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67:85! Brose Bamberg versagt gegen Vechta

Der Aufsteiger düpiert den neunmaligen deutschen Meister - 12.01.2019 20:53 Uhr

Der frühere Nürnberger Josh Young hatte maßgeblichen Anteil am hohen Auswärtssieg seiner Rastas. © Sportfoto Zink / HMI


Die Zuschauer in der Bamberger Arena erlebten eine denkwürdige Partie. Die Hausherren von Brose Bamberg mussten gegen den Aufsteiger aus Vechta von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen und sich vor allem im ersten Durchgang eine Lehrstunde gefallen lassen. Nach dieser fast schon desolaten ersten Halbzeit, die mit einem Pfeifkonzert der eigenen Anhänger quittiert wurde, konnte Brose seine Trefferquoten nach der Pause zwar leicht steigern, war jedoch nie in der Lage, die Vechtaner ernsthaft in Gefahr zu bringen. Der Hauptgrund lag in den Ballverlusten. Mit 21 Turnovern machten Zisis & Co. ihren Gegner stark und luden diesen zu einfachen Punkten ein.

Lehrstunde vom dominanten Aufsteiger

Die Mannen aus Vechta waren von der ersten Sekunde an hellwach und zwangen den Brose-Boys ihr Spiel auf. Stevan Jelovac, Bambergs Topwerfer an diesem Abend, versuchte sich im ersten Viertel mit acht der 16 Bamberger Punkte zwar nach Kräften zu wehren, doch ab dem zweiten Viertel war auch der Serbe in der Rasta-Defense abgemeldet.

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Rasta rasiert Bamberg: Klare Niederlage gegen den Aufsteiger

Brose Bamberg hat mit 67:85 gegen Aufsteiger Rasta Vechta verloren. Von Beginn an liefen die Oberfranken einem Rückstand hinterher, der zwischenzeitlich fast dreißig Punkte betrug. Der Aufsteiger dominierte den neunmaligen deutschen Meister nach Belieben.


Während die Brose-Boys, bis zu diesem Spieltag das zweitbeste Team in Sachen Turnoverrate, gegen Vechtas aggressive Verteidigungsvarianten einen Ballverlust nach dem anderen produzierten und defensiv kein Bein auf den Boden brachten, zog das Team von Pedro Calles sein Spiel eiskalt durch und schloss im Angriff - egal aus welcher Position - hochprozentig ab. Zur Halbzeit mussten sich Nikos Zisis & Co. ein Pfeifkonzert gefallen lassen, Vechta hatte doppelt so viele Punkte erzielt - 48:24.

Kein effizientes Aufbäumen erkennbar

Nach dem Seitenwechsel versuchten vor allem Augustine Rubit, Tyrese Rice und Stevan Jelovac dem Bamberger Spiel wieder etwas Leben einzuhauchen. In der Offense gelang dies mit Abstrichen, doch in der Verteidigung blieb man gegen agile Vechtaner weiterhin in der Zuschauerrolle und gab einen leichten Korberfolg nach dem anderen ab.

Dennoch konnte Bamberg seinen Rückstand zwischendurch bis auf 16 Zähler reduzieren, doch immer wenn man das Gefühl bekam, Brose können einen Run starten, machten die Gäste dies mit ihren Ballgewinnen zunichte. So gelang es den Korbjägern von Rasta Vechta fast schon spielend leicht, desolate Bamberger auf Distanz zu halten und einen 85:67-Kantersieg aus der Domstadt zu entführen.

Brose Bamberg: Jelovac (20 Punkte), Rubit (16), Rice (12), Hickman (9), Harris (4), Taylor (4), Zisis (2), Olinde, Stuckey, Schmidt, Kulboka
Rasta Vechta: Young (19), Hollins (15), Bray (11), Hinrich (10), Christen (9), Nash (7), DiLeo (6), Kessens (3), Carter (3), Herkenhoff (2) 

Benjamin Strüh

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