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Schönes System mit großen Schwächen

Ein Campus-Gezwitscher zum Parkplatz an der Hochschule Ansbach - 08.01.2015 17:18 Uhr

Das übliche Bild am Hochschulparkplatz in Ansbach: Nichts geht mehr, die Schranke bleibt geschlossen. © Christoph Zörkler


Viele Studenten brauchen viel Platz, die vorhandenen Wohnheime sind längst überlaufen und auch der hochschuleigene Parkplatz reicht nicht für den täglichen Pendleransturm. Erst im vorigen Sommer wurden zwar einige neue Stellplätze geschaffen. Die Hoffnung war groß, dass sich dadurch eine Besserung ergibt. Doch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt.

Jeden Morgen dasselbe Bild: Lange Schlangen vor der Schranke an der Einfahrt, die Ampel leuchtet rot, doch von außen sind oftmals noch freie Parkplätze zu sehen. Durch den Einbau neuer Induktionsschleifen vor der Schranke gibt es nun auch keine Möglichkeit mehr, das System zu überlisten.

Wer pünktlich zur Vorlesung im Hörsaal sein möchte, dem bleibt nur die Suche nach Alternativen. Diese Suche endet meist im angrenzenden Wohngebiet oder im kostenpflichtigen Brückencenter-Parkhaus nebenan. Aber auch im Wohngebiet sind die Plätze rar gesät: Anwohnerparkplätze, Parkverbote und die genervt blickenden Bewohner, wenn wieder ein Student sein Auto vor dessen Haus abstellt.

Dazu kommt der relativ weite Fußweg zum Campus und den Hochschulgebäuden. Das Parkhaus ist dann meist die einfachste und unkomplizierteste Lösung. Allerdings nur auf den ersten Blick. Zwar mögen die Parkkosten des Einkaufszentrums recht human sein, doch die Geldbeutel der Studenten sind bekanntlich nicht so prall gefüllt – und auf Dauer wird auch das zum Problem. Der eigentlich tolle Service der Hochschule, dass Studenten kostenlos parken dürfen, verpufft.

Neulich, als das Schrankensystem mal defekt war, konnte man sehen, was möglich ist und wie man den Parkplatz effektiv nutzen kann: Jeder Student konnte unbeschrankt auf den Parkplatz fahren  und nur die wenigsten fuhren wieder hinaus, weil sie keinen Parkplatz fanden.

Denkbare Lösungen gibt es: zum Beispiel eine längst überfällige Optimierung des Zählsystems, damit keine Stellplätze leer bleiben. Oder eine Kooperation mit dem Brückencenter, um Studenten verbilligtes Parken zu ermöglichen. Klar ist: Es muss sich etwas ändern. Die Zahl der eingeschriebenen Studenten steigt von Jahr zu Jahr.

CHRISTOPH ZÖRKLER

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