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80:84 gegen Nymburk! Bamberg vergeigt's im letzten Viertel

Turbulentes Spiel gegen die Tschechen endet mit schmerzhafter Heimniederlage - 10.12.2019 21:51 Uhr

Konnte nicht verhindern, dass sein Team in einem turbulenten Spiel den Kürzeren zog: Bamberg-Coach Roel Moors. © dpa


Die Jungs von Brose Bamberg starteten wild entschlossen in diese Partie und zeigten, dass sie gewillt waren, die deutliche Hinspielniederlage wettzumachen. Immer wieder wurde konsequent der Gäste-Korb attackiert oder der Ball im ruhigeren Set-Play nach innen zu Assem Marei gebracht. So konnten sich die Hausherren schnell einen zweistelligen Vorsprung erarbeiten (19:9, 6. Min.).

Läufe auf beiden Seiten

Der Mannschaft aus Nymburk merkte man zunächst an, dass ihr Topscorer, Jaromir Bohacik, nicht mit von der Partie war. Erst nach und nach fanden die Tschechen in ihr Spiel, wurden dann aber umso stärker. Eine erste Aufholjagd der Korbjäger aus Mittelböhmen konnte die Moors-Truppe noch gekonnt abwehren. Unter anderem zwei schnelle Dreier von Mateo Seric bescherten den Oberfranken die bis dato höchste Führung im Spiel (34:22, 13. Min.).

Doch auch dieses Mal gewannen die Brose-Boys dadurch keine Sicherheit - eher im Gegenteil: Immer wieder waren es Unkonzentriertheiten und Nachlässigkeiten, die den eigenen Rhythmus zerstörten und den Gegner wieder aufbauten. Bis zur Pause legte Nymburk einen 22:9-Run aufs Parkett und ging Sekunden vor dem Seitenwechsel erstmals mit 44:43 in Front.

Auch wenn Christian Sengfelder noch vor der Pause für Brose antworten konnte und den 45:44-Halbzeitstand verbuchte, drohte Bambergs Abwärtstrend nach dem Wiederanpfiff weiter zu gehen. Dies lag in erster Linie an Vojtrch Hruban, der allein in den ersten vier Minuten des dritten Viertels mehr Punkte erzielte als in den vorangegangenen 20 des ersten Durchgangs und Nymburk so mit 57:50 in Front brachte.

Sengfelder ist Bambergs Lebensversicherung

Abermals war es an Christian Sengfelder für seine Farben zurückzuschlagen - und der Jung-Nationalspieler enttäuschte Team und Fans nicht. Dieses Mal zog auch der Rest des Brose-Kollektivs, angetrieben von Paris Lee, mit und drehte die Partie wieder zu seinen Gunsten. Nach einer erneuten zweistelligen Führung (71:61) ging Brose mit einem Plus von sieben Zählern ins Schlussviertel, wo sich zunächst die „zweite Garde“ im Retin Obasohan & Co. dem Aufbäumen der Tschechen erwehren musste.

Mit den Fans im Rücken versuchte Bamberg sich nach Kräften zu wehren, doch erst nach der Rückkehr von Paris Lee und Christian Sengfelder kam wieder etwas Struktur ins Angriffsspiel. Es blieb wieder einmal spannend bis zum Schluss und auf oberfränkischer Seite war Elias Harris als Bamberger Kapitän bemüht, voranzugehen. Die Nummer 20 im Brose-Dress erzielte allein im Schlussviertel sechs Punkte, konnte die nächste Niederlage seiner Mannschaft, wettbewerbsübergreifend die vierte in Folge, aber nicht verhindern. Gegen ERA Nymburk zog Brose Bamberg nach einem Achterbahn-Basketballspiel knapp mit 80:84 den Kürzeren.

Brose Bamberg: Sengfelder (17 Punkte), Olinde (13), Lee (11), Harris (8), Marei (8), Weidemann (8), Obasohan (7), Seric (6), McLean (2), B. Taylor

Benjamin Strüh

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