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4:0-Heimsieg! Ice Tigers legen die Kölner Haie trocken

Team aus Nürnberg lässt Fans in der eigenen Arena jubeln - 22.09.2019 19:01 Uhr

Mit 4:0 setzten sich die Thomas Sabo Ice Tigers daheim gegen Köln durch. © Sportfoto Zink / Thomas Hahn


Das Gute am Eishockey ist ja, dass einem Niederlagen meistens nicht lange nachhängen. Das 2:4 gegen Wolfsburg ließ manchen Spieler der Thomas Sabo Ice Tigers vielleicht etwas später einschlafen, spätestens nach der Videoanalyse am Freitag aber war das Spiel schon wieder vergessen, war der nächste Gegner wichtiger als der letzte. Und so dachte niemand mehr an Grizzlys, vergebene Chancen und verlorene Punkte, sondern nur noch an die so hochgehandelten Kölner Haie, die am Sonntagnachmittag in die Arena kamen. Dort sorgten die Ice Tigers dafür, dass sie und ihre Fans mit einem guten Gefühl in die Woche gehen können, das mindestens bis kommenden Freitag anhält. Das 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gegen Köln war der zweite Erfolg in dieser noch jungen Spielzeit und eine gute Antwort auf das Spiel vom Donnerstagabend. 

Die Verantwortung für dieses hatte der Trainer auf sich genommen, „es ist meine Sache, Fehler zu identifizieren und die Mannschaft besser zu machen“, hatte Kurt Kleinendorst in der Nacht zum betont. Auch er durfte etwas länger wachgelegen haben, schlaflose Nächte aber, das betonte er, würde ihm die Leistung seiner Mannschaft sicher nicht bereiten. Viele Kleinigkeiten hatte er schon direkt nach dem Wolfsburg-Spiel gesehen, vor allem das Spiel in der neutralen Zone missfiel ihm. Drei Tage später präsentierten sich die Ice Tigers stark verbessert und hätten schon früh führen können. Patrick Reimer tauchte alleine vor dem Kölner Tor auf, präsentierte sich dabei aber ähnlich glücklos wie gegen Wolfsburg. Danach durften Nürnberg vor allem vorführen, wie sehr sie in den vergangenen Wochen am Unterzahlspiel gearbeitet hatten. Als Max Kislinger von der Strafbank zurückkamen, gab es den ersten Applaus an diesem Nachmittag, der kurz darauf um einiges stärker und lauter ausfiel. Andreas Eder skatete vor das Tor und passte genau im richtigen Moment auf Joachim Ramoser, der die Ruhe behielt und clever zum 1:0 abschloss (11.).

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Kevin Schulze traf wenig später nur das Außennetz, dann ging das Special-Team-Training der Ice Tigers weiter – allerdings nur für die Unterzahlformation. Oliver Mebus durfte gleich zweimal auf die Strafbank, vor allem mit der zweiten Strafe sorgten die Unparteiischen für viel Unmut. Doch Nürnberg hielt sich auch in den nächsten vier Minuten mit einem Spieler weniger schadlos, stattdessen wurde der von Red Bull München ausgeliehene Andreas Eder mit Gesängen gefeiert. Mit einem Lattenschuss von Eugen Alanov und einer knappen Führung ging es in die erste Drittelpause. „Es ist leichter, mit einer Führung zu spielen“, hatte Kleinendorst zuletzt gesagt, diesmal durfte seine Mannschaft zeigen, dass sie eine solche tatsächlich beflügelt. In Überzahl verpassten Reimer und Chris Brown das 2:0, in Unterzahl zeigte Niklas Treutle seine Klasse und brachte die Haie zur Verzweiflung. Und dann jubelten die Ice Tigers erneut: Der wieder starke Daniel Fischbuch legte für Brandon Buck auf, bei dessen Abschluss Kölns Torhüter Hannibal Weitzmann nicht gut aussah (28.). Danach wurde Köln besser, spielte intensiver und kam dadurch zu besseren Möglichkeiten, die sie allerdings oft schlecht ausspielten. Und wenn es doch mal gefährlich wurde, war Niklas Treutle zur Stelle.

Mit Schwung bis Freitag

Und so durften die Ice Tigers mit einer 2:0-Führung ins Schlussdrittel gehen. Köln versuchte, noch einmal zurückzukommen, Nürnberg stand aber hinten sehr sicher und verteidigte resolut. Die Schüsse von Verteidiger Kevin Schulze sorgten für weitere Gefahr, doch es war am Kapitän, das Spiel acht Minuten vor Schluss zu entscheiden. Patrick Reimer packte in Überzahl all die Wut über seine verpassten Tore der vergangenen Spiele in einen Schuss, der genau im Toreck einschlug: 3:0. Ein Blick in Reimers Gesicht genügte, um zu erahnen, wieviel Ballast dabei von seinen Schultern abfiel. Als Chris Summers für vier Minuten auf die Strafbank musste, schien nochmal Spannung aufzukommen, doch die Ice Tigers überstanden auch diese Zeit ohne Gegentor. Als Belohnung erhob sich die Arena und klatschte die Mannschaft der Schlusssirene entgegen – vor der Daniel Fischbuch noch zum 4:0 ins leere Kölner Tor traf. Das Gefühl eines Sieges wird länger anhalten. Mindestens bis kommenden Freitag. 

Nürnberg: Treutle; Mebus/Bender, Festerling/Summers, Schulze/Weber, Wirth; Alanov/Acton/Cangelosi, Fischbuch/Buck/Brown, Ramoser/Eder/Reimer, Bassen, Kislinger. - Schiedsrichter: Hunnius/Kohlmüller. - Zuschauer: 3789. - Tore: 1:0 Ramoser (10:03), 2:0 Buck (27:01/5:4), 3:0 Reimer (51:26/5:4), 4:0 Fischbuch (58:21/EN). - Strafminuten: 12 – 6.

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