Keine Wechselgerüchte

Neuer Vertrag? Fabian Nürnberger macht den Club-Fans Hoffnung

Uli Digmayer
Uli Digmayer

Sportredaktion

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21.6.2022, 05:57 Uhr
Beim ersten Testspiel in Aschaffenburg (2:0) stand Fabian Nürnberger in der Startelf.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Beim ersten Testspiel in Aschaffenburg (2:0) stand Fabian Nürnberger in der Startelf.

In den vergangenen vier Wochen war es relativ still geworden um Fabian Nürnberger. Hatte der Mittelfeldspieler des 1. FC Nürnberg vor einem Jahr noch mit einem in Freiburg aufgenommenen Foto Spekulationen um einen möglichen Wechsel zum dortigen Sportclub angeheizt, lieferte sein Instagram-Account in diesem Urlaub lediglich unverdächtige Impressionen von einem gemeinsamen Mallorca-Trip mit dem Kollegen Taylan Duman.

Wenn es derzeit um Spieler geht, die den Club vielleicht noch verlassen könnten, fällt der Name Fabian Nürnberger eher nicht. Eine Ausstiegsklausel, die ihm einen Wechsel für die festgeschriebene Ablöse von zwei Millionen Euro ermöglicht hätte, ist kürzlich ausgelaufen. Freilich hat man erst im Falle von Kilian Fischers Abschied zum VfL Wolfsburg gesehen, wie schnell und auch unerwartet Transfers mitunter über die Bühne gehen können. „Das kam schon auch für uns überraschend“, gesteht Nürnberger, er habe sich aber „sehr gefreut“ über den persönlichen Aufstieg des jungen Rechtsverteidigers in die Bundesliga, „und Wolfsburg ist ja schon ein Name“.

Der 22-Jährige sagt das ganz ohne Neid, er selbst vermittelt aktuell auch nicht den Eindruck, sich beruflich unbedingt neu orientieren zu wollen. Und es ist kein Geheimnis, dass der Club gerne mit Nürnberger, dessen Vertrag am 30. Juni 2023 ausläuft, verlängern möchte. Gespräche habe es zwar noch nicht gegeben, sagt der gebürtige Hamburger, der 2018 von Nürnbergs Talent-Spürnase Dieter Nüssing in der norddeutschen Provinz in der U19 des Niendorfer TSV entdeckt worden war, er sieht aber auch keinen Grund zur Eile. „Wir werden uns sicherlich zusammensetzen und unterhalten. Ich denke, wir finden dann eine gemeinsame Lösung.“

Kampf um den Stammplatz

Zunächst aber liegt der Fokus auf der Vorbereitung. „Ich freue mich extrem, dass es wieder losgeht“, sagt Nürnberger. Nach einem eher holprigen Saisonstart im Vorjahr, als der Allrounder den Anpfiff zunächst auch häufiger mal von der Bank aus miterleben musste, will er sich diesmal möglichst schnell einen Stammplatz erobern. „Es gab sehr starke Konkurrenz, und ein anderer Spieler hat eben vielleicht besser gepasst. Wenn dann die Mannschaft eingespielt ist, muss man manchmal etwas länger auf seine Chance warten und sich dann zeigen“, weiß Nürnberger.

Mit Tom Krauß hat ein direkter Mitbewerber um eine Planstelle im Mittelfeld den Verein in Richtung Schalke 04 verlassen, und auch wenn mit dem 18-jährigen Jens Castrop bereits im Winter eine potentielle Alternative aus Köln geholt worden war, dürfte Nürnberger dank seiner taktischen Flexibilität bei Trainer Robert Klauß zunächst gute Karten haben – ob nun auf einer Doppel-Sechs mit Johannes Geis, in der Raute als alleiniger Sechser oder Achter auf der linken Außenbahn.

Besonders freut sich Nürnberger, dass der vom SC Freiburg geliehene Lino Tempelmann dem Club noch mindestens ein Jahr erhalten bleibt. „Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach so einer Saison damit nicht direkt gerechnet hätte“, gesteht Nürnberger, „das ist sehr gut für den ganzen Verein und auch für mich persönlich.“ Denn mit dem dynamischen Antreiber harmoniert der Deutsch-Bulgare nicht nur auf dem Platz prima, auch abseits des Rasens versteht man sich auffallend gut. Nur sollten sie vielleicht nicht unbedingt gemeinsam Urlaub im Breisgau machen.

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