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Club-Talent Erik Shuranov: Plötzlich Hoffnungsträger

"Eiskalt": Auch Trainer Klauß lobt den 19-Jährigen nach dem 2:1 in Hannover - 24.05.2021 04:55 Uhr

Perfekte Schusshaltung: Erik Shuranov (links) bei seinem sehenswerten 1:0 in Hannover.

23.05.2021 © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr


Die Stadionzeitung von Hannover 96 heißt sinnigerweise "Die Zeitung" und blickte schon mal auf die neue Saison, die alte ist ja seit Sonntag Geschichte. Demnach verbrachte der 1. FC Nürnberg von den vergangenen sieben Spielzeiten nicht weniger als sechs in der zweiten Liga, es folgt: die siebte.

Platz elf in 2020/21 ist die beste Platzierung seit drei Jahren und dem Bundesliga-Aufstieg. Ob man damit jetzt wirklich zufrieden sein kann, wusste am Sonntagnachmittag auch Robert Klauß nicht so recht, als er zu einem kurzen Fazit anhob nach dem 2:1-Erfolg bei Hannover 96.

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"Wir waren über drei Viertel der Saison ordentlich, gut unterwegs", sagte der junge Trainer, in einem Viertel "war ein Hänger drin, der uns am Ende was gekostet hat". Genauer der Januar mit nur einem Punkt aus sechs Begegnungen, darunter das in jeder Hinsicht ernüchternde 2:5 gegen: Hannover 96.

Im Hinspiel noch Zuschauer

Am Sonntag folgte die Revanche, nicht zuletzt dank Erik Shuranov, der damals nur interessierter Zuschauer war und beim Wiedersehen am Sonntag beide Nürnberger Tore erzielte; das zweite schrieb auch Klauß dem unbedingten Willen nicht nur des Schützen zu, sich anständig zu verabschieden. Gefallen habe ihm besonders, "dass die Jungs das, was wir in der Halbzeit besprochen haben, umgesetzt haben und den Ball über die Linie gedrückt haben."

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In Person von Shuranov, dem 19-Jährigen aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum, der noch in der U19 hätte eingesetzt werden dürfen und spätestens am Sonntag zu einem der großen Hoffnungsträger für eine vielleicht wieder ein bisschen schönere nächste Runde aufgestiegen ist. Seit seinem Startelf-Debüt in Fürth traf er fünf Mal, fünf Mal in neun Einsätzen. Und nur auswärts. Im Ronhof, in Würzburg, beim HSV – und jetzt in Hannover zum Abschluss doppelt.

Sollte er eines vielleicht nicht mehr so fernen Tages auch noch im Max-Morlock-Stadion zuschlagen, ist Shuranov, dessen erster, langfristiger Profi-Vertrag am 1. Juli in Kraft tritt, eigentlich kaum noch wegzudenken aus der Nürnberger Elf, trotz namhafter Konkurrenz. Manuel Schäffler kommt zurück, ebenso Felix Lohkemper und Pascal Köpke. Und da wären ja auch noch Dennis Borkowski, Robin Hack oder Nikola Dovedan - der in Hannover die dicke Möglichkeit zum 2:0 ausließ, dafür aber das 1:0 und 2:1 vorbereitete.

"Mit Schwung in die neue Saison"

"Es war nicht alles flüssig und alles leichtfüßig", fand Trainer Klauß, dafür aber nochmal wahlweise eine "Willensleistung" oder "sehr gute Charakterleistung" seiner Mannschaft, die sich mit einem Lächeln aus der Spielzeit 2020/21 verabschiedet. Und sich 2021/22 weiter verbessern möchte. Wohin der Weg dann führt, wird man sehen. "Von ganz oben können wir nicht reden, dafür ist die Liga einfach zu stark", glaubt Klauß.

"Wir haben viel gelernt in diesem Jahr und gehen mit Schwung in die neue Saison", glaubt Kapitän Enrico Valentini, der noch Luft nach oben sieht bei seinem Club. Talente wie Shuranov können wohl tatsächlich noch viel mehr und folgen aufs (Trainer)-Wort. "In der Halbzeitpause haben wir gesagt: Shura, eins hast Du gemacht, mach‘ das zweite. Passt."

Auch "den nächsten Schritt" hat Shuranov definitiv gemacht, "er war gut drauf, auch ihm Training, das hat man gemerkt", so Klauß, "er konnte über 90 Minuten arbeiten." Das konnte Shuranov im Herbst noch nicht, scheint seine körperlichen Defizite aber mittlerweile aufgearbeitet zu haben. "Und je öfter wir ihn als Mannschaft freispielen, desto größer ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass er ihn da vorn reinmacht, weil er einfach diese große Abschlussqualität hat", ist nicht nur Klauß aufgefallen: "Vor dem Tor ist er eiskalt."

Das ist zum Abschluss der alten Saison wahrlich keine schlechte Nachricht für die neue.

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