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Samstag, 28.11.2020

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Schönes Intermezzo für Oberhochstatt, Nagelberg und Pappenheim

Zwischenbilanz für Kreis-, A- und B-Klassen im Jura-Gebiet mit Vergleich von November 2019 zu 2020 - 16.11.2020 07:16 Uhr

Unterschiedliche Entwicklungen bei den Weißenburger Ortsteil-Klubs: Während der SSV Oberhochstatt (rechts Hannes Hager) in der Kreisklasse West Platz eins eroberte, fiel die Eintracht Kattenhochstatt (links Christian Hüttinger) auf Rang sieben zurück.

13.11.2020 © Foto: Uwe Mühling


Einen Führungswechsel hat es in den Wochen nach dem Re-Start in der Kreisklasse West gegeben. Der neue Primus heißt SSV Oberhochstatt, der die SG Röttenbach/Mühlstetten abgelöst hat und sich in den kommenden Winterwochen die Tabelle von oben anschauen kann. Dabei haben die SSVler nur dreimal gespielt.

Die daraus resultierenden drei Siege und neun Punkte reichten für die Satzinger-Elf jedoch zum Sprung auf Platz eins, denn die Konkurrenten schwächelten zum Teil gewaltig: Röttenbach/Mühlstetten verbuchte in vier Spielen nur zwei Punkte und fiel auf Rang vier zurück; der vorjährige Zweite SC Polsingen spielte nur dreimal (ein Remis, zwei Niederlagen) und ist jetzt Fünfter.

Dafür marschierten – neben Oberhochstatt – noch zwei andere Teams nach vorne: Neuer Zweiter ist die SG Heidenheim/Hechlingen/Döckingen (elf Punkte aus fünf Spielen), die vor einem Jahr noch Achter war; neuer Dritter der Aufsteiger FC Berolzheim-Meinheim (13 Punkte aus sechs Spielen), der im Vorjahr noch auf Rang neun überwintert hatte.

Spannung ist garantiert

Wann immer es weitergeht: Vorne herrscht noch ordentlich Spannung. Oberhochstatt hat zwar mit 35 Punkten die Nase vorn, doch die SG Heidenheim (34), Berolzheim-Meinheim, Röttenbach/Mühlstetten (beide 33), Polsingen (31) und Westheim (30) sind dran. Ob für die im Jahr 2020 sieglosen Teams von Kattenhochstatt (29) und Ellingen (28) auf den Mittelfeldplätzen sieben und acht nach vorne noch was geht, wird sich in der Restrunde zeigen.

Im Tabellenkeller sind der ESV Treuchtlingen und der SV Alesheim auf den Abstiegsplätzen geblieben, haben aber die Plätze getauscht. Letzter ist jetzt der SVA (17 Punkte), Vorletzter der ESV (20). Ebenfalls 20 Zähler hat die DJK Obererlbach auf dem Relegationsrang. Die drei davorplatzierten Teams Pfofeld/Theilenhofen, Gnotzheim und Aha haben bereits 27 Punkte.

In der Kreisklasse Süd heißt der Spitzenreiter damals wie heute SG Forchheim/Sulzkirchen. Die Spielgemeinschaft aus den Freystädter Ortsteilen lag vor einem Jahr noch gleichauf mit Mörsdorf (je 34), knapp dahinter folgten Möning/Rohr und Weinsfeld (je 33). Inzwischen hat sich die Spitzengruppe etwas entzerrt.

"FO/SU" führt nach vier Siegen und einem Remis beim 2020er-Intermezzo mit nunmehr 47 Punkten. Dahinter folgen die DJK/SV Wallnsdorf (45), die mit vier Siegen und zwei Remis von Rang fünf auf zwei preschte, und Mörsdorf (43). Etwas abgehängt sind Möning/Rohr (39) und Weinsfeld (37), die vor der achtmonatigen Zwangspause noch dran gewesen waren.

"OPA" jetzt vor Raitenbuch

Im Abstiegskampf hat der SC Ettenstatt nach dem Re-Start den Sprung über den Strich geschafft – allerdings nur knapp, denn der Tabellenelfte aus dem Felchbachtal ist punktgleich mit dem TSV Heideck II (beide 17) auf Relegationsrang zwölf. Ganz hinten wurden die Plätze getauscht: Weil die DJK Raitenbuch nach dem Re-Start eine "Nulldiät" einlegte (fünf Niederlagen in fünf Spielen), konnte die SG Ochsenfeld/Pietenfeld/Adelschlag mit ihren ersten beiden Saisonsiegen nach Punkten (je acht) gleichziehen. Vor allem gewann die Spielgemeinschaft "OPA" das direkte Duell der beiden Kellerkinder, die nur noch theoretisch auf den Klassenerhalt hoffen dürfen.

Im freien Fall: Dem FC Pleinfeld (hier im Nachbarduell gegen den Tabellenzweiten SC Stirn) droht als Vorletzter der A-Klasse West der Abstieg in die B-Klasse.

13.11.2020 © Foto: Uwe Mühling


Der FC Frickenfelden hat in der A-Klasse West den Spieß herumgedreht. Ging der SC Stirn noch mit drei Punkten Vorsprung in die erste Winterpause vor einem Jahr, so hat nun Frickenfelden um Trainer Rene Ferstl mit einem Zähler die Nase vorn und dabei noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Beide Topteams ließen in den 2020er-Spielen einiges an Punkten liegen. Das kann man auch vom FC Pleinfeld sagen, der seit über einem Jahr auf einen "Dreier" wartet und auf den ersten von zwei Abstiegsplätzen abgerutscht ist (zwölf Punkte). Schlusslicht SV Cronheim II (zwei Zähler) ist im Prinzip abgestiegen, die SG Ramsberg/St. Veit II ist hingegen über den Strich auf Rang elf geklettert.

In der A-Klasse Mitte ist das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SG Thalmässing/Eysölden (55 Punkte) und dem TSV Georgensgmünd (52) erhalten geblieben. Der Vorteil liegt auch deshalb aufseiten der SG, weil sie ein Spiel weniger hat. Während die SG Nennslingen/Bergen ihren Mittelfeldplatz gefestigt hat, verharrten Zell und Bernlohe auf den Abstiegsplätzen; Untermässing steht auf dem Relegationsrang.

Tolle Serien für Nagelberg und Pappenheim

Astreine Bilanz: Die TSG Pappenheim um Tim Meister (am Ball, hier gegen Langenaltheim/Solnhofen) hat in der A-Süd alle ihre fünf Spiele nach dem Re-Start gewonnen.

13.11.2020 © Foto: Uwe Mühling


Einen Führungswechsel hatte die A-Klasse Süd nach dem Re-Start zu vermelden: Der FC Nagelberg und die TSG Pappenheim haben die SpVgg Wellheim/Konstein überflügelt. Und zwar sehr eindrucksvoll. Der FCN trat nach dem Neustart fünfmal an und ging viermal als Sieger vom Platz. Die einzige Niederlage kassierte der FCN überraschend beim damaligen Schlusslicht DJK Pollenfeld II.

Während die Wellheim-Konsteiner schwächelten, nutzte auch die TSG Pappenheim die Gunst der Stunde und schob sich mit fünf Siegen in fünf Partien auf Rang zwei – punktgleich mit Nagelberg (beide 44). Wellheim/Konstein (40) ist nun Dritter, der VfL Treuchtlingen (37) Vierter.

Am Tabellenende nehmen wie vor Jahresfrist Pollenfeld II (16 Punkte) und der IFC Weißenburg (15) die Abstiegspositionen ein, haben allerdings die Plätze getauscht. Auf dem Relegationsrang findet sich die SG Langenaltheim/Solnhofen (18), die davorplatzierten Teams von Türk Gücü Eichstätt (18) und Obereichstätt (19) stehen kaum besser da.

Blick in die B-Klassen

Zum Abschluss unseres Streifzuges noch ein Blick auf die B-Klassen: In der B-Mitte haben die SF Offenbau ihre Führung noch leicht ausgebaut. Neuer Zweiter ist die SG Thalmässing/Eysölden II. Die SG Nennslingen/Bergen II rangiert im Mittelfeld. In der B-West ist der SC Polsingen II vorne geblieben, neuer Zweiter ist hier die SG Heidenheim II. In der B-West II hat der FC/DJK Weißenburg II im Jahr 2020 die Tabellenführung übernommen, vor der SG Gunzenhausen/Unterwurmbach II und der DJK Stopfenheim II.

In der B-Süd ist die DJK Preith auf Titelkurs geblieben, während sich der SV Burgsalach mit vier Siegen in vier Spielen auf Rang zwei katapultiert hat. In der B-Süd 2 geht ebenfalls der gleiche Tabellenführer in die Winterpause – nämlich der SV Möhren. Allerdings ist der VfL Treuchtlingen II nach Punkten gleichgezogen (beide 35), und die SF Bieswang (34) sitzen dem Führungsduo gehörig im Nacken.

UWE MÜHLING

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