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Ideale Wärmedämmung nach Eisbärenart

Wir präsentieren euch tolle Arbeiten vom diesjährigen mittelfränkischen Wettbewerb "Jugend forscht" - 21.02.2014

Moritz Eder © Harald Sippel


Beim mittelfränkischen Teil von „Jugend forscht“ – mit 94 Teilneh­mern und 63 Projekten – qualifizier­ten sich folgende Sieger für den bayerischen Landeswettbewerb vom 7. bis 10. April in München: Daniel Ziegler (17) vom Leibniz-Gymnasium Altdorf im Fach Arbeitswelt; Elise Puchta (18, Biolo­gie) und Nacar Duygu (20, Phy­sik), beide vom Willstätter-Gmna­sium Nürnberg; Andreas Wendler (17, Mathe, Ohm-Gymnasium Erlan­gen), Johannes Zeitler (17, Technik, Friedrich-Alexander-Gymnasium Neustadt/Aisch).

Gewonnen hat außerdem Moritz Eder (17, Biolo­gie) vom Platen-Gymnasium Ans­bach. In seiner W-Seminararbeit sollte er  das Thema „Eisbärenfell als Wärmedämmung“ behandeln. Die Idee dieser natürlichen Dämmung hat ihn dabei so mitgerissen, dass er ihr weiter nachging und sein Ergebnis bei „Jugend forscht“ vorstellte.

Natürlich kann man sein Haus nicht mit echtem Eisbärenfell isolieren, weswegen Moritz die hohlen Haare des Eisbären durch versilberte, 2,5 Zentimeter lange Plastikröhrchen ersetzte. Mit 12000 Stück dieser Röhrchen dämmte er ein Modellhäuschen und verglich dessen Dämmverhalten mit einer herkömmlichen Styropor-Isolation.

Dafür machte er Tests bei bewölktem Wetter und bei Sonnenschein. Ergebnis: Das Eisbärenfell-Häuschen heizte sich bei Sonnenschein sehr schnell von selbst auf. Und es konnte die Wärme bei bewölktem Himmel länger halten als das Styroporhäuschen. Die Idee ist zwar noch nicht vollkommen ausgereift. Aber sogar für die überschüssige Wärme, die bei Sonnenschein entsteht, hätte Moritz Verwendung – nämlich für die Warmwasserversorgung.

Nina Gleußner © Harald Sippel


Ich bin halt ein Mädchen, und da hab ich zu Hause sicher eine ganze Schublade voll mit Lippenstiften“, erklärt Nina Gleußner (17) vom Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg , wie sie auf die Idee gekommen ist, Lippenstift mit Naturfarben herzustellen.

Aber nicht nur das hat sie zu ihrem Projekt angeregt, sondern auch die Tatsache, dass man sich zerquetschte Schildläuse auf die Lippen schmiert, wenn man kardinalroten Lippenstift aufträgt. Bei Ninas Versuchen dienten Tee, Karotten und Rote Bete als Färbemittel.

Später zeigte sich aber, dass nur Tee zur Lippenstiftproduktion geeignet ist. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durch verschiedene Wachse verfestigt sich der Lippenstift und hat sogar pflegende Eigenschaften. Warum sollte man sich da noch mit Läusen schminken?

Laura Becker © Harald Sippel


Lavendel, Herzgespann, Zitronenmelisse, Baldrian, Hopfen, Walderdbeere Passionsblume – klingt alles ziemlich gesund. Und ist in dem „Abi goes calm“-Tee drin, den Laura Becker vom Willstätter-Gymnasium Nürnberg zusammengemixt hat. „Der beruhigt die Nerven, lindert den Stress und hilft beim Einschlafen“, versichert die 18-Jährige, die im Sommer ihr Abi machen wird.

Laura hält wenig von den diversen Beruhigungspillen, die so im Umlauf sind. „Die mögen zwar helfen, aber die Nebenwirkungen sind schädlich für den Körper. Daher habe ich nach einer natürlichen Methode gegen die Aufregung gesucht. “ Und die Lösung in einer Kräutermischung gefunden, mit der sie im Fach Biologie antrat. Laura hat die Pflanzen selbst gezüchtet oder im Wald gesammelt und dann daheim getrocknet.

Mit Hilfe der vorhandenen Literatur suchte sie nach dem optimalen Mischungsverhältnis. Anschließend kamen Tests mit Leuten aus der Nachbarschaft, darunter zwei Studenten. „Denen hat mein Tee im Klausuren-Stress sehr geholfen“, sagt Laura. Natürlich wird sie ihren Tee auch selbst trinken, wenn in ein paar Monaten das Abi ansteht. Und was wird sie dann studieren? „Biologie sicher nicht“, meint Laura, „das Fach hab’ ich jetzt nicht mal in der Schule. Ich möchte lieber Architektur machen.“

 

SANDRA WENING

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