Nach Elfmeterpfiff

Erstes Spiel, erster Schiri-Stress: Club-Trainer Klauß ist sauer

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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16.7.2022, 17:19 Uhr
Unzufrieden: Robert Klauß mit Schiedsrichter Heft.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Unzufrieden: Robert Klauß mit Schiedsrichter Heft.

Robert Klauß musste aufpassen, was er sagt. Also sagte er nach der 2:3-Niederlage beim FC Sankt Pauli erst einmal gar nichts über Schiedsrichter Florian Heft. Aber natürlich ist der Trainer des 1. FC Nürnberg noch nach Heft gefragt worden, man hat ihn ja während des Spiels immer wieder mit ihm diskutieren sehen. Nach dem Spiel auch.

Es ging um den Elfmeterpfiff, der zum 2:0 für Sankt Pauli führte. Lukas Daschner war im Strafraum zu Fall gekommen und sagte hinterher selbst: "Ob es für einen Elfmeter reicht, weiß ich nicht." Schiedsrichter Heft und der Kölner Videokeller hatten dazu die Meinung: Ja, das reicht. Der große Rest im Stadion dachte sich: Eigentlich nicht, aber das war natürlich irrelevant für die Entscheidung Hefts.

Dessen Begründung stellte Klauß auch im Nachhinein nicht zufrieden. "Sehr schwierig", sagte Klauß über den Pfiff und die Entscheidung, "den Elfmeter zu geben. Korrekt ist das nicht." Korrekt war allerdings, dass der Videoschiedsrichter die Entscheidung Hefts nicht zurücknahm, weil eben keine krasse Fehlentscheidung vorlag. Deshalb hatte Klauß eine Bitte an Heft, die aber auch nichts mehr brachte für dieses Spiel: "Ich habe ihn gebeten, dass die Schiedsrichter nur klare Entscheidungen treffen." Hinterher kann der VAR einen ausgebliebenen Pfiff immer noch korrigieren, meinte Klauß. "Der Elfmeter hat uns den Stecker gezogen", sagte er auch noch.

Und auch über das 1:0 hatte er dann noch etwas zu sagen. Auch danach hatte es schon Diskussionen gegeben. Der Grund: Bei einem Einwurf im Vorfeld des Treffers stand der Hamburger Spieler mit beiden Beinen im Spielfeld. Auch das ist nicht erlaubt, auch das war dem Schiedsrichter egal. Und so fuhr Klauß schon am ersten Spieltag mit einem Schiedsrichter-Problem wieder nach Nürnberg.

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