Jahreshauptversammlung

Kommentar: Mangelnde Kommunikation beim Club

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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Seine Überzeugungsarbeit reichte nicht aus: Niels Rossow, Vorstand Finanzen beim 1. FC Nürnberg.

Seine Überzeugungsarbeit reichte nicht aus: Niels Rossow, Vorstand Finanzen beim 1. FC Nürnberg. © Sportfoto Zink / DaMa

Das Wochenende hatte schon nicht gut begonnen für den 1. FC Nürnberg. Am Freitagvormittag hatten sich die besten Fußballer des Vereins zur Überbrückung der Länderspielpause den FC Ingolstadt zu einem eher unverdächtigen Testspiel eingeladen. Am Ende standen ein krachendes 0:7 und ein doch leicht erschrockener Trainer.

Es wurde dann am Samstag nicht besser. Der 1. FC Nürnberg hat da zwar eine aus technischer Sicht sehr gelungene Jahreshauptversammlung veranstaltet, am Ende aber feststellen müssen, dass man die Menschen offenbar doch nicht so erreicht, wie es die Vereinsöffentlichkeitsarbeit um Vorstand Niels Rossow in vielen Präsentationen gerne behauptet.

Der wichtigste Antrag des Vereins, nämlich die Ausgliederung der Vermarktungsgesellschaft in eine GmbH, fand zu später Stunde nicht die nötige Zustimmung der Mitgliederversammlung.

Der Joker ist zu unsicher

Dabei kann man an der Selbstvermarktung und an der GmbH eigentlich nichts schlecht finden, nur ist es dem Verein im Vorfeld entweder nicht gelungen, das zu kommunizieren, oder es war ihm egal – in der Hoffnung, dass die Mitglieder nach so und so vielen Stunden Dauerberieselung mit Imagefilmchen und Vorstandsberichten schon zustimmen werden. Am Ende war ihnen auch ihr Notfall-Joker – ein Dringlichkeitsantrag zur Gründung nur dieser GmbH – dann rechtlich zu unsicher.

Jetzt stehen sie beim Club wieder einigermaßen erschrocken vor ihrem Werk und wissen nicht so recht, wie es weitergehen soll.
Da eine außerordentliche Mitgliederversammlung wohl keine Option ist, haben sie zumindest ein Jahr verloren. Dann versuchen sie, es besser zu machen – so kennt man das auch von der Fußballmannschaft.


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