Verpatzter Auftakt

1:2 gegen Paderborn! FCN startet mit einer Niederlage ins neue Jahr

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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15.1.2022, 15:29 Uhr
Der Club am Boden: Gegen Paderborn setzt es eine Niederlage.

Der Club am Boden: Gegen Paderborn setzt es eine Niederlage. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Die sehr kurze Winterpause in der zweiten Fußball-Bundesliga, so hatte das der Trainer des 1. FC Nürnberg gehofft, würde nicht viel verändert haben. An der grundsätzlichen Herangehensweise an so ein Zweitligaspiel, so glaubte das Robert Klauß vor der Partie gegen den SC Paderborn, hätte sich weder bei seinem Club noch beim samstäglichen Gegner viel geändert. Für seine Mannschaft bedeutete das in der Hoffnung auch: Dass es so erfolgreich weiter geht wie vor der Unterbrechung.

Es ging in diesem erweiterten Spitzenspiel im Max-Morlock-Stadion dann dummerweise zumindest ergebnistechnisch nicht so weiter. Ein zwar bemühter, aber in der Offensive nicht sonderlich einfallsreicher Club verlor gleich das erste Pflichtspiel des Jahres sehr verdient mit 1:2 (0:2).

Nach dem 3:1-Erfolg in Aue kurz vor Weihnachten veränderte Klauß seine Startelf nur auf einer Position: Johannes Geis kehrte zurück, Erik Shuranov saß zunächst nur auf der Bank. Es entwickelte sich eine Partie, in der sich der Gastgeber sehr zurückhaltend gab. Paderborn kontrollierte die Anfangsviertelstunde, ohne sich dabei allzu große Gelegenheiten heraus zu spielen.

Vom Club kam erst wenig, dann aber die beste Chance der Anfangsphase: Nach eine Flanke von Enrico Valentini köpfelte Manuel Schäffler aus einem Meter nahezu unbedrängt neben das Tor. Nürnberg war nun engagierter und besser, allerdings änderte auch das nichts daran, dass Torchancen Mangelware blieben.

Michel dreht auf

Nach einer halben Stunde war die Partie dann ausgeglichen, nach 45 Minuten führten die Gäste mit zwei Toren Vorsprung. Erst traf Sven Michel formschön nach eleganter Ballannahme mit einem Lupfer über Christian Mathenia (41.), dann flankte dieser Michel so präzise auf Felix Platte, dass der mühelose per Kopf traf (44.). Nürnberg war in beiden Situationen überraschend desinteressiert an solider Verteidigungsarbeit und musste sich deshalb im zweiten Durchgang an einer Aufholjagd versuchen.

Geradliniger wollten sie in ihrem Offensivspiel werden, hatte Klauß vor der Partie angekündigt. Das war nun dringend nötig, zumal mit einem Sieg der vorübergehende Sprung auf Rang drei gelingen würde. Für mehr Offensivkraft kam zunächst einmal der Angreifer Shuranov für den Mittelfeldspieler Geis.

Möller Daehli trifft

Am Geschehen auf dem Rasen änderte sich dadurch erst einmal nichts, weshalb nach knapp einer Stunde die nächsten Wechsel anstanden: Pascal Köpke und Tom Krauß ersetzten Manuel Schäffler und Enrico Valentini.

Tempelmann rückte anstelle des Kapitäns auf die Position des Rechtsverteidigers und bereitete dort den Anschlusstreffer vor. Tempelmann setzte Köpke in Szene, der flankte und fand den Kopf von Mats Möller Daehli - 1:2 (60.).

Sörensen vergibt spät

In der Folge wurden aber erst einmal wieder die Gäste gefährlich und musste Christian Mathenia stark gegen die Versuche von Schuster (65.) und Platte (67.) retten. Der Club war bis zum Ende bemüht, gefährlich wurde es aber nur noch in der Nachspielzeit, als Schleimer erst eine Doppelchance vergab und dann Asger Sörensen aus zwei Metern unbedrängt den Ball weit über das Tor setzte.

Am Ende war die Niederlage trotz dieser späten Aufreger verdient. Ins neue Jahr begleitet sie jetzt also erst einmal ein schlechtes Gefühl. Das hat sich dummerweise geändert in der kurzen Winterpause.

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