Der Club vor dem Hamburg-Match

Hecking schaut auf den HSV: Von wegen Angstgegner!

Foto: Eduard Weigert Datum: 27.3.19..Wolfgang Laass....Mitarbeiterportrait
Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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22.9.2021, 17:33 Uhr
Entspannt vor dem Wiedersehen mit dem Ex-Verein: Sportvorstand Dieter Hecking beschäftigt sich wie sein Trainer Robert Klauß lieber mit dem Club.

Entspannt vor dem Wiedersehen mit dem Ex-Verein: Sportvorstand Dieter Hecking beschäftigt sich wie sein Trainer Robert Klauß lieber mit dem Club. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Es hätten theoretisch 57000 Zuschauer werden können am Sonntagnachmittag in Hamburg-Bahrenfeld. Und der Hamburger SV der erste Fußball-Verein hierzulande, der seit Ausbruch der Pandemie vor knapp eineinhalb Jahren sein Stadion wieder bis auf den letzten Platz hätte füllen können. Dank 2G mit ausschließlich Geimpften und Genesenen, ohne Masken.

Dass die Hamburger trotz Erlaubnis der Stadt aus organisatorischen Gründen zumindest noch im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg lieber die 3G-Regel anwenden, kann den Gästen eigentlich nur recht sein. So dürfen nur knapp 20000 Besucher rein und wird die Atmosphäre wohl nicht ganz so beeindruckend sein. Wie es die Misserfolgsserie gegen den HSV bereits ist.

Nur 14 Siege in 64 Spielen

Auch in der nur zu einem guten Drittel gefüllten Arena wird es der Club extrem schwer haben, wie zuletzt fast immer gegen den einstigen Erstliga-Dino, der mittlerweile schon seine vierte Zweitligarunde dreht. Nur sechs Vereine aus dem aktuellen 18er-Feld sind ohne Unterbrechung länger im Unterhaus beheimatet als der Hamburger SV, der unter anderem gegen den 1. FC Nürnberg gerne ernst macht.

Angstgegner ist ein großer Begriff, trifft es aber ziemlich genau. 2019/20 und 2020/21 kassierte Christian Mathenia satte 14 Gegentore gegen seinen Ex-Verein, zu gemeinsamen Bundesliga-Zeiten konnte der 1. FC Nürnberg nur 14 von 64 Vergleichen gewinnen.

Neue Saison, neues Glück

Warum sie sich ausgerechnet gegen den HSV so schwertun, weiß selbst Dieter Hecking nicht so genau. Was er weiß: Wie der Club locker zu schlagen ist. Mit ihm als Trainer nahmen sie die Nürnberger in der Saison 2019/20 zweimal schön auseinander, auswärts 4:0, zuhause 4:1. Danach sagte Hecking: „Wir haben den Gegner immer wieder vor Probleme gestellt.“ Vor größtenteils unlösbare.

Die befürchten sie am Sonntag nicht. Nicht mehr. Angstgegner? „Den sehe ich da jetzt nicht“, sagt der Sportvorstand. Neue Saison, neues Glück, personelle Veränderungen auf beiden Seiten, warum also nicht mal ein etwas Nürnberg-freundlicheres Ergebnis. „Wir sind schließlich auch schwer zu schlagen.“

Stabil ist der Tabellenvierte im bisherigen Rundenverlauf aufgetreten und als einziger Zweitligist noch ohne Niederlage. Das soll natürlich möglichst lange so bleiben, obwohl sie sich der Schwere der Aufgabe durchaus bewusst sind. Hamburgs Trainer Tim Walter gilt als großer Motivator und stellt seine Mannschaften gerne so ein und auf, dass sie nur schwer ausrechenbar sind. „Wir haben aber auch gesehen, dass Walters Mannschaften immer wieder mal anfällig waren“, versichert Hecking.

Das ist wahrscheinlich auch Robert Klauß aufgefallen, der sich vielleicht auch deswegen auf den Sonntag freut. „Wir fühlen uns ganz wohl, da hinzufahren und nicht der Favorit zu sein“, sagt der Trainer des 1. FC Nürnberg, der mit seinem Club von den vergangenen 18 Pflichtspielen lediglich eins verloren hat, das aber gründlich. Mit 2:5. Am 10. Mai beim HSV.

„Hamburg ist gut drauf, die haben jetzt ihren Rhythmus gefunden, die engen Spiele auf ihre Seite gezogen, sind seit sechs Heimspielen zuhause ungeschlagen – da kommt richtig was auf uns zu“, sagt Klauß, „wir wollen aber nicht nur hinterherlaufen.“ Die rund 500 Club-Fans am Sonntag im Volksparkstadion hätten bestimmt wenig dagegen.


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