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Was ist eigentlich der Islam?

Ein Professor erklärt in der Kinder-Uni, wie die Religion entstand - 25.11.2015 17:44 Uhr

Der Koran ist die Heilige Schrift des Islams. Er ist in arabischer Schrift verfasst und man liest ihn von unten rechts nach links oben!

© dpa


Ähnlich wie im Christentum und im Judentum gibt es nur einen Gott im Islam, der heißt Allah. Aber es gibt viele Namen für Allah: 99 verschiedene. Zum Beispiel wird er auch der Barmherzige, der Vergeber, der Befreiende oder der Geduldige genannt. Allah ist im Islam derjenige, der die Welt erschaffen hat.

Das ist unsere Kinderreporterin Alegra. Sie hat die Datteln im Glas probiert.

© Roland Fengler


Er ist der Schöpfer und Richter. Wie Christen glauben Muslime – so werden die Leute genannt, die den Islam als Religion haben – auch an das Jüngste Gericht, an das Paradies und die Hölle. Die Religion der Muslime basiert auf fünf Säulen: dem Glaubensbekenntnis, den Gebetsrufen, dem Fasten, der Armensteuer und der Pilgerfahrt. Den Islam gibt es etwa seit dem 7. Jahrhundert. Um 610, so sagen Überlieferungen, hat der Prophet Mohammed Offenbarungen von Gott bekommen. Diese hat er verbreitet. So ist die Religion im Laufe der Zeit mit eigenen Ritualen entstanden.

Eines dieser Rituale ist, dass Muslime fünfmal am Tag beten — zumindest sehr streng Gläubige. Dafür haben sie einen Gebetsteppich und einen Gebetsstein. Sie knien sich auf den Teppich und legen ihren Kopf auf den Stein. Sie beten zu fünf verschiedenen Tageszeiten: wenn die Sonne aufgeht, mehrmals tagsüber und wenn sie untergeht. Im Islam beten die Männer und Frauen in den Moscheen getrennt voneinander. Auch die Kinder beten getrennt, ab einem Alter von zwölf oder 13 Jahren.

Außerdem gibt es einen Fastenmonat. Der heißt Ramadan. Einen Monat lang dürfen die Erwachsenen den ganzen Tag nichts essen und trinken. Stell dir das mal vor! Kleine Kinder, Kranke oder sehr alte Menschen müssen nicht mitmachen. Wenn das Fasten vorbei ist, essen die Muslime als erstes Datteln.

„Im arabischen Raum gibt sehr viele Dattelhaine“, erzählte der Professor in der Vorlesung. Für den arabischen Kulturraum sei die Pflanze typisch. Er hat sogar welche mitgebracht. Jeder durfte probieren. Auch die geröstete Kichererbsen, die man in den arabischen Ländern isst.

Die Pilgerfahrt nach Mekka ist für die Muslime ein großes Ereignis. Drei Millionen Menschen sind gleichzeitig unterwegs. Das sind ganz schön viele. Die Muslime lesen den Koran, den liest man von rechts nach links, andersrum wie bei uns. Im Koran stehen 114 Suren. Jede Sure ist zu einem bestimmten Thema. In einer steht zum Beispiel das Gebot, dass Muslime kein Schweinfleisch essen sollen. Die ältesten Suren wiederum erzählen, wie Gott die Welt geschaffen hat — ähnlich wie in der Bibel.

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