Sonntag, 19.01.2020

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5:1-Schützenfest in Karlsruhe: Fürth vor dem Tor eiskalt

Ein Spiel ganz nach dem Geschmack der Kleeblatt-Fans - 14.12.2019 15:04 Uhr

Havard Nielesen bejubelt seinen Treffer zum 4:1. © Sportfoto Zink / Malenie Zink


Fürths Trainer Stefan Leitl nahm im Vergleich zum 3:1-Heimsieg gegen Bochum zwei Veränderungen vor: Paul Seguin kehrte nach verbüßter Gelb-Sperre ins Mittelfeld zurück. Für ihn musste Marvin Stefaniak Platz machen. Für den Gelb-gesperrten Maximilian Wittek übernahm wie erwartet David Raum den Part des Linksverteidigers. Das Kleeblatt kam bei den biederen Badenern gut in die Partie. Mit langen Ballstafetten kombinierten sie sich mühsam durch die dicht gestaffelte KSC-Abwehr. Anfangs noch ohne Erfolg.

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5:1 gegen Karlsruhe - Die Kleeblatt-Gala in Bildern

Der Heimsieg gegen den VfL Bochum hat offensichtlich nicht nur bei den Fans Lust auf mehr erzeugt. Mit einer perfekten Chancenverwertung schoss die Spielvereinigung den Karlsruher SC mit 5:1 aus dessen Stadion. Jubelbilder gibt es also jede Menge.


Nach 19 Minuten halfen dann aber die Hausherren beim Toreschießen mit: Karlsruhes Keeper Benjamin Uphoff klatschte einen wuchtigen Schuss von Raum nur noch vorne ab und somit direkt vor die Füße des lauernden Branimir Hrgota. Der Schwede brachte den Ball unter Kontrolle und spitzelte ihn noch bedrängt an Uphoff vorbei zur 1:0-Führung ins Tor (19.). Mit ein wenig mehr Kaltschnäuzigkeit hätte die SpVgg Greuther Fürth die kurzeitige Verunsicherung der Hausherren gleich ein weiteres Mal bestrafen können. Eine herrliche Hereingabe von Raum erwischte Hrgota zwei Minuten nach der Führung 16 Meter vor dem Tor jedoch nur ungenau, Uphoff hatte mit seinem Schüsschen diesmal keine Probleme.

Zwei Tore in drei Minuten

Obwohl die Gäste das spielbestimmende Team waren, kam auch der KSC vor allem nach Fehlern in der Fürther Defensive zu im Ansatz reizvollen Gelegenheiten. Beim 1:1-Ausgleichstreffer war dann aber auch die Mithilfe des Kleeblatts nötig: Innenverteidiger Marco Meyerhöfer klärte einen Kopfball im Strafraum zu ungenau, statt die Situation zu bereinigen, stoppte Paul Seguin den Ball direkt vor die Füße des Gegners, und der bediente mit einer feinen Flanke Ex-Fürther Philipp Hofmann - er zog trocken zum 1:1 (26.) ab. Über diese Fehlerkette musste sich Fürth aber nur zwei Minuten ärgern.

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Fürth zerlegt Karlsruhe: Im Durchschnitt bekommt das Kleeblatt eine User-2

Das Kleeblatt erzielte gegen Karlsruhe nach verhaltener Anfangsphase gleich nach der ersten Torchance den Führungstreffer. Auch das Anschlusstor des KSC konnte die Fürther nicht aus der Ruhe bringen, die in der zweiten Halbzeit so richtig aufdrehten und effektiv und ansehnlich einen 5:1-Auswärtssieg einfuhren. Im Durchschnitt wurden die Kleeblatt-Kicker und ihr Coach mit einer User-2 belohnt. Doch bei Branimir Hrgota scheiden sich die Geister.


Nach einer schönen Kombination hatte Sebastian Ernst den mitgelaufenen Tobias Mohr in Szene gesetzt. Der Offensivspieler stellte mit einem strammen Schuss ins lange Eck postwendend auf 2:1 (28.). Doch Fürth hätte sogar mit einer 3:1-Führung in die Kabine gehen können. Allerdings zielte Havard Nielsen aus ähnlicher Position nicht ganz so genau. Sein Versuch schrammte in der Nachspielzeit etwa einen Meter am langen Pfosten vorbei. Nach der Pause hatte dann Fürth Glück, dass der KSC einen Stellungsfehler von Marco Meyerhöfer nicht zum Ausgleich nutzte. Der feine Heber aus 20 Metern des enteilten Hofmann landete nur auf dem Tornetz (48.).

Uphoff hilft kräftig mit 

Es sollte ein kurzes Aufbäumen der Mannnschaft von Trainer Alois Schwartz sein. Der KSC war nun zwar aktiver, blieb in seinen Aktionen aber zu ungenau und für die gut gestaffelte Fürther Abwehr meist eine leichte Beute. Die Führung der Gäste geriet nicht ernsthaft in Gefahr – sie wurde stattdessen nach etwa einer Stunde sogar ausgebaut. Einen scharf in die Mitte getretenen Freistoß von Seguin köpfte der aufgerückte Paul Jaeckel von der Strafraumgrenze zum 3:1 ins Tor. Ein Treffer Marke Tor des Monats. Karlsruhe bot nun Räume, die Fürth für sich zu nutzen wusste.

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Kantersieg in Karlsruhe: Die Noten für das Kleeblatt

Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk präsentierte die SpVgg Greuther Fürth am Samstag ihren Fans. Beim Auswärtsspiel im Karlsruher Wildparkstadion sorgten fünf Fürther Tore dafür, dass die Gastgeber wenig zu lachen hatten. NZ-Redakteur Stefan Jablonka verteilt folgerichtig gute Noten an die Akteure des Kleeblatts.


Wieder hatte jedoch der indisponierte Uphoff mit einem Lapsus nicht unwesentlich Vorarbeit geleistet. Der Ex-Nürnberger eilte aus seinem Tor, konnte aber einen Flankenball nicht fangen. Nutznießer Nielsen ließ sich nicht zweimal bitten und spitzelte den Ball zum 4:1 ins Tor (77.). Für den sehenswerten Schlusspunkt war dann Jamie Leweling verantwortlich. Der eingewechselte Youngster zirkelte den Ball von der Strafraumkante zum 5:1 ins linke obere Toreck. „Wenn wir unser Stärken auf das Feld bringen, bin ich optimistisch“, hatte Kleeblatt-Keeper Sascha Burchert noch geunkt. Er sollte Recht behalten. 

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Kobald (65. Grozurek), Wanitzek, Stiefler (75. Pourie) , M. Lorenz (90. Kother) - A. Fink, P. Hofmann

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Jaeckel, Mavraj, Raum - Seguin (86. Bauer) - Ernst (89. Redondo), Sarpei - Hrgota (78. Leweling), Nielsen, Mohr 

Tore: 0:1 Hrgota (19.), 1:1 Hofmann (26.), 1:2 Mohr (29.), 1:3 Jaeckel (61.), 1:4 Nielsen (77.), 1:5 Leweling (90.+2)  | Gelbe Karten: Meyerhöfer (14.), Wanitzek (43.), Roßbach (52.), Ernst (53.), Seguin (71.), Sarpei (81), Leweling (82.) | Schiedsrichter: Sören Storks (Velen) | Zuschauer: 

+++ Der Liveticker zum Nachjubeln +++

Stefan Jablonka Sportredaktion E-Mail

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