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2:5-Pleite im Derby: Ice Tigers verlieren in Straubing

Nürnberg schlägt sich im Tigers-Duell teilweise selbst - 12.01.2020 20:12 Uhr

Will Acton brachte die Ice Tigers in Straubing zwischenzeitlich in Führung. © Sportfoto Zink


Den Ort an dem das Unheil seinen Lauf genommen hatte, erachteten sie als ungeeignet. Im ersten Testspiel der Saison am 16. August im Duelle mit Ingolstadt in Straubing war Jim O‘Brien in voller Fahrt im Spagat in Straubing in die Bande gekracht. Der Stürmer erlitt dabei eine Muskelverletzung die so schwerwiegend war, dass zwischenzeitlich auch Zweifel an der Fortsetzung seiner Karriere aufkamen. Mittlerweile trainiert der US-Amerikaner wieder voll mit, sein Debüt wird er wohl am nächsten Freitag in Düsseldorf geben.

In Straubing traten die Ice Tigers also unverändert im Vergleich zum 1:0 gegen Krefeld an. Das 1:0 durch Will Acton (4.) für die Nürnberger hatte das erste Drittel ebenso zu bieten, wie eine Rauferei zwischen dem Torschützen und Stephan Daschner und Straubinger Überzahltore von Felix Schütz zum 1:1 in Überzahl (19.) und Marcel Brandt (20.). Der Ausgleich von Schütz, für den der Videobeweis herangezogen wurde, sorgte für einige Irritationen.

Bittere Minuten

Direkt im Anschluss an das Tor bestraften die Schiedsrichter Nürnbergs Verteidiger Chris Summers mit vier Minuten für einen hohen Stock. Als die Scheibe die Torlinie passierte, hatten die Referees diese Strafe aber nicht angezeigt. Zudem hatte Ice Tiger Brandon Buck den Puck als Letzter berührt, bevor dieser im Tor landete. Wäre die Strafe angezeigt gewesen, hätte somit der Treffer nicht zählen dürfen. Weil das Tor aber gegeben wurde, hätte die Strafe gegen Summers nicht verhängt werden dürfen, da sein Vergehen den Unparteiischen offenbar erst beim Blick auf die Videobilder aufgefallen war.

So mussten die Ice Tigers das Gegentor und die vier Minuten Unterzahl verkraften. Dass in diesem Zeitraum Straubings 2:1 fiel, verlieh dem Fehler noch zusätzliches Gewicht. Nürnbergs Coach Kurt Kleinendorst zeigte sich erbost, an Ursache und Wirkung veränderte das aber natürlich nichts mehr.

Spielfluss bleibt auf der Strecke

Am traditionell ohnehin explosiven Pulverturm in Straubing war damit die Lunte für ein hitziges Duell gelegt. Im zweiten Durchgang prägten robust geführte Zweikämpfe und kleiner Scharmützel das Bild. Vieles in Aufbau und Angriff blieb dabei auf beiden Seiten Stückwerk, oft wurde unterbrochen. Der Spielfluss aus dem ersten Drittel blieb dadurch sichtlich auf der Strecke.

Für ihre weiteren Gegentore waren die Ice Tigers dann ganz alleine selbst verantwortlich. Buck verlor bei doppelter Überzahl die Scheibe in der neutralen Zone in der Folge erzielte Antoine Laganière Straubings 3:1 (41.). Einen mentalen Knacks verhinderte Chris Brown postwendend jedoch nur vorübergehend mit dem 2:3-Anschluss (42.), ein Handgelenksschuss von Jeremy Williams flog dann aber an Niklas Treutle vorbei zum 4:2 der Gastgeber (44.), dann gewährte der gegen Krefeld so starke Keeper einen Abpraller, aus dem das 5:2 für die Gastgeber durch Michael Connolly resultierte (46.). Treutles Arbeitstag war damit beendet, Kleinendorst tauschte ihn gegen Jonas Langmann aus. Das Spiel war da mehr oder weniger gelaufen. Weil Nürnberg kaum noch Druck erzeugte und so gar nicht erst in die Situationen kam, um einen weiteren Treffer zu setzen.

Nürnberg: Treutle (45:11 Langmann) – Summers, Festerling; Bender, Weber; Gilbert, Schulze – Brown, Acton, Alanov; Reimer, Buck, Fischbuch; Eder, Dupuis, Lillich; Kislinger, Bassen, Schwartz / SR: Hoppe/Schrader / Zuschauer: 4707 / Strafminuten: 16 plus 10 Daschner – 18 (Summers 6, Acton 4, Gilbert, Dupuis, Bankstrafe, Buck je 2) plus 10 Acton / Tore: 0:1 Acton (03:47), 1:1 Schütz (18:19/5-4), 2:1 Brandt (19:56/5-4), 3:1 Laganière (40:22/3-5), 3:2 Brown (41:27/5-3), 4:2 Williams (43:25), 5:2 Connolly (45:11/5-4).

Florian Jennemann

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