Wem gehört das 1:0 in Düsseldorf?

Diskussionen um den Club-Torschützen: Dovedan sieht sich als Matchwinner

Foto: Eduard Weigert Datum: 27.3.19..Wolfgang Laass....Mitarbeiterportrait
Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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22.1.2022, 06:59 Uhr
Club-Trainer Robert Klauß musste bis zuletzt um den Sieg bangen.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Club-Trainer Robert Klauß musste bis zuletzt um den Sieg bangen.

Dass ihr 1. FC Nürnberg insgesamt schon verdient mit 1:0 (1:0) gewonnen hatte bei Fortuna Düsseldorf, machte auch die lange Heimfahrt etwas erträglicher, die Fußballer und ihre Trainer und Betreuer fuhren am Abend ebenfalls noch nach Hause. In lockerer Atmosphäre, ist anzunehmen, so ein Auswärtssieg bei einer nominell hochkarätig besetzten Mannschaft tut natürlich ausgesprochen gut.

Das glaubte man Robert Klauß auch in der virtuellen Pressekonferenz durchaus anzusehen, wenngleich er sowohl nach Erfolgen als auch nach Misserfolgen wohltuend entspannt wirkt, jedenfalls äußerlich. Dass ihn die 90 Minuten trotzdem aufgewühlt hatten, vor allem die Schlussphase, muss man nicht extra betonen. Klauß lebt diesen Verein, diesen Sport einfach.

Gefährlicher Chancenwucher

Gefallen hat ihm vor allem, mit drei Punkten ins Wochenende starten zu dürfen. Nach einem unterhaltsamen Flutlichtspiel, dessen Sieger schon deutlich früher hätte feststehen müssen. Die zum Teil hochkarätigen Chancen zum zweiten Tor waren da, blieben aber ungenutzt. Weshalb sich der Club nicht hätte beschweren dürfen, wenn es noch schiefgegangen wäre.

Die Fortuna drängte ungefähr ab der 70. Minute zwar mit Macht auf den Ausgleich, stellte sich in Strafraumnähe aber meistens etwas ungeschickt an. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit nur am Anfang Zugriff, dann sind die Flanken reingeflogen", sagte Nikola Dovedan, nicht nur für Nikola Dovedan der Schütze des einzigen Treffers in der zweiten Minute. Lino Tempelmanns Schuss wäre wohl nicht reingegangen, wenn ihn der Österreicher nicht abgefälscht hätte. "Dove sagt ganz klar: sein Tor", betonte hinterher auch sein Trainer.

Der durchaus zufrieden sein konnte mit dem Auftritt seiner Elf, aber eben nicht über die komplette Spielzeit. Die Leistung sei wie schon beim 1:2 gegen Paderborn "wellenförmig" gewesen, merkte Klauß an, also nicht durchweg erste Sahne wie in den ersten zehn, zwölf Minuten: "Wir hatten uns vorgenommen, von Anfang an Druck zu machen, das ist uns heute gut gelungen." Tempelmann ließ in der sechsten Minute noch das 2:0 liegen, danach beschlich Klauß das Gefühl, "dass wir uns etwas zu sicher waren, die Gefahr nicht erkannt haben."

Auch dank Mathenia steht die Null

Düsseldorf, mit erst 20 Punkten aktuell deutlich auch hinter den eigenen Saison-Erwartungen, kam trotz spürbarer Nervosität zurück, verzweifelte aber wiederholt an Christian Mathenia im Club-Kasten oder der eigenen Abschlussschwäche. Auch deshalb blieb es beim 1:0 für die Gäste, die wieder mittendrin sind im, nun ja, Aufstiegskampf. Wie acht andere Vereine auch. "33 Punkte, das gefällt mir", sagte Klauß noch, "es ist ganz eng in der Liga, wir wollen jeden Punkt holen, den wir kriegen können." Wenn es sein muss, auch mit Fünferkette; mit Mario Suver brachte der Trainer zur Absicherung des Vorsprungs in der Schlussphase einen weiteren Innenverteidiger.

"Hintenraus ging es nur noch darum, das Ergebnis über die Zeit zu bringen" meinte Klauß, "da haben wir mit allem verteidigt, was wir hatten." Die Umstellung vom 4-3-3 auf 5-3-2 brachte zwar weniger Entlastung, dafür noch mehr Stabilität ganz hinten. 1:0 in Düsseldorf zu gewinnen, "das ist ein schönes Gefühl", so Klauß, der in der jetzt anstehenden zweiwöchigen Ligapause bestimmt auch mal einen Blick auf die Tabelle riskiert.

Erst am 4. Februar geht’s mit dem Heimspiel gegen Ingolstadt weiter, wahrscheinlich wieder vor Zuschauern, wie man hört ist eine 25-prozentige Auslastung des Max-Morlock-Stadions im Gespräch. Wenn mehr als zwei Fans den Club unterstützen würden, wäre wohl noch einiges möglich. "Es rückt alles noch enger zam, es wird eine spannende Liga bis zum Ende", blickte Dovedan noch kurz in die Zukunft, "schaun wir mal, wo wir mitspielen."

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