Start am Montag

Vor dem Trainingsauftakt: FCN-Sportdirektor Rebbe hat ein gutes Gefühl

17.6.2021, 16:17 Uhr
Sportdirektor Olaf Rebbe ist glücklich mit dem aktuellen Club-Kader.

Sportdirektor Olaf Rebbe ist glücklich mit dem aktuellen Club-Kader. © Sportfoto Zink / Daniel Marr

So langsam trudeln die Spieler, Trainer und Betreuer wieder ein im Sportpark Valznerweiher. Am Montag um 14 Uhr ist offizieller Trainingsauftakt beim 1. FC Nürnberg, seit Donnerstag laufen in Kleingruppen die internistischen und orthopädischen Untersuchungen, am Samstag ist der obligatorische Laktattest. Um überprüfen zu können, ob in den Ferien auch jeder wie vom Verein befohlen an seiner Form gearbeitet hat.

Allerdings fühlen sie heuer schon vor der Vorbereitung gut vorbereitet auf die Saison 2021/22, die am 23. Juli beginnt. Ob überhaupt mit Zuschauern und, falls ja, mit wie vielen, steht zwar noch in den Sternen, soll sich aber zeitnah entscheiden. Der Spielplan wird am 25. Juni veröffentlicht.

Entschieden ist bereits, dass am Montag rund 100 Fans die Auftakt-Einheit unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln vor Ort verfolgen dürfen. Wer Lust hat, mal wieder vorbeizuschauen, kann sich bis Freitag, 16 Uhr, per Mail (fanbeauftragter@fcn.de) für einen Platz bewerben. Sollten es mehr als 100 sein, entscheidet das Los. Live dabei sein kann man freilich auch auf dem offiziellen Youtube-Kanal des 1. FC Nürnberg.

"Happy mit diesem Kader"

In Pandemie-Zeiten ist selbst die Organisation des Premieren-Trainings nach vier Wochen Pause ziemlich kompliziert; etwas entspannter geht es da gerade in der Planungsabteilung zu, wo unter anderem der neue Sportdirektor Olaf Rebbe seinen Platz hat. Und so klingt, als habe der Club und nicht zuletzt er in den vergangenen Wochen schon sehr viel richtig gemacht.


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"Wir sind happy mit diesem Kader", sagt Rebbe, der aktuell 29 Profis umfasst, darunter die drei Torhüter. Das klingt nicht nur etwas überdimensioniert, es sind tatsächlich noch zwei Mann zu viel. Was aber nicht heißt, dass jetzt "auf Teufel komm‘ raus" reduziert wird, wie Rebbe meint, um auf die gewünschte Soll-Stärke zu kommen.

Grundsätzlich findet er den Mix durchaus spannend; von den sechs Sommer-Zugängen wird am Montag lediglich Taylan Duman (Borussia Dortmund II) fehlen, dessen Ende März beim Spiel in Bonn erlittene Muskelverletzung noch nicht ganz verheilt ist. "Vorsichtig ranführen" wolle man den 23-Jährigen, der bis zu seinem vorzeitigen Saison-Aus zwölf Tore geschossen und acht aufgelegt hat.


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Die wahrscheinlich namhafteste Neuverpflichtung ist hingegen wieder auf den Beinen. Christopher Schindler (Huddersfield Town) hat seine langwierigen Knieprobleme überwunden und wird am Montag voll einsteigen, auch Manuel Schäffler (Innenbandanriss), Noel Knothe und Paul-Philipp Besong (jeweils Sprunggelenksverletzung) sind wieder fit. Felix Lohkemper (Knochenödem im Beckenbereich) befindet sich auf der Zielgeraden seiner monatelangen Reha, die sich bei Pascal Köpke (Kreuzbandriss) aber wohl noch etwas hinzieht.
"Nicht die gewünschte Geschwindigkeit" habe sein Heilungsverlauf, weshalb er wohl zunächst individuell üben muss. Wann Tim Latteier nach seiner Corona-Infektion wieder richtig belastbar ist, muss erst noch ein Internist abklären.

Von dem einen oder anderen Problem abgesehen ist Rebbe aber zuversichtlich, dass da in den nächsten Wochen etwas entstehen könnte beim 1. FC Nürnberg. Stand heute ist das Aufgebot komplett, "jetzt gilt es, schnell zusammenzuwachsen, um eine gute, verschworene Gruppe zu werden", sagt der Sportdirektor, "eine Einheit, die unkaputtbar ist". Über ein Saisonziel möchte er erst nach der Vorbereitung reden. Wenn er auch weiß, wie stark die anderen sind. Ungefähr.

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