Neuzugang überzeugt in Nürnbergs Startformation

Abräumen im Adrenalinrausch: Hübners Club-Debüt glückt

Nürnberg , am 17.07.2020..Ressort: Lokales Foto: Eduard Weigert.., {even....Uli Digmayer..........Mitarbeiterportrait
Uli Digmayer

Sportredaktion

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28.7.2021, 06:00 Uhr
Beim 0:0 gegen Erzgebirge Aue hatte Innenverteidiger Florian Hübner alles im Griff - ganz ohne Grätschen.

Beim 0:0 gegen Erzgebirge Aue hatte Innenverteidiger Florian Hübner alles im Griff - ganz ohne Grätschen. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Florian Hübner hatte noch keinen Zweikampf für den 1. FC Nürnberg bestritten, da wurde schon leidenschaftlich über eine vermeintliche Schwäche des Zugangs von Union Berlin diskutiert. Weil Fußballprofis dank umfangreicher Online-Datenbanken und detaillierter Statistiken längst zu gläsernen Sportlern geworden sind, glaubte man auch in dieser Redaktion beim neuen Innenverteidiger schnell ein markantes Defizit entdeckt zu haben. Hübner, so hieß es in einer nicht unumstrittenen Kaderanalyse, "grätscht oft und schlecht, nur 29 Prozent seiner Grätschen sind erfolgreich".

Ob Hübner tatsächlich schlecht grätscht, das weiß man in Nürnberg eigentlich immer noch nicht. Bei seiner Pflichtspielpremiere gegen Erzgebirge Aue (0:0) musste der erfahrene Profi auf dieses rustikale fußballerische Stilmittel nämlich kaum zurückgreifen, weil er gemeinsam mit Asger Sörensen im Abwehrzentrum auch so meist alles unter Kontrolle hatte. Hübner verteidigte robust und routiniert, demonstrierte Kopfballstärke und strahlte Ruhe aus.

"Auf diese Leistung kann man aufbauen"

Weil zudem am Ende hinten die Null stand, durfte Hübner zufrieden sein mit seiner Premiere. Weniger gefallen hatte ihm, dass am Ende auch vorne die Null stand. "Natürlich will man gegen Aue gewinnen, aber leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt", haderte der gebürtige Wiesbadener mit dem Remis, betonte aber trotzdem die positiven Aspekte: "Wir haben ein ordentliches Spiel abgeliefert, auf diese Leistung kann man aufbauen."

Was man so auch über Hübner selbst sagen könnte. Dabei galt der 30-Jährige als Wackelkandidat. Im Test gegen 1860 München hatte sich Hübner nach einem Gerangel mit Löwen-Stürmer Sascha Mölders an der Schulter verletzt, erst am Freitag stieg er wieder ins Mannschaftstraining ein. "Ich habe ja die ganze Vorbereitung mitgemacht und letztlich nur zwei Einheiten gefehlt, das kann man verkraften", befand Hübner.

"Jeder hatte Bock auf das Spiel"

Trainer Robert Klauß sah es ähnlich. "Flo ist ein erfahrener Spieler, der seinen Körper kennt. Athletisch war alles o.k., es ging nur darum, ob die Schulter den Belastungen standhält." Das tat sie, wenn auch nicht ganz schmerzfrei. "Vor und nach dem Spiel habe ich es schon gespürt", gestand Hübner, auf dem Platz "half das Adrenalin, das auszublenden". Und natürlich die Rückkehr der Fans: "Jeder hatte Bock auf das Spiel und war bis in die Haarspitzen motiviert."

Von insgesamt sechs Neuzugängen hatte es aber nur Hübner in die Startelf geschafft. Taylan Duman wurde kurz vor Schluss noch eingewechselt, Ersatzkeeper Carl Klaus sowie Kilian Fischer, Lino Tempelmann und Christopher Schindler saßen 90 Minuten auf der Bank. Statistische Rubriken sollen damit allerdings nichts zu tun gehabt haben.​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​


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