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3:0 gegen Braunschweig! Fürth setzt ein Ausrufezeichen

Dem Kleeblatt reicht eine furiose halbe Stunde zum Sieg - 20.04.2021 20:20 Uhr

Beim 3:0 gegen Braunschweig stellte das Kleeblatt schon früh die Weichen für den Erfolg.

20.04.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Sie beließen alles beim Alten. Nach dem 2:2 beim SV Darmstadt 98 am vergangenen Freitag gab es in der Startelf der Spielvereinigung Greuther Fürth gegen Eintracht Braunschweig keine Veränderung. Gegen die Abstiegskämpfer aus Niedersachsen funktionierte das von Anfang an gut. Nach einer absolut überlegenen Vorstellung und einem souveränen 3:0 holte sich das Kleeblatt drei Punkte, blieb zum fünften Mal in Serie ungeschlagen und vergrößerte die Chance auf den Aufstieg ein weiteres Mal.

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Platz zwei gefestigt: Furiose Fürther schlagen Braunschweig

Etwas mehr als eine halbe Stunde hat die SpVgg Greuther Fürth gebraucht, dann war klar: Die drei Punkte gegen Eintracht Braunschweig bleiben im Ronhof. Dank einer konzentrierten Leistung in Halbzeit eins bleibt das Kleeblatt vorerst auf Platz zwei - und darf weiter vom ganz großen Coup träumen. Hier sind die Bilder zum Spiel!


Mergim Mavraj fehlte im Aufgebot aufgrund von muskulären Problemen und konnte beobachten, wie seine Abwehrkollegen in der ersten Hälfte kam vor ernste Probleme gestellt wurden. Auf der anderen Seite des Platzes sah das anders aus. Fürth ging durch einen schönen Seitfallzieher von Sebastian Ernst nach Flanke von David Raum mit 1:0 in Front (9.), legte nach einem Foulelfmeter in Person von Kapitän Branimir Hrgota zum 2:0 nach (19.). Dann packte Havard Nielsen noch das 3:0 drauf, indem er eine Hereingabe von Hrgota im Netz unterbrachte (33.). Etwas mehr als eine halbe Stunde war vorbei und von Spannung keine Spur mehr.

Braunschweig kaum gefährlich

Erst jetzt rührte sich Braunschweig offensiv ein bisschen. Einen Ballverlust von Julian Green nutzte die Eintracht zu ihrer ersten größeren Gelegenheit. Aber Dong Won Ji zielte ungefähr aus elf Metern links vorbei. Es war knapp (36.). Fürth hatte da schon ein bisschen das Tempo gedrosselt, spielte clever, schonte die Reserven, schob nicht mehr Angriff auf Angriff nach. Der Ball lief durch die eigenen Reihen schon auch mal in der eigenen Hälfte quer von einem zum anderen hin und her, schließlich stehen noch viele Spiele in einer kurzen Zeitspannen an. Warum also nicht mit den Kräften haushalten.

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Souveräner Sieg und schöne Noten: 3:0 - die Kleeblatt-Kritik!

Drei Punkte und einen ordentlichen Schritt näher dran am großen Traum: Durch das 3:0 gegen Eintracht Braunschweig kommt das Kleeblatt dem Aufstieg näher. Die Basis für den Erfolg gegen die Niedersachsen ist eine starke erste Hälfte, in der Ernst, Nielsen und Hrgota bereits früh treffen. Die weiß-grünen Einzelkritiken und Noten kommen folglich äußerst angenehm daher.


In den acht Spielen zuvor hatte Braunschweig an defensiver Stabilität deutlich zugelegt, insgesamt nur acht Gegentreffer kassiert. Fürth knackte diese Marke binnen 33 Minuten locker. Einen klareren Beweis für die Überlegenheit der Franken bedurfte es nicht mehr.

Saisonsieg Nummer 15 für Fürth

Fürth verzichtet auf einen Wechsel in der Pause und verpasste kurz nach Beginn der zweiten Hälfte das 4:0. Nielsen hatte sich am Strafraum der Braunschweiger entschlossen durchgesetzt, klug gewartet und dann den völlig unbedrängten Paul Seguin bedient. Doch Jasmin Fejzic, der ehemalige Fürther im Kasten der Braunschweiger, konnten den Ball noch mit dem Fuß abwehren (51.) und einen höheren Rückstand verhindern. Das Kleeblatt konzentrierte sich weiter darauf, den Ball zu kontrollieren, in geduldig zirkulieren zu lassen und immer dann, wenn sich eine Lücke bot die Chance zu suchen. Braunschweig stand sehr tief, war zu passiv, um bei den Fürthern in der Defensive für sonderlich viel Aufregung zu sorgen.

Ganz anders stellte sich das dar, wenn Fürth nach vorne spielte. Ein leidenschaftlicher Flankenlauf von David Raum über seine linke Seite ermöglichte Ernst eine Kopfballgelegenheit, die Fejzic reaktionsschnell entschärfen konnte. In der Folge begann Fürths Trainer Stefan Leitl damit, einigen seiner Spieler einen frühzeitigen Feierabend zu genehmigen. Wirkte Paul Jaeckel bei seiner Auswechslung gegen Hans Nunoo Sarpei angeschlagen, war der Tausch bei Nielsen und Ernst wohl eher ein Vorgriff auf die Partie beim FC Sankt Pauli am Sonntag (13.30 Uhr). Timothy Tillman und Dickson Abiama ersetzten die Torschützen. Weitgehend ohne Probleme steuerte die Spielvereinigung ihre 15. Saisonsieg entgegen, Braunschweig war schlicht zu harmlos, um daran zu rütteln.

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Jaeckel (57. Sarpei), Bauer, Raum (85. Itter) - Stach (86. Leweling), Seguin, Ernst (68. Tillman), Green - Hrgota, Nielsen (68. Abiama)

Eintracht Braunschweig: Fejzic - Kessel, Wydra (85. Nikolaou), Diakhite (46. Ziegele), Schlüter - Kammerbauer, Ben Balla, Wiebe, Kroos (67. Otto), Bär (76. Kaufmann) - Ji (67. May)

Tore: 1:0 Ernst (9.), 2:0 Hrgota (19., Foulelfmeter), 3:0 Nielsen (33.) | Gelbe Karten: keine | Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)

nb

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