Mittwoch, 26.02.2020

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77:91-Pleite! Falcons sind Heidelberg klar unterlegen

Nürnbergs Basketballer entfernen sich weiter von den Playoffs - 19.01.2020 19:27 Uhr

Nürnbergs einziger Lichtblick gegen Heidelberg: Stephan Haukohl. © Sportofoto Zink


Ein zweiter Ausflug nach Heidelberg war eigentlich nicht geplant, ein dritter natürlich auch nicht. Mit einem absurden Wurf ins Glück und einem Sieg am Olympiastützpunkt starteten die Falcons vor gut einem Jahr eine Siegesserie, die sie erst in die Playoffs spülte und dann ins Halbfinale gegen: Heidelberg. Nürnbergs Spieler nahmen einmal die A 6 nach Westen, siegten, verloren zu Hause am Flughafen, fuhren ein zweites Mal nach Heidelberg, gingen wieder als Sieger vom Parkett, einen vierten Ausflug sparten sie sich. Die Falcons zogen ins Finale ein, der Rest ist Geschichte.

Eine enttäuschende Geschichte, weshalb Nürnberg auch diese Saison in der 2. Bundesliga und in Heidelberg antreten muss. Dass nach der Punkterunde wieder noch weitere Besuche am Olympiastützpunkt anstehen, ist am Sonntagabend zumindest nicht wahrscheinlicher geworden. Nach dem Punktabzug durch die Liga wegen eines Verstoßes gegen die Lizenzauflagen und der sehr verdienten 77:91 (18:21,18:27,17:20,24:23)- Niederlage wächst der Abstand zu den Playoff-Rängen vorerst. Vor allem wie die Falcons ab dem zweiten Viertel auftraten, dürfte Ralph Junge Sorgen bereitet haben.

"Neue Saison, neue Akteure"

Ohne "romantische Gefühle" hatte Nürnbergs Cheftrainer, Sportdirektor und Geschäftsführer die jüngste Reise nach Heidelberg angetreten, wie er vorher betonte, vor der Heimreise dürfte sich daran nichts geändert haben. An den Ort des größten Erfolgs der jüngeren Vereinsgeschichte zurückzukehren, löste bei Junge zunächst einmal nichts aus. "Es ist eine neue Saison, es sind neue Akteure, es ist eine andere Situation", sagte er vor dem Abschlusstraining.

Nach dem relativ einseitigen Spielverlauf ist es vor allem eine ernüchternde Situation. Die Euphorie, die nach dem beeindruckenden Sieg gegen Bundesligaabsteiger Jena kurz nach Weihnachten aufgekommen war, ist bereits wieder verpufft. Vor einem Jahr hatte die Mannschaft zum gleichen Zeitpunkt einen Sinneswandel erlebt, diesmal scheint es deutlich schwieriger zu werden, das zu wiederholen. Noch immer haben einige im Team ihre Rolle noch nicht gefunden oder können sich mit dieser nicht anfreunden, im Moment treten die Falcons nur bedingt wie eine echte Mannschaft auf. In Heidelberg war es in den ersten zehn Minuten eine einigermaßen ausgeglichene Partie, danach dienten die Gäste den Gastgebern, die zuletzt vier Spiele in Folge verloren hatten, über weite Strecken nur noch als Aufbaugegner.

Haukohl verhindert schlimmeres

Die jungen Aushilf-Point-Guards Manuel Feuerpfeil und Matthew Meredith erledigen ihren Auftrag nicht konstant mit der nötigen Überzeugung, Duane Wilson punktet vorne konstant, lässt sich hinten aber oft viel zu leicht von seinen Gegenspielern schlagen und leistete sich in Heidelberg zudem gleich sechs Ballverluste. Dem ganzen Team fehlte deshalb wieder einmal die Sicherheit, nach dem Seitenwechsel dann auch sehr bald die nötige Körpersprache. William Lee ist seit Wochen untergetaucht, Jonathan Maier und Moritz Sanders agierten diesmal sehr unglücklich, Phillip Daubner ist zu wenig ins Spiel eingebunden, Jackson Kent mit seiner Trefferquote (22 Prozent aus dem Feld) noch keine echte Hilfe. Lediglich Stephan Haukohl, mit 18 Punkten Nürnbergs Topscorer, wusste zu überzeugen, Kapitän Sebastian Schröder wehrte sich im Schlussabschnitt und sorgte dafür, dass die Klatsche nicht noch höher ausfiel.

Nürnberg: Haukohl 18 Punkte, Wilson 14, Schröder 14, Maier 8, Kent 7, Sanders 5, Feuerpfeil 4, Lee 4, Daubner 3, Meredith. 

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