Mittwoch, 19.02.2020

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31:25-Testsieg: HC Erlangen übertrumpft SG Bietigheim

Das direkte Brüderduell gewann Jonas Link mit einem Treffer mehr als Nikolai - 17.01.2020 21:33 Uhr

Sime Ivic warf im Vorbereitungsspiel erstmals für den HC Erlangen Siebenmeter und verwandelte alle drei. © Sportfoto Zink / Oliver Gold


Auch im zweiten Test vor Beginn der Restrunde der Handball-Bundesliga am 2. Februar bei DHfK Leipzig konnte der HC Erlangen einen souveränen Sieg einfahren. Tatsächlich war das 31:25 (16:11) vor gut 650 Zuschauern in der Erlanger Hiersemannhalle gegen Zweitliga-Topteam SG BBM Bietigheim 50 Minuten lang ungefährdet. Lediglich in der Anfangsphase konnten die Gäste mit dem Bundesligisten mithalten und führten da auch mit 4:3.

Dann aber zeigte der HCE, wie ernst er dieses Trainingsspiel nahm und kam immer wieder durch ein schnelles Umschaltspiel und eine starke Deckungsarbeit, in der Abwehrchef Petter Overby fehlte - der Norweger weilt mit seiner Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Schweden - zu einfachen Toren. Vor allem Florian von Gruchalla, der überraschend die vollen 60 Minuten den Vorzug vor Johannes Sellin bekam, zeigte seine Treffsicherheit aus dem Feld. Der Linkshänder verwandelte alle fünf Versuche. So konnte Erlangen Bietigheim nicht nur einholen, sondern auch davonziehen: 9:5 stand es nach gut 20 Minuten.

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Test bestanden: HC Erlangen gewinnt mit 31:25 gegen SG Bietigheim

Im Bruderduell zwischen Nikolai und Jonas Link konnte der HC Erlangen sich gegen SG BBM Bietigheim durchsetzen. Nachdem die Erlanger die Bietigheimer Führung nach 20 Minuten in die eigene Führung umgekehrt hatten, war der Sieg nicht mehr in Gefahr. Damit gewann Nikolai Links Team gegen das seines Bruders, der jüngere konnte im direkten Vergleich aber ein Tor mehr erzielen.


Doch auch mit der beruhigenden Führung im Rücken ließ der HCE nicht nach, vor allem Sime Ivic begeisterte mit tollen Anspielen und wuchtigen Treffern. Am Ende kam der Rückraumspieler aus Kroatien auf neun Tore, wobei er erstmals auch Siebenmeter für Erlangen warf und alle drei davon sicher verwandelte.

Klassenunterschied und variables Angriffsspiel

So plätscherte die Partie bald vor sich hin, es war zeitweise ein Klassenunterschied deutlich. Über den 16:11-Halbzeitstand ging es mit 19:12 (37.) weiter, ehe Erlangen kurzzeitig den Faden etwas verlor. Doch die stark verbesserten Nico Büdel, Nikolai Link und auch Ivic sorgten vorn dafür, dass die Führung nie ernsthaft in Gefahr geriet.

Sehr variabel gestaltete der HCE sein Angriffsspiel, deutlich zu erkennen war vor allem, dass die beiden Außenspieler, Christopher Bissel und eben Florian von Gruchalla, stärker als gewohnt eingebunden wurden. Hinten parierte Carsten Lichtlein zwei Siebenmeter, wurde aber in Hälfte zwei noch einmal durch Nikolas Katsigiannis ersetzt, weil der Welt- und Europameister bei Würfen aus dem Feld Probleme zeigte.

Konzentriert und ordentlich

Das zahlte sich aus: von 22:18 (43.) ging es wieder bis auf 25:19 (58.) davon, auch weil Daniel Mosindi erstmals traf. Auf den israelischen Nationalspieler dürfte in den kommenden Wochen größere Aufgaben zukommen, da sich Linkshänder Antonio Metzner im Training kürzlich das Knie verdrehte. Die leichte Meniskusverletzung soll aber spätestens bis nach dem Leipzig-Spiel ausgeheilt sein.

"Ich bin sehr zufrieden, es war ein konzentrierter, ordentlicher Auftritt", sagte Adalsteinn Eyjolfsson, der Erlanger Coach, hinterher. "Wir haben zuletzt an einigen Dingen gearbeitet und die heute schon sehr gut umgesetzt."

Das Kräftemessen der beiden Link-Brüder ging somit im Endergebnis an Nikolai vom HC Erlangen. Im direkten Duell aber behielt Jonas die Oberhand: Seine vier Treffer für Bietigheim waren unter dem Strich einer mehr als die drei des großen Bruders für den HCE. Weltmeister Michael "Mimi" Kraus hatte die Reise nach Erlangen gar nicht angetreten - er weilte, hörte man, auf einem Presse- und Marketingtermin in Berlin.

HCE: Katsigiannis, Lichtlein; Ivic 9/3, Büdel 3, von Gruchalla 7/2, Firnhaber 3, Schäffer 2, Link 3, Bissel 2, Haaß 1, Mosindi 1, Murawski.

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