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2:4 an der Nordsee: Zum Abschied unterliegen die Ice Tigers

Im wohl letzten Spiel von Tom Gilbert gibt es eine Niederlage in Bremerhaven - 18.04.2021 16:06 Uhr

Zwei 38-Jährige nehmen voneinander Abschied: Patrick Reimer (links) wird nach Nürnberg zurückkehren, Tom Gilbert zumindest nicht als Spieler der Ice Tigers.

30.01.2021 © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa


Als sich die so genannten Fischtown Pinguins und die Ice Tigers zuletzt im Frühling gegenübergestanden waren, hätte man sich kaum eine intensivere Partie wünschen können. Es ging um den Einzug ins Playoff-Viertelfinale, Bremerhaven war favorisiert. Das entscheidende Spiel an der Nordsee aber gewann nach Nürnberg nach 64 Minuten und einem Treffer in der Verlängerung durch Dane Fox. Am Sonntagnachmittag trafen sie sich wieder einmal, es war nur theoretisch derselbe Sport.

Die Ice Tigers hatten sich bereits am Freitag angemessen mit einem 3:2 gegen Köln zu Hause von einer intensiven, komplizierten und vor allem lehrreichen Saison verabschiedet. Die Playoffs waren längst außer Reichweite, trotz der neuen, aber letztlich zu spät entdeckten Lust am Punktesammeln. Ihre Gastgeber hatten sich wiederum längst für die Saisonverlängerung qualifiziert. Bei Bremerhaven fehlte mit Jan Urbas der herausragende Spieler, wie damals in der ersten Playoff-Runde 2019. Weitere Pinguins sollten sich vor dem Viertelfinale gegen Wolfsburg nicht verletzen. Dementsprechend körperlos wurde gespielt, zumindest im ersten Drittel war das 2:4 (2:2, 0:1, 0:1) trotzdem unterhaltsam.

Jahnke und Fleischer kommen

Auch weil die Ice Tigers noch einen Punkt von ihrer To-do-Liste streichen konnten. In der 15. Minute seines 41. DEL-Spiels gelang Dennis Lobach der erste Treffer in der höchsten deutschen Spielklasse. In der Woche zuvor hatte die Mannschaft bereits Timo Walther für dessen erstes Tor feiern dürfen. Und weil Daniel Schmölz sein 19. Saisontor erzielt hatte – natürlich im Power-Play direkt vor Bremerhavens Torhüter Brandon Maxwell (5.), war es zu verschmerzen, dass Luca Gläser (10.) und Christian Hilbrich (20.) für Bremerhaven trafen. Im Mittelabschnitt fehlte den Gästen ein wenig von dem Schwung, der sie in den letzten Wochen ausgezeichnet hat. Dem 3:2 durch Ross Mauerman (23.) konnten sie in Unterzahl nichts entgegensetzen.

Im Schlussabschnitt wurde es noch einmal emotional, so emotional das in einer leeren Eishalle möglich ist. 15 Spieler hat Stefan Ustorf mit einem Vertrag für die kommende Saison übernommen, darunter den neuen Verteidiger Fabrizio Pilu (18/Mannheim). Nach Informationen dieses Medienhauses hat der neue Sportdirektor mit Charlie Jahnke (Düsseldorf/23) und Tim Fleischer (Iserlohn/20) bereits zwei weitere junge Stürmer verpflichtet. Viele Spieler werden also nach dem Sommer zurückkehren nach Nürnberg. Tom Gilbert wird dann aber nicht dabei sein. Am Freitag ließ sich der 38 Jahre alte Verteidiger mit der Erfahrung aus 672 NHL-Spielen mit seiner Familie auf dem Eis fotografieren. Es war ein Abschiedsfoto für den US-Amerikaner.

Seine Zeit als Ice Tiger ging unspektakulär zu Ende. Die Pinguins schonten sich, den Ice Tigers wollte nichts mehr gelingen. Eine Minute und 59 Sekunden vor dem Saisonende nahm Frank Fischöder Torhüter Niklas Treutle vom Eis. Noch einmal schoss Tom Gilbert, ehe der Befreiungsschlag von Mike Moore aus 60 Metern im leeren Tor landete. Mit der längsten Busfahrt endet die Saison 2020/2021 der Ice Tigers.

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