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64:82! Brose Bamberg geht auf Teneriffa baden

Oberfranken verlieren erst den Rhythmus und dann das Spiel - 03.12.2019 22:45 Uhr

Christian Sengfelder bot dem Favoriten auf Teneriffa Paroli, musste wie sein Team letztlich aber doch in eine deutliche Niederlage auf der Urlaubsinsel einwilligen. © Nicolas Armer/dpa


Auf der größten kanarischen Insel entwickelte sich vom Start weg zunächst eine ausgeglichene Partie, die vor allem sehr defensiv geprägt war. Beide Seiten legten dabei eine enorme Physis an den Tag, ohne dabei übermaßig foulintensiv zu agieren. Im Angriff konnten sich im ersten Durchgang insbesondere Bambergs Christian Sengfelder und Teneriffas Giorgi Shermadini in den Vordergrund spielen. Während Sengfelder hart und aggressiv in der Zone für seine Punkte und Rebounds arbeitete, fehlten dem Frontcourt um Assem Marei und Elias Harris auf der Gegenseite in der Zone gegen den georgischen Routinier oftmals die nötigen Zentimeter, um effektiv dagegen zu halten.

 

Ab dem zweiten Viertel ohne Rhythmus

Nach einer knappen 19:17-Führung nach den ersten zehn Minuten bekam Bamberg im zweiten Abschnitt zusehends mehr Probleme mit der gut rotierenden Abwehrreihe der Insulaner. Diese gestatteten den Oberfranken kaum freie Würfe und drückten Bambergs Trefferquote - vor allem aus dem Zweierbereich - tief in den Keller. Auf der Gegenseite nahm Iberostar-Playmaker Marcelinho Huertas mehr und mehr die Zügel in die Hand und brachte den Ball immer wieder weit unter den Brose-Korb, wo Shermadini wartete. Da kurz vor dem Seitenwechsel Sasu Salin und Daniel Diez dann auch die ersten beiden Dreier für die Spanier trafen, betrug Broses Pausenrückstand sieben Zähler (30:37) - zwei Treffer, deren Nachwirkungen bei Bamberg nach der Pause über die kompletten 20 Minuten zu spüren waren.

Nach dem Seitenwechsel waren die Mannen von Coach Roel Moors darum bemüht, wieder in einen ähnlich guten Rhythmus wie im ersten Viertel zu kommen, bissen sich aber ein ums andere Mal an der Defense von Teneriffa die Zähne aus. Dem BCL-Titelträger von 2017 wiederum genügte eine solide Offensivleistung, um den Konkurrenten aus Deutschland auf Distanz zu halten. Dabei gelang es den Akteuren von Trainer Txus Vidorreta zwischenzeitlich zwar, den Vorsprung zweistellig auszubauen, doch Bamberg hielt kämpferisch mit allen Mitteln dagegen.

Dennoch konnten die Domstädter - auch aufgrund ihrer derzeit verkürzten Rotation - den Spaniern im Schlussviertel nicht mehr allzu viel entgegensetzen und mussten diese weiter davonziehen lassen. Bis auf 15 Zähler (69:54) baute der Tabellenführer der Gruppe C seine Führung aus. In der Schlussphase bäumten sich die Gäste um Sengfelder & Lee zwar nochmals auf, doch die Korbjäger aus Teneriffa bewiesen einmal mehr, dass sie nicht zu unrecht unangefochten an der Tabellenspitze stehen und sicherten sich einen am Ende ungefährdeten Erfolg. Schlussendlich setzten sich die Hausherren deutlich mit 82:64 durch und beendeten Bambergs vier Spiele andauernde Siegesserie auf internationalem Parkett.

Iberostar Teneriffa: Shermadini (19 Punkte), Salin (15), Lundberg (15), Gielo (10), Guerra (7), Huertas (6), Yusta (4), Diez (3), Suarez (2), Atkins (1), Lopez, Konate

Brose Bamberg: Sengfelder (20), Lee (14), Harris (7), Seric (5), McLean (4), Weidemann (4), B. Taylor (3), Obasohan (3), Olinde

Benjamin Strüh

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