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2:4! Ein Nürnberger ärgert die Ice Tigers in der DEL

Neu formiertes Team aus Franken patzt vor den eigenen Fans - 19.09.2019 21:52 Uhr

Die Thomas Sabo Ice Tigers müssen sich Wolfsburg am Ende mit 2:4 geschlagen geben. © Sportfoto Zink


Auf gute Nachrichten folgen bei den Ice Tigers derzeit oft schlechte. So war es auch in dieser Woche. Sportdirektor André Dietzsch durfte vor dem Heimspiel gegen Wolfsburg zwar die Namen von Marcus Weber und Max Kislinger von der Verletztenliste streichen – doch das schon im September ausführliche Dokument wurde trotzdem nur um gerade einmal eine Zeile kürzer. Angreifer Rylan Schwartz meldete sich am Donnerstag mit Adduktorenproblemen ab und musste deshalb wie einige weitere Tiger von der Tribüne aus mitansehen, wie Nürnberg mit 2:4 (0:0, 1:2, 1:2) gegen die Grizzlys verlor.

Das Schaben der Kufen auf dem Eis begleitete im ersten Drittel viele Spielzüge in der merklich ruhigen Arena, die Begeisterung für Eishockey im September hält sich auch in Nürnberg traditionell in Grenzen, noch dazu an einem Donnerstagabend gegen Wolfsburg.

Die 3161 Zuschauer, die trotzdem gekommen waren, sahen schon früh die erste Chance für die Ice Tigers: Chris Brown schickte Brandon Buck auf die Reise, der aber frei vor Chet Pickard scheiterte (4.). Andreas Eder versuchte es auf Zuspiel von Oliver Mebus mit einer artistischen Einlage, ein Tor sollte ihm allerdings genauso wenig gelingen wie Austin Cangelosi und Patrick Reimer in Unterzahl.

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Danach durfte Nürnbergs Niklas Treutle mehrfach zeigen, warum er zu den besten Torhütern der Liga zählt – nach 32 Sekunden im zweiten Drittel war aber auch er chancenlos. Daniel Fischbuch saß noch wegen einer Strafe aus dem ersten Abschnitt auf der Strafbank, da jubelten die Gäste. Brent Aubins Schuss konnte Treutle nicht festhalten, Anthony Rech drückte den Abpraller zum 0:1 über die Linie. Doch das Gegentor schien die Ice Tigers nicht nachhaltig zu beschäftigen, vielmehr war es ein Startsignal für einen perfekten Spielzug, der die Arena lauter werden ließ. Cangelosi spielte auf Acton, der den völlig freien Eugen Alanov fand: 1:1 nach 23 Minuten.

Das Spiel war nun offener, lebendiger, beide Mannschaften ließen den Puck gut laufen, doch mit einem Tor sollte es nichts werden – bis Brent Aubin 47 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels nach einem Wolfsburger Konter den Puck unter Niklas Treutles Schonern hindurchstocherte und die Arena verstummen ließ. Als sich Zuschauer wie Spieler von dem Schock erholt hatten, verpassten es die Gäste dann, den Lautstärkeregler noch ein bisschen weiter nach unten zu drehen.

Die Ice Tigers leisteten sich immer mehr kleine Fehler, sie wurden fahrig im Spielaufbau und luden Wolfsburg zu Chancen ein. Doch was den Grizzlys nicht gelang, glückte den Ice Tigers: Daniel Fischbuch zog in Überzahl einfach mal ab und brachte Nürnberg zurück – zumindest für eineinhalb Minuten.

Gute Nachrichten am Sonntag?

Dann verlor Brett Festerling im eigenen Drittel die Scheibe, Brent Aubin bedankte sich mit dem 2:3 (50.). Und gerade, als die Ice Tigers vor dem Wolfsburger Tor arbeiteten, da entschied der gebürtige Nürnberger Gerrit Fauser die Partie – in seinem 500. DEL-Spiel. Nürnberg kam nicht mehr zurück, kann aber am Sonntagnachmittag gegen Köln wieder für gute Nachrichten sorgen.

Nürnberg: Treutle; Summers/Festerling, Bender/Mebus, Weber/Schulze, Wirth; Brown/Buck/Fischbuch, Reimer/Eder/Kislinger, Cangelosi/Acton Alanov, Bassen, Ramoser. – Schiedsrichter: Kopitz/Wilk. – Zuschauer: 3161. – Tore: 0:1 Rech (20:32/5:4), 1:1 Alanov (22:03), 1:2 Aubin (39:13), 2:2 Fischbuch (48:12/5:4), 2:3 Aubin (49:41), 2:4 Fauser (53:38). – Strafminuten: 8 – 12.

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