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Im Internet zu Hause - Ein Global Player aus Gunzenhausen

250 000 Server angeboten von Hetzner Online - 18.05.2020 08:57 Uhr

Im Internet zu Hause - Ein Global Player aus Gunzenhausen


„Wir tragen mit der Bereitstellung von Speicherplatz für Webseiten viel zum Internet bei“, sagt Christian Fitz, Marketingleiter bei Hetzner. Mit insgesamt über 250 000 Servern gehört Hetzner zu den ganz Großen in ihrem Metier. „In Deutschland gibt es wenige vergleichbar Große, und selbst weltweit sind wir in der IT-Branche gut bekannt.“

Seit 1997 stellt das Unternehmen Privat- und Geschäftskunden leistungsstarke Hosting-Produkte sowie die nötige Infrastruktur für den reibungslosen Betrieb von Websites zur Verfügung. Auch wenn sich das Unternehmen immer weiter vergrößert, wird der Standort in Gunzenhausen auch in Zukunft der Firmensitz bleiben. Gestartet im damaligen Gründerzentrum in der Industriestraße, wuchs das Unternehmen in den vergangenen Jahren stetig an, sodass man nach einem weiteren Umzug seinen Standort 2013 in die Industriestraße 25 verlegt hatte. Insgesamt hat Hetzner mittlerweile 300 Mitarbeiter, von denen rund ein Drittel in Gunzenhausen arbeiten. Weitere Standorte sind Nürnberg, Falkenstein im Vogtland und Helsinki in Finnland.

Zu den Standorten gehört neben Nürnberg und Falkenstein im Vogtland auch Helsinki.


Finnland? Ja, richtig gehört. „Der Strom, den wir für die Kühlung unserer Server benötigen, ist ein großer Kostenpunkt.“ Um so wenig wie möglich kühlen zu müssen und so auch Strom einzusparen, waren die kühlen, nordischen Länder als weiterer Rechenzentrumsstandort interessant. „Finnland ist IT-Vorreiter und verfügt somit über eine hervorragende Infrastruktur“, erklärt Fitz. Aufgrund der Nähe zum Flughafen entschied man sich dann als Server-Standort für den Ballungsraum Helsinki. Dank einem ausgeklügelten Klimakonzept kann Hetzner so zu 98 Prozent mit Außenluft kühlen. Außerdem wird überschüssige Wärme direkt für die Nutzung in den Büroräumen vor Ort verwendet.

Diese Energieeffizienz ist Teil des Erfolgsgeheimnisses von Hetzner. „Aufgrund unseres hohen Automatisierungsgrades und der Energieeffizienz können wir unsere Produkte kostengünstig anbieten.“

„Wir stehen erst am Anfang, was IT und Internet betrifft.“

Zu den Kunden gehören große Unternehmen weltweit, aber auch der kleine Bäckershop aus der Region. Eines haben sie aber gemeinsam: „Unsere Kunden schätzen besonders den direkten Kontakt mit unseren Support-Mitarbeitern. Man landet direkt im Rechenzentrum, das rund um die Uhr besetzt ist.“ Gerade die hohen Datenschutzbestimmungen in Deutschland sowie der hohe Sicherheitsanspruch sind ein Plus auch bei internationalen Kunden.

Seit einem Jahr gehören neben Martin Hetzner auch Günther Müller und Stephan Konvickova zur Führungsriege. So soll eine bessere Aufgabenteilung gewährleistet werden. Das Unternehmen wächst aufgrund des Megatrends Digitalisierung stetig an. „Erstmals sind wir jetzt sogar auf der Suche nach einem professionellen Hacker, um die Sicherheit unserer Systeme zu erhöhen“, sagt Fitz.

Der Global Player wird auch zukünftig seinen Firmensitz in Gunzenhausen haben.


Das Unternehmen richtet sich immer mehr auf die Weltsprache Englisch aus, um den internationalen Kunden noch gerechter zu werden. Eine amerikanische Mitarbeiterin bietet dafür den Kollegen Englischkurse an. Außerdem ermutigt das Unternehmen seine Mitarbeiter, sich auf Firmenkosten weiterzubilden. Lebenslanges Lernen ist hier selbstverständliche Realität.

Jeder Mitarbeiter erhält zudem ein Spendenkontingent von 800 Euro pro Jahr und kann dieses Geld an die sozialen Projekte geben, die dem Mitarbeiter selbst am Herzen liegen. „Unser Unternehmen ist sehr sozial ausgerichtet. Wir haben beispielsweise gemeinsam mit einer Hilfsorganisation Häuser für hilfsbedürftige Menschen in verschiedenen afrikanischen Ländern gebaut.“ Auch in Falkenstein wurde mit der Unterstützung der Firma Hetzner ein Kindergarten renoviert. Aber auch Server-Hardware wird immer wieder gespendet.

Wohin es mit dem Internet in Zukunft noch gehen wird? Fitz ist sich sicher: „Wir stehen erst am Anfang.“          

Die Firmengeschichte

Der Software-Entwickler Martin Hetzner aus Gunzenhausen erkannte bereits im Jahr 1997 die Marktlücke, Speicherplatz für Webseiten in Deutschland anzubieten. Schnell stieg die Nachfrage, und so gründete er Hetzner Online in Gunzenhausen. Im Jahr 2001 entstand das erste eigene Datacenter in Nürnberg. Im Jahr darauf wurden weitere Rechenzentren gegründet. 2006 fasste Hetzner auch auf internationalem Boden Fuß und agiert seitdem weltweit. 2007 wurde mit der Errichtung des Datacenter-Parks in Falkenstein begonnen.

Offizielle Einweihung des neuen Firmensitzes in Gunzenhausen © MEDIAMACHINERY Andreas Fischer


Im Jahr 2018 wurde in Helsinki, Finnland, der erste internationale Datacenter-Park eröffnet. Mittlerweile kann Hetzner über 250 000 Server anbieten und zählt 300 Mitarbeiter. Das Unternehmen Hetzner erhielt bereits mehrere Preise des Verbands der Internetwirtschaft und gehört seit vielen Jahren zu den „Bayerns Best 50“.

Kontakt:

Hetzner Online GmbH, Industriestraße 25 • 91710 Gunzenhausen, Tel. 0 98 31 / 50 50, www.hetzner.com; info@hetzner.com, www.facebook.com/hetzner.de; www.instagram.com/hetzner.online
Unternehmensgründung: 1997; Mitarbeiter: 300
Inhaber: Martin Hetzner

 

Hanna Greta Schmidt WIKO

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