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Mit Windrädern das Handy aufladen

Im 7. Teil der Energie-Serie geht es um die CO2-freie Stromerzeugung aus Windkraft - 26.03.2012 07:29 Uhr

In Windparks wie hier in Belgien können viele Windräder zusammengeschlossen werden. © AFP


Denkt ihr bei Windenergie an Windmühlen, dann liegt ihr gar nicht so falsch! An windreichen Orten auf dem Land wurden die ersten modernen Windräder aufgestellt. Heute werden ganze Windparks im Meer errichtet. Dort bläst der Wind nämlich viel stärker als an Land und vor allem ziemlich gleichmäßig.

Deutschlands Nordseeküste befindet sich sogar unter den weltweit besten Standorten für Windkraft. Im Winter liefert die Energie der bewegten Luftmassen satte Windkraft. Im Sommer noch halb so viel.

Erste Wahl

An der Küste weht der Wind mit durchschnittlich 36 km/h. Hightech-Windmühlen können aber bereits ab Windgeschwindigkeiten von wenigen km/h Strom abgeben.

Unter dem Blickwinkel des Klimaschutzes sind Windräder ebenso erste Wahl. Durch den Einsatz vieler bewährter Techniken kann die Herstellung äußerst schadstoffarm erfolgen und Windturbinen selbst erzeugen keinerlei CO2.

2011 ging der erste deutsche Windpark Baltic 1 vor der Ostseeküste in Betrieb.

Doch wie erzeugt man aus Wind Strom? Das Kernstück einer Windkraftanlage ist der Rotor, der die Bewegungs-Energie des Windes in Rotationsenergie umsetzt. Wenn sich die Rotoren durch die Luft schrauben, hört ihr ein tiefes Brummen.

Ein Generator wandelt die Drehbewegung in elektrischen Strom um. Er ist in der Gondel untergebracht und über die horizontale Rotorachse mit dem meist drei-blättrigen Rotor verbunden. Die Gondel ist stets optimal zur herrschenden Windrichtung ausgerichtet.

Moderne große Windkraftanlagen haben Rotordurchmesser von über 100 Metern und Generatoren mit Leistungen von einigen 100 Kilowatt bis zu fünf Megawatt. Mit den größten offshore (das heißt küstennah) aufgestellten Anlagen lassen sich rund 50000 Haushalte mit Strom versorgen.

Windanlagen vor Deutschlands Küsten sollen einmal die Leistung von zehn Großkraftwerken ersetzen.

Mit Turmhöhen von bis zu 120 Metern erreichen Windkraftanlagen Gesamthöhen von ungefähr 180 Metern.

Windparks bieten Vorteile

Der Trend geht dahin, viele Windräder zu sogenannten Windparks zusammenzuschließen. Das bringt technische wie logistische Vorteile. In den nächsten Jahren sollen Dutzende solcher Parks auf der Ost- und Nordsee entstehen. 2012 werden bereits weitere Windparks, wie Borkum II 90 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum, errichtet.

Falls ihr euch für alle möglichen naturwissenschaftlichen Themen interessiert, surft doch mal auf www.pumping-physics.de vorbei.

OTTMAR KÖGEL E-Mail

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