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2:6 im Eisbärenkäfig! Die Ice Tigers verlieren in Berlin

Das Kleinendorst-Team zieht in der Hauptstadt den Kürzeren - 20.10.2019 21:26 Uhr

Ice-Tigers-Coach Kurt Kleinendorst weiß, wie man Ansagen macht. In Berlin führten diese letztlich aber nicht zum Erfolg. © Sportfoto Zink / ThHa


Aus seiner Vorfreude machte Kurt Kleinendorst kein großes Geheimnis."Tolle Halle, tolle Stadt, gute Mannschaft, gute Stimmung auf den Rängen, dort macht es viel Spaß", lautete der Ausblick des Coaches der Ice Tigers auf die Partie in der Hauptstadt.

Doch so lustig wie von ihnen erhofft, verlief inbesondere der Beginn der Partie für die Nürnberger und ihren Trainer keineswegs. Schon nach 49 Sekunden saß Chris Summers wegen Hakens auf der Strafbank und öffnete den Eisbären damit die Tür für einen druckvollen Start. Nürnberg musste Schaden vom eigenen Tor fernhalten, wo Niklas Treutle erneut ein herausragende Leistung zeigte. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Ice Tigers einen Weg fanden, ihrerseits auch die Berliner Defensive vor anspruchsvolle Aufgaben zu stellen.

Abpraller, Schulze, 1:1! 

Mitten in der Nürnberger Selbstfindungsphase musste dann jedoch der erste Rückstand notiert werden: Vor dem Kasten von Treutle befanden sich mehr Gäste als Berliner, an die Scheibe aber kam Louis-Marc Aubry und die Eisbären so zum 1:0 (10.). Berlin hatte mehr vom Spiel, im Aufbau der Nürnberger knirschte es. Die Gäste hatten weniger Chancen, die beste vergab Eugen Alanov (19.), Kevin Schulze dagegen verwertete unwesentlich später einen Abpraller zum glücklichen Ausgleich (20.). Für den US-amerikanischen Verteidiger war es der zweite Saisontreffer.

Lange Bestand hatte der 1:1-Zwischenstand nach der ersten Pause aber nicht. Ein Gewühl vor Treutle, reichlich Gedränge und Geschiebe und prompt hatte der Berliner Landon Ferraro seinen ersten DEL-Treffer erzielt. Zumindest bekam er ihn zugesprochen. Ob zu Recht, ließ sich auch anhand der Videobilder kaum klären (23.).

Ohne Brett Festerling, Phil Dupuis, Austin Cangelosi, Jim O‘Brien, Tim Bernhardt und Pascal Grosse im Kader liefen die Ice Tigers wieder einem Rückstand hinterher. Dabei blieb der Ex-Berliner Daniel Fischbuch auf Seiten der Franken verhältnismäßig unauffällig, Leo Pföderl, nach sieben Jahren in Nürnberg erstmals überhaupt gegen die Ice Tigers aktiv, fiel ebenfalls nur selten auf. Zu den prägenden Akteuren dieser Begegnung zählte dagegen Treutle, der Berlin auch in den zweiten 20 Minuten einige Male erfolgreich ausbremste. So blieben die Ice Tigers, die ihr Spiel nach wie vor nicht wirklich entfalten konnten, weiter dran an ihren Gastgebern. Das 2:1 für die Eisbären nach zwei Dritteln war allerdings völlig verdient. 

In Rückstand und mit Sorgen um ihren Keeper gingen die Franken in die zweite Pause. Treutle war vor seinem Tor umgerempelt worden, schien Probleme mit dem linken Knie zu haben. Für den gebürtigen Nürnberger ging es weiter. Den nächsten Treffer konnte er aber nicht verhindern: Bei doppelter Überzahl - Fischbuch und Rylan Schwartz saßen gemeinsam auf der Strafbank - zog John Ramage trocken zum 3:1 ab (42.).

Schulze wiederholt sich - Anschlusstreffer! 

Entschieden war damit noch nichts, weil Schulze nochmals netzte und sein 2:3 (54.) die Spannung erhöhte. Aubry, der ins leere Tor traf, Mark Olver und Ferraro nahmen sie wieder raus und schraubten das Endergebnis innerhalb von 59 Sekunden auf ein zu hohes 6:2. 

Berlin: Dahm - Ramage, Müller; McKiernan, Kettemer; Wissmann, Hördler - Pföderl, Sheppard, Noebels; Ferraro, Aubry, Rankel; Ortega, Lapierre, Reichel; Dietz, Olver, Labrie; Backman

Nürnberg: Treutle - Summers, Schulze; Mebus, Bender; Gilbert, Weber - Brown, Buck, Fischbuch; Reimer, Acton, Alanov; Schwartz, Eder, Ramoser; Bassen, Kislinger

SR: Kopitz/Hoppe -  Zuschauer: 10.720 - Strafminuten: 4 - 8 (Summers, Bender, Fischbuch, Schwartz je 2) - Tore: 1:0 Aubry (09:34), 1:1 Schulze (19:15), 2:1 Ferraro (22:49), 3:1 Ramage (41:04/5-3), 3:2 Schulze (53:33), 4:2 Aubry (58:51/5-6), 5:2 Olver (59:05), 6:2 (59:50).

Florian Jennemann

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