Aber mit dem gleichen Prinzip, das wir unseren Kindern beibringen: Erst zuhören, dann denken, und dann sprechen.

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