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1:4! Ice Tigers gehen mit Pleite in die Länderspielpause

Team aus Nürnberg kann sich in der Fremde am Ende nicht belohnen - 03.11.2019 21:36 Uhr

Erlebte mit seinen Ice Tigers einen gebrauchten Abend: Trainer Kurt Kleinendorst. © Sportfoto Zink


Mit dem einwöchigen Urlaub vor Augen nochmal am Seilersee beißen und dann eine Woche entspannen, so lautete der Plan der Ice Tigers. Seit Saisonbeginn plagen sich die Nürnberger mit Verletzungen und Ausfällen, da die Liga wegen des Deutschland Cups in Krefeld (7. bis 10. November) pausiert, war die Möglichkeit zur Erholung zum Greifen nahe – aber eben noch nicht erreicht. Für das letzte Spiel vor dem Liegestuhl stellte Coach Kurt Kleinendorst nochmal um, unter anderem fand die Topreihe mit Brandon Buck, Chris Brown und Daniel Fischbuch wieder zusammen. Nürnberg durfte auch die einzige Überzahl im ersten Drittel spielen und hatte zunächst die beste Chance.

Marcus Weber war nach tollem Pass von Eugen Alanov alleine zu Anthony Peters unterwegs. Weber zog ab, die Fanghand des Iserlohner Torhüters schnellte nach oben, und Peters hatte die Scheibe sicher weggefischt (7.). Doch mehr Druck über die gesamten ersten 20 Minuten entwickelten die Iserlohner. Niklas Treutle hütete seinen Kasten lange gewohnt sicher, gegen Ende des ersten Durchgangs konnte allerdings auch der Nationaltorhüter den Rückstand nicht mehr verhindern. Einen Abpraller nutzte Michael Halmo zur 1:0-Führung für die Roosters (19.), die schon eine Weile in der Luft gelegen hatte. Schon das erste Treffen der beiden Mannschaften hatte der Kanadier mit dem 1:0 eröffnet. Die Ice Tigers dann aber durch zwei Fischbuch-Tore 2:1 nach Verlängerung gewonnen.

Hineintasten auf dem Eis

Auch zum Start des Mittelabschnitts gingen von den Iserlohnern mehr erfolgversprechende Angriffe aus als von ihren Gästen. Bis die Ice Tigers sich wieder in die Partie hineingefunden hatten, waren schon wieder fünf, sechs Minuten vergangen. Fischbuch versuchte es aufs kurze Eck (26.). Spielbestimmend blieben trotzdem die Sauerländer, was sich nach ungefähr der Hälfte der Partie in einem weiteren Tor niederschlug. Treutle und die Abwehr verkalkulierten sich bei einer von der Bande zurückprallenden Scheibe, orientierten sich an die falsche Seite des Nürnberger Tores und konnten nur noch zusehen, wie Michael Clarke am anderen Pfosten den Puck über die Linie drückte (32.). Nürnberg mühte sich weiter, sich aus der eigenen Zone zu befreien, was oft mit einem Icing, selten aber mit einem konstruktiven Spielzug gelang. Der Anschluss der Franken kam deswegen auch etwas unerwartet. Tim Bender zog an der blauen Line ab, von einer Kufe Will Actons abgefälscht, landete das Spielgerät im Netz (37.).

Zwischenhoch beendet

Auf die Ice Tigers wirkte sich das ermutigend aus. Bis zum Ende des zweiten Drittel behielten sie die frisch erlangte Kontrolle. Unmittelbar nach der zweiten Pause konterte Iserlohn das Nürnberger Zwischenhoch jedoch schnell mit einem Doppelschlag. Alex Petan brach zwischen Oliver Mebus und Rylan Schwartz durch zum 3:1 (42.). Dem 1:4 aus Sicht der Gäste ging ein kapitaler Schnitzer im Spielaufbau voraus. Marco Friedrich konnte Treutle nicht überwinden, Alexandre Grenier schickte den Puck wieder in die Gefahrenzone, Brody Sutter vollstreckte dort (44.). Zwischen beiden Toren lagen nur 106 Sekunden. Nürnberg wirkte nun etwas müde, gab oft zu viel Raum auf dem Eis frei, musste gleichzeitig das Spiel öffnen, kam aber nicht mehr ran. Am 11. November geht es für die Nürnberger mit dem Training weiter. Vorher verstreuen sie sich für ein paar Tage in verschiedene Richtungen.

Nach Disneyland in Paris mit der Familie. Oder nach Italien, wo es Kurt Kleinendorst hinziehen wird. Seine Frau hat dort entfernte Verwandtschaft, die Sehnsucht nach einem Urlaub dort treibt sie schon seit einer Weile um, verriet der 58-Jährige unlängst. Nun wird er mit ihr den Süden ansteuern. Der Trip wird von drei Niederlagen in Folge begleitet, die einwöchige Auszeit wird Kleinendorst trotzdem gerne nutzen.

Iserlohn: Peters – O‘Connor, Rumble; Buschmann, Raymond; Orendorz, Baxmann – Grenier, Sutter, Friedrich; Fleischer, Samanski, Lautenschlager; Hoeffel, Clarke, Dmitriev; Halmo, Findlay, Petan / Nürnberg: Treutle – Summers, Festerling; Bender, Mebus; Gilbert, Schulze – Brown, Buck, Fischbuch; Schwartz, Acton, Alanov; Bassen, Eder, Ramoser; Kislinger, Weber / SR: Hoppe/Schrader / Zuschauer: 3436 / Strafminuten: 4 – 4 (Brown, Ramoser je 2) / Tore: 1:0 Halmo (18:12), 2:0 Clarke (31:40), 2:1 Acton (36:14), 3:1 Petan (41:21), 4:1 Sutter (43:07).

Florian Jennemann

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