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Preise für Schüler aus Mittelfranken

Beim Europäischen Wettbewerb dürfen Jugendliche kreativ Kritik an der Politik üben - 27.08.2019 15:40 Uhr

Madlen Hierold setzte ihre politische Forderung im Gemälde zum Thema „Streetart – Vandalismus, Protest oder Kunst?“ um und wurde als eine der Besten geehrt. © Repro: Madlen Hierold


"YOUrope – es geht um dich!" lautete das Motto des 66. Europäischen Wettbewerbs, bei dem 70 057 Schüler ihre Forderungen an die Politik kreativ umsetzten – mit Bildern, Plakatkampagnen, Videos, selbst komponierter Musik, Poetry Slams oder internationalen Projekten. 32 Einreichungen beim ältesten Schülerwettbewerb Deutschlands sind sogar als "Beste Arbeit" ausgezeichnet worden – 13 von der Bildjury, zehn von der Text- und neun von der Medienjury.

Auch Madlen Hierold aus Schwarzenfeld bei Schwandorf war unter den Besten – mit ihrem Gemälde zum Thema "Street Art – Vandalismus, Protest oder Kunst?" Die 18-Jährige hat gerade ihr Abitur an der Fachoberschule in Weiden gemacht, auf der sie den Gestaltungszweig belegte.

"Ich zeichne und male, seit ich denken kann. Am liebsten würde ich an der Nürnberger TH Design studieren", erzählt die Abiturientin, die es erst gar nicht glauben konnte, dass ihr Werk als "Beste Arbeit" gekürt wurde. Ihr Preis war eine Reise nach Berlin mit Museumsbesuch und Graffitikurs, die am Ende des Schuljahres stattfand.

20 000 Arbeiten aus Bayern

Aus Bayern wurden fast 20 000 Arbeiten bei dem Wettbewerb eingereicht. Bei der Preisverleihung der mittelfränkischen Landessieger in Treuchtlingen erhielten 217 Teilnehmer ihre Urkunden und kleinere Preise. Insgesamt 1700 der über 70 000 Einsendungen wurden an die Bundesjury weitergeleitet. Dass auch ihr Werk darunter war, hat Jessica Schambeck aus Neustadt/Aisch "sehr gefreut. Ich war überglücklich", erzählt sie.

Die 16-Jährige kommt in die 11. Klasse am Friedrich-Alexander-Gymnasium und hat schon zweimal bei dem Wettbewerb mitgemacht, beim dritten Versuch ergatterte die Schülerin einen Reisepreis, der sie wie Hierold nach Berlin führte. Schambeck erstellte ein Bild zum Thema "Dear Mr. President. Was würdest du den Verantwortlichen in Europa gerne mitteilen und wie?"

"Ich mache auf verschiedene Probleme aufmerksam", sagt sie. Ihr Werk zeigt zum Beispiel eine Robbe im Plastikmüll, die Flüchtlingskrise, die Verschmutzung der Meere und die Ausbeutung der Mitarbeiter in Textilfabriken in Fernost. "Ich kann mich mit meinen Bildern besser ausdrücken als mit Worten." So möchte die Schülerin auch beim 67. Europäischen Wettbewerb mitmachen, dessen Motto schon feststeht: "EUnited – Europa verbindet". Die Teilnehmer sollen sich auf das besinnen, was uns Europäer verbindet. Der Einsendeschluss ist am 10. Februar 2020; mehr Infos stehen im Internet unter www.europaeischer-wettbewerb.de

Weitere Bundessieger aus der Region sind: Annemarie Sichermann aus Ansbach, Amelie Dormer, Emma Lemberger und Katerina Ghalachyan aus Gunzenhausen, Hannah Schober und Lina Winkelmann aus Herzogenaurach, Magdalena Mitländer aus Langenzenn, Luisa Ortner, Maja Tschirner und Lena Pfeiffer aus Neustadt/Aisch, Sisko Pohl, Karlotta Pöschko, Jana Kowalow, Lilly Faupel und Victoria Teichgräber aus Nürnberg sowie Dorothea und Korbinian Mitländer aus Wilhermsdorf. 

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