FCN eröffnet neues Jahr mit einem Heimspiel

Gegen Paderborn beginnt's: Der Club hat keine Lust auf Umwege

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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15.1.2022, 05:58 Uhr
Direkt in Richtung gegnerisches Tor: Lino Tempelmann und der 1. FC Nürnberg wollen ein paar Dinge besser machen.

Direkt in Richtung gegnerisches Tor: Lino Tempelmann und der 1. FC Nürnberg wollen ein paar Dinge besser machen. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Zumindest der Form des Trainers des 1. FC Nürnberg hat die kurze Winterpause der zweiten Fußball-Bundesliga nichts anhaben können. Das beweist Robert Klauß gleich in der ersten Pressekonferenz des Jahres, in der er sich so defensivstark wie eh und je präsentiert. Auf die seit einiger Zeit routiniert vorgetragene Frage, was denn in Sachen Aufstieg vom 1. FC Nürnberg noch so zu erwarten ist in dieser Saison, antwortet Klauß genauso routiniert.


Also: Die Frage, wer am Ende aufsteigt, sagt Klauß, interessiert ihn derzeit nicht. Immerhin eines kann er sagen: "Die Liga ist sehr eng." Das soll heißen, dass beinahe jede Mannschaft jede schlagen kann, am Samstag (13.30, Live-Ticker auf nordbayern.de) im Max-Morlock-Stadion deshalb natürlich auch der Club den Sportclub aus Paderborn. Allerdings kann es auch umgekehrt laufen.


Klauß würde selbstverständlich gerne einen Sieg feiern, um das "Saisonziel Platz fünf bis acht" wieder etwas wahrscheinlicher erreichen zu können. Er selbst denkt aber zunächst an übergeordnete Dinge und nicht an Sieg oder Niederlage. "Wir wollen eine positive Entwicklung nehmen", sagt Klauß deshalb über die Ziele für die kommenden Wochen. Und: "Wir wollen konstant ein gewisses Leistungsniveau haben und davon ausgehend positive Ausreißer nach oben haben."

Die Tabelle kommt an dritter Stelle

Gelingt das, ist schon einmal der erste Aspekt in Klauß’ Dreistufenplan erfüllt. Der sieht so aus: "Das erste ist die Art, wie wir Fußball spielen. Das zweite ist das Ergebnis und als drittes ergibt sich dann die Auswirkung auf die Tabelle." Die führt den Club vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres immer noch auf Platz fünf, weshalb der Vergleich mit dem SC Paderborn (Platz neun) in dieser engen Liga als Spitzenspiel gilt. Eines, vor dem sich Klauß noch ein wenig um den Einsatz von Tim Handwerker hat sorgen müssen, allerdings sieht es mit Blick auf den Linksverteidiger und dessen Knieprobleme "gut aus", wie Klauß verrät.


Näher in Personaldiskussionen lässt sich Klauß wie gewohnt nicht verstricken. Wer stürmt gegen Paderborn wird nicht verraten, alles andere auch nicht. Der Gegner soll nicht zu viel wissen vor der Partie, wenngleich auch Klauß ahnt, dass sowohl beim Club als auch beim SCP die kurze Unterbrechung wenig geändert hat an der grundsätzlichen Herangehensweise an so ein Zweitligaspiel.

Klarer Fußball

Mit Paderborn erwartet Klauß einen Gegner, der in seinem Vortrag auf eher schlichte Dinge setzt oder, wie Klauß es freundlich formuliert: eine "sehr klare Art, Fußball zu spielen, hat". In der Analyse haben sie sich also leicht getan im Nürnberger Trainerteam. Das Problem ist eher, dass die sehr klare Art, wie Paderborn Fußball spielt, immer wieder zu Punkten führt. "Sie machen das sehr gut", sagt Klauß.


Seine Mannschaft hat es bislang sogar noch besser gemacht, Anlass für Korrekturen sah der Trainer in der Pause dennoch. Ein Schwerpunkt der Trainingsarbeit klingt fast poetisch. "Wie schaffen wir es, in verschiedenen Höhen kompakt zu verteidigen?", war eine der Fragen, die Klauß den Spielern gestellt hat – Antworten inklusive. Sehen soll man das am Samstag ebenso wie Verbesserungen in der Offensive. Geradliniger wollen sie werden. "In der Hinrunde haben wir da oft den Umweg genommen", sagt Klauß. Stellen sie das ab, könnte der Weg nach oben führen.

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