Unentschieden in Paderborn

Erneutes Remis: Der Club ärgert sich über sich selbst

31.7.2021, 06:00 Uhr
Ein Lichtblick: Mats Möller Daehli ist trotzdem frustriert.

Ein Lichtblick: Mats Möller Daehli ist trotzdem frustriert. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Mats Möller Daehli durfte sich von den Worten des Trainers ausgeschlossen fühlen. "Wir wollten den zweiten Durchgang anders gestalten", sagte Robert Klauß, als dem 1. FC Nürnberg beim 2:2 (0:1) in Paderborn genau das gelungen war, über seine Halbzeit-Ansprache. Es war nicht schön anzusehen, was der Club am zweiten Spieltag da in Paderborn so zeigte in der ersten Halbzeit. Keine Struktur im Spiel nach vorne, zu viele verlorene Zweikämpfe auf dem Weg nach hinten. Dass das 0:1 nach einem Foul an Dennis Borkowski gefallen war und nicht hätte zählen dürfen, täuschte nicht über die Schwächen der Nürnberger hinweg.

Es strahlte in diesen dritten 45 Minuten der Saison nur: Mats Möller Daehli. Das war angesichts der Leistung seiner Mitspieler allerdings auch keine allzu komplizierte Übung. Schwieriger war es da schon, wie sich der Norweger den zweiten Durchgang zu seinem machte. Denn plötzlich spielte Nürnberg so Fußball, wie sich das alle im Verein erhofft haben vor dieser Spielzeit, die endlich wieder eine schöne werden soll. Möller Daehli traf zum 1:1 aus der Distanz und Möller Daehli bereitete die Führung durch den eingewechselten Manuel Schäffler vor. Der Club sah plötzlich gut aus, allerdings nicht bis zum Ende.

Weil Paderborn kurz vor dem Schlusspfiff noch einigermaßen überraschend der Ausgleich gelang, musste der Spieler des Spiels hinterher folgendes sagen: "Das ist sehr frustrierend." Er meinte den Ausgleich, er meinte die erste Hälfte - er meinte sicher nicht sich. "Wir müssen das besser verteidigen", sagte Möller Daehli auch noch, "oder das 3:1 machen." Die Gelegenheiten dazu hatten sie, Felix Lohkemper scheiterte am Pfosten beim Versuch, die Vorentscheidung herzustellen.

So bleibt ein etwas frustrierender Abend für eine Mannschaft, die dachte, dass sie schon weiter ist. "Wir müssen zwingend das 3:1 machen", sagte dazu Klauß. Wir hätten zwingend mit Manuel Schäffler beginnen müssen, sagte Manuel Schäffler - indirekt zumindest. "Jeder kennt mein Spiel, sobald ich auf dem Platz war, hat man ein bisschen mehr die Box gesucht", sagte Schäffler über sich und den Strafraum. Schäffler war im zweiten Durchgang eingewechselt worden, hatte die zwischenzeitliche Führung erzielt - und musste sich am Ende doch ärgern.

"Natürlich ist das bitter, das ist auch Pech mit der Hacke durch die Beine", sagte Schäffler über den Ausgleich in der 85. Minute, in der der unglückliche Tim Handwerker auch noch das Abseits aufgehoben hatte. Und dann wollten sie es alle abhaken. "Wir müssen noch zulegen", sagte Möller Daehli über die gestiegene Erwartungshaltung. Wir werden noch zulegen, sagte sein Trainer: "Wenn wir immer so auftreten wie in der zweiten Halbzeit, werden wir auch die Punkte holen."


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