Mittwoch, 23.10.2019

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Schlittschuhlaufen in Herzo nur auf eigene Gefahr

Retter warnen: Weiher sind erst ab einer Eisdicke von 15 Zentimetern tragfähig - 26.02.2018 17:44 Uhr

Hoppla: Auf dem Dorfweiher in Hauptendorf sind schon Schlittschuhläufer unterwegs. Nicht alle hält es auf den Kufen. Auch hier gilt: „Auf eigene Gefahr“. Foto: Berny Meyer


Die Eisdecke braucht eine Dicke von mindestens 15 Zentimetern - und die ist noch lange nicht überall erreicht. Wem sein Leben lieb ist, der lässt sich am Dechsendorfer Weiher noch nicht aufs Glatteis führen. Der Ortsverband der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft warnt eindeutig davor, die frostige Fläche zu betreten. "Das Kerneis, also die tragende Schicht, hat noch nicht die nötige Dicke von 15 Zentimetern." An Fließgewässern muss die Schicht sogar mindestens 20 Zentimeter betragen.

Aber woher weiß der motivierte Hobby-Wintersportler, ob das Eis schon trägt? Die DLRG rät dazu, sich beim zuständigen Amt der Stadt oder der Gemeinde zu erkundigen. Aber das ist gar nicht so einfach.

"Auf eigene Gefahr"

Die Stadt Herzogenaurach hat auf ihrer Homepage zwar Eislaufweiher aufgeführt, warnt aber davor, die Flächen zu betreten: Gilgenweiher und Wiwaweiher an der Nutzungsstraße, Weiher am Weihersbach, Ansbacher Straße (nähe Parkplatz am Dohnwald). In Hauptendorf am Dorfweiher in der Erlenstraße drehen zum Beispiel schon Schlittschuhläufer ihre Runden. Sie tun dies ausdrücklich "auf eigene Gefahr", betont Monika Preinl, Umweltschutzbeauftragte der Stadt. Entsprechende Hinweisschilder stünden überall. Die Stadt prüft nämlich die Eisdecke nicht und kann deshalb auch keine Auskünfte über die Tragfähigkeit geben. Sie übernimmt auch keine Haftung bei Unfällen. "Wer das Eis betritt, sollte sich seiner Sache sicher sein", sagt Preinl.

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Sonne und Frost: Ein tolle Kombination für Schlittschuhläufer in Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt. In Hauptendorf wagen sich schon die Ersten aufs Eis. In Adelsdorf trägt die Fläche noch nicht.


Ähnlich äußern sich die Vertreter anderer Gemeinden. Oft sind schon die Mitarbeiter an der Vermittlung überfragt, wenn es darum geht, wer zuständig ist. Auskünfte über die Eisdicke im Gemeindegebiet gibt es nicht. "Da müsste ja einer mit dem Bohrer raus, um die Flächen zu prüfen", sagt der stellvertretende Bürgermeister Günter Schulz in Höchstadt. Das werde nicht gemacht. Schulz rät zu äußerster Zurückhaltung. Während kleinere Weiher, die im Schatten liegen, schon gefroren sind, haben andere noch nicht mal eine geschlossene Eisdecke. 

 

Claudia Freilinger Nordbayerische Nachrichten Herzogenaurach/Höchstadt E-Mail

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