Innenverteidiger droht auszufallen

Einsatz gegen Aue fraglich: FCN bangt um "Wampen-Opfer" Hübner

22.7.2021, 15:13 Uhr
Im Duell mit Sascha Mölders hatte sich Florian Hübner (rechts) eine schmerzhafte Schulterverletzung zugezogen.

Im Duell mit Sascha Mölders hatte sich Florian Hübner (rechts) eine schmerzhafte Schulterverletzung zugezogen. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Kürzlich ist Sascha Mölders von den Kollegen zum "Drittliga-Spieler der Saison" gekürt worden. Was vor allem Sascha Mölders eher erstaunt zur Kenntnis nahm. "Wenn man gegen mich spielt, mag man mich nicht so. Dass sie mich alle gewählt haben, war ein Stück weit überraschend", gestand der frühere Bundesliga-Profi, der beim TSV 1860 München längst Kultstatus genießt. Dass Mölders trotz seiner 36 Jahre immer noch ein sehr robuster und unbequemer Gegenspieler sein kann, das dürfte inzwischen auch Florian Hübner bestätigen. Die unsanfte Begegnung mit der "Wampe von Giesing" hat beim Innenverteidiger des 1. FC Nürnberg jedenfalls Spuren hinterlassen.

Knapp zehn Minuten waren gespielt am vergangenen Samstag im finalen Test gegen die Löwen (3:2), als Hübner bei einem Gerangel mit Mölders am Mittelkreis zu Boden ging und sich dabei an der Schulter offenbar ziemlich weh getan hatte. Nach kurzer Behandlung ging es zwar weiter für den Neuzugang von Union Berlin, so ganz ohne Folgen ist die Szene aber wohl doch nicht geblieben. Als Robert Klauß seine Profis am Dienstag zur ersten Einheit der Woche bat, war von Hübner jedenfalls nichts zu sehen.

"Es ist nichts kaputt"

"Er hat noch ein paar Bewegungseinschränkungen, aber es ist nichts kaputt. Das wird auch von Tag zu Tag besser", gab sich der Trainer betont gelassen und ließ sich auch nicht von der einigermaßen kuriosen Konstellation irritieren, dass ihm neben Hübner kurzfristig noch zwei weitere Innenverteidiger abhanden gekommen waren: Sowohl Christopher Schindler als auch Asger Sörensen hatten sich mal eben mit einem grippalen Infekt abgemeldet. Dem einen oder anderen Beobachter soll es mit Blick auf den nahenden Saisonstart am Sonntag gegen Erzgebirge Aue (13.30 Uhr) schon etwas mulmig geworden sein.

Bis zum Donnerstag hatte sich die Situation dann etwas entspannt: Während Schindler und Sörensen am Nachmittag wieder ganz normal mit den Kollegen üben konnten, drehte Hübner zusammen mit dem nach einer Erkältung ebenfalls noch etwas maladen Linus Rosenlöcher immerhin ein paar Runden um den Platz und trainierte dann individuell. Ob der 30-jährige Routinier am Sonntag dabei sein kann, ist zwar nicht ausgeschlossen, erscheint aber doch mehr als fraglich.

Somit dürften zum Auftakt die Kollegen Sörensen und Schindler das Abwehrzentrum besetzen – was ein gewisses Risiko birgt, hat der aus Huddersfield gekommene Schindler nach seiner langen Zwangspause wegen einer schweren Knieverletzung bislang doch lediglich einige Kurzeinsätze absolviert. Gegen die Löwen löste er für die letzten 20 Minuten Hübner ab. Sascha Mölders war da glücklicherweise schon etwas müde geworden.

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