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Horizonterweiterung auf gut Fränkisch

Bräustüberl Zur Kanne in Weißenburg - 08.04.2021 08:15 Uhr

Horizonterweiterung auf gut Fränkisch

08.04.2021 © Bräustüberl Zur Kanne


Scheint die Einrichtung der „Kanne“ inklusive Transistorradio über der Theke sich über die Jahrzehnte kaum verändert zu haben, so sorgt das Team rund um Bansemer seit 2018 für ziemlich frischen Wind – zumindest was die kulinarischen Highlights in der fränkischen Traditionsgastronomie im Zentrum Weißenburgs angeht. Denn heute findet man neben dem fränkischen Schäufele mit Knusperkruste, das es traditionell am Sonntag gibt, auch die gebratene Jakobsmuschel mit Tomatenchutney, Bacon und Balsamico auf der Karte.

„Wir kombinieren  frische regionale Produkte mit internationalen Einflüssen“ sagt Bansemer. Mit der Übernahme der „Kanne“ hat sich der leidenschaftliche Koch 2018 einen lang ersehnten Traum erfüllt: das erste eigene Restaurant. Während seines beruflichen Werdegangs im In- und Ausland konnte Bansemer in der Systemgastronomie bis zur Sterneküche wertvolle Erfahrungen sammeln. Herausgekommen ist sein ganz eigener Stil. Und der findet sich in vielen kleinen Details: von den abwischbaren dunklen Lederschürzen, die jeder der MitarbeiterInnen trägt, über die besondere Art, wie man in der Kanne seit 2018 das Schnitzel anbrät, bis hin zur persönlichen Begrüßung der Gäste durch den Küchenchef.

Regionale Esskultur erhalten und gleichzeitig Modernes fördern.“

„Ich probiere gerne mal Dinge aus und wünsche mir auch, dass ich den kulinarischen Horizont meiner Gäste erweitern kann“, sagt der bekennender Schäufele-Fan. Das gelingt dem 28-Jährigen immer wieder mit ungewöhnlichen Schmankerln wie Wolfsbarsch im Parmesanmantel, Ravioli mit Feige-Frischkäse, karamelisiertem Spargel oder Piemont-Haselnuss-Parfait. Wem läuft da nicht schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen?

Als rechte Hand des Küchenchefs kümmert sich Souschef Robin Urban neben der Kalkulation und der Kontrolle des Wareneingangs mit um die kreative Zubereitung neuer Gerichte.

Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln liegen Bansemer und seinem Team dabei ganz besonders am Herzen. Und so zaubert er aus vermeintlich minderwertigen Fleischresten, wie Sehnen, Fettdeckeln und Silberhäuten, leckere und nahrhafte Soßen und Fonds. „Genau davon kommt am Ende der Geschmack, das was das Essen eigentlich ausmacht“, ist Bansemer überzeugt.

„Ich habe ein saugutes Team, gemeinsam werden wir das schon rocken“, gibt sich der Junggastronom auch ob der Herausforderungen durch die Corona-Krise optimistisch. Trotz dunklen Geschirrs ist man vom Schwarzsehen also weit entfernt.                              

Die Unternehmensgeschichte: Schäufele 2.0

Bräustüberl Zur Kanne

08.04.2021


Inmitten der Weißenburger Altstadt liegt das seit Jahrzehnten im Original erhaltene Bräustüberl der Brauerei Schneider. Mit Marius Bansemer und seinem Team ist 2018 in die urfränkische Gaststätte eine neue Philosophie mit- eingezogen: Neben fränkischen Klassikern wie Bratwurst und Schäufele gibt‘s auch internationale Eigenkreationen der Köche.

Im gemütlichen Stüberl finden bis zu 75 Gäste  Platz. Weitere 60 Personen können sich in den warmen Monaten im Biergarten niederlassen, der 2021 zusätzlich erweitert werden soll.

Kontakt: Bräustüberl Zur Kanne, Bachgasse 15, 91781 Weißenburg,
Tel. 0 91 41 / 38 44, www.zurkanne.de, info@zurkanne-wug.de,
facebook.com/ZurKanneWug, instagram.com/marius_bansemer_zur_kanne
Unternehmensgründung: 2018, MitarbeiterInnen: 14
Geschäftsführer: Marius Bansemer

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