Donnerstag, 23.05.2019

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2:1 gegen Darmstadt: Seguin und Reese sichern Fürths Sieg

Später Anschlusstreffer kann den Kleeblatt-Erfolg nicht mehr gefährden - 07.04.2019 15:27 Uhr

Blieb vom Punkt cool und brachte Fürth auf die Siegerstraße: Kleeblatt-Mittelfeldmann Paul Seguin. © Sportfoto Zink/WoZi


Eine Schrecksekunde gab es für das Kleeblatt schon kurz vor dem Anpfiff: Stürmer Daniel Keita-Ruel hatte sich schon beim Warmmachen verletzt, musste von der medizinischen Abteilung am Sprunggelenk behandelt werden. Der Torjäger der Spielvereinigung (zehn Zweitliga-Treffer in dieser Saison) konnte schließlich auflaufen – allerdings nur für 43 Minuten. Danach musste er angeschlagen ausgewechselt werden, Trainer Stefan Leitl brachte David Atanga für ihn. Weil sich Keita-Ruel vorher noch seine fünfte Gelbe Karte wegen eines Handspiels eingefangen hatte, wird er dem Kleeblatt am kommenden Sonntag gegen den VfL Bochum in jedem Fall fehlen.

Trainer Stefan Leitl stellte sein Team nach dem 0:0 gegen Dresden auf drei Positionen um: für die gegen Dynamo enttäuschenden Flügelspieler Atanga und Kenny Prince Redondo sowie den angeschlagenen Julian Green rückten zunächst Fabian Reese, Nik Omladic sowie Paul Jaeckel in die Startelf. Doch die erste Halbzeit ähnelte der Partie gegen die Sachsen. Fürth war das dominantere Team, stand defensiv sicher – konnte den Ballbesitz trotz vieler Bemühungen jedoch kaum in gefährliche Aktionen umwandeln. Es fehlte wie schon häufig in dieser Saison an Durchschlagskraft, auch bei Standards. Die "Lilien" konzentrierten sich aufs Verteidigen und taten wenig für die Offensive.

Reese in die Spitze

Die zweite Schrecksekunde gab es für das Kleeblatt nach zwei Minuten, als Torwart Sascha Burchert den Ball direkt in die Füße von Darmstadts Marcel Heller spielte. Dessen Lupfer landete jedoch auf dem Tornetz. Eine Minute später traf Fürths Omladic nach einem Dribbling im Strafraum nur das Außennetz. Über Fabian Reese auf der rechten Seite, den Paul Seguin immer wieder mit genauen Pässen in Richtung Tor schickte, kam das Kleeblatt gefährlich vor das Tor der Südhessen – doch mit der letzten Aktion, egal ob Flanke oder Abschluss, verpuffte die Gefahr wieder. Beste Chance war noch eine Flanke von David Raum, der Linksverteidiger Maximilian Wittek erneut sehr souverän vertrat, die sich auf das Tor von "Lilien"-Keeper Daniel Heuer Fernandes senkte. Dem 1:0 näher war in der 36. Minute dann allerdings Darmstadt: Nach einer Ecke verlängerte Heller per Kopf auf Innenverteidiger Immanuel Höhn am langen Pfosten – der traf ebenfalls per Kopf nur das Gehäuse des Fürther Tores.

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Mit Ruhe vom Punkt: Konsequentes Kleeblatt schlägt Darmstadt

Der Aufwärtstrend bei der SpVgg Greuther Fürth geht weiter: Mit dem 2:1-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 holte das Team von Stefan Leitl am Sonntag den dritten Dreier unter dem neuen Cheftrainer und blieb zum vierten Mal in Folge ungeschlagen. Der Schlüssel zum Erfolg: Ein etwas schmeichelhafter Handelfmeter, Konsequenz vom Punkt und ein wichtiger Reese-Treffer. Hier sind die Bilder!


In der zweiten Halbzeit, nun mit Reese statt Keita-Ruel als zentrale Spitze, bot sich zunächst ein ähnliches Bild: Fürth war bemüht, blieb aber harmlos. Auch in seiner Innenverteidigung musste Leitl aus Verletzungsgründen wechseln: Mario Maloca ersetzte den angeschlagenen Richard Magyar (54.). Die Gelegenheit zur Fürther Führung gab es durch einen fragwürdigen Elfmeter: Ernst schoss im Strafraum beim Versuch zu flanken dem sich wegdrehenden Marcel Franke den Ball wohl an den Arm. Paul Seguin verwandelte souverän (64.).

Darmstadt drängt

Das Tor gab den Fürthern Auftrieb, Darmstadt musste sein Spiel nun öffnen: Jaeckel traf drei Minuten später vor 9730 Zuschauern aus sieben Metern nur das Außennetz. Doch vor allem die "Lilien" drängten nun auf den Ausgleich: Der Ex-Fürther Serdar Dursun köpfte aus fünf Metern den Ball knapp über das Kleeblatt-Tor (71.).

Es folgte die wildesten Minute des Spiels: Nach einer Freistoß-Flanke köpfte Maloca den Ball zum 2:0 ins Tor, der Linienrichter zeigte jedoch Abseits an. Darmstadt führte den folgenden Freistoß schnell aus und im direkten Gegenzug stürmte Tobias Kempe auf Burchert zu. Der klärte stark mit einer Hand, der Ball trudelte jedoch weiter in Richtung Torlinie. Fürths Rechtsverteidiger Maxmilian Sauer drosch das Leder aus der Gefahrenzone (74.).

Ein insgesamt verdienter Sieg

Und dann kam Fabian Reese: Nach Vorlage von Atanga schien er es sich im Strafraum selbst schwer zu machen und zögerte mit dem Abschluss. Doch der Eindruck täuschte: Reese ließ einen Darmstädter aussteigen, dann noch einen – und zog schließlich ab. Heuer Fernandes erreichte den abgefälschten Schuss nicht mehr – es stand 2:0 (82.). Mathias Witteks Anschlusstreffer zum 1:2 für Darmstadt in vierten Minute der Nachspielzeit nach gewonnenem Kopfballduell gegen Maloca kam zu spät.

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Läuft beim Kleeblatt: Gute Noten für die Darmstadt-Bezwinger!

Zum vierten Mal in Folge ohne Niederlage: Beim 2:1 im Ronhof bestätigte die Spielvereinigung Greuther Fürth erneut ihre gute Formkurve und sicherte sich durch die Tore von Paul Seguin und Fabian Reese einen verdienten Heimerfolg. Ein angenehmer Nebeneffekt: Die Noten für das Kleeblatt sind diesmal besonders gut ausgefallen!


Für das Kleeblatt, das deutlich mehr für das Spiel tat, war es trotz des umstrittenen Zustandekommens des Elfmeters ein insgesamt verdienter Sieg und ein versöhnlicher Abschluss der Heimspielwoche. Aus der hat die Spielvereinigung fünf Punkte geholt, steht nun mit 37 Punkten auf Rang zehn und hat vor dem Montagsspiel zwischen Hamburg und Magdeburg 13 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Sauer, Magyar (54. Maloca), Caligiuri, Raum - Ernst, Seguin - Reese, Jaeckel, Omladic (79. Redondo) - Keita-Ruel (43. Atanga)

SV Darmstadt 98: Heuer Fernandes - Herrmann, Franke (85. Wittek), Höhn, Holland - Palsson, Stark (74. Bertram) - Heller, Wurtz (64. Jones), Dursun - Kempe

Tore: 1:0 Seguin (64., Handelfmeter), 2:0 Reese (82.), 2:1 Wittek (90.+4)   | Gelbe Karten: Keita-Ruel, Jaeckel, Raum - Wittek, Stark | Schiedsrichter: Rohde (Rostock) | Zuschauer: 9730. 

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